Ein aussergewöhnlicher Tag: Diese ganze Geschichte konnte nur an einem 35. Mai geschehen, denn an diesem Tag muss man aufs Äusserte gefasst sein An besagtem Donnerstag trifft der Apotheker Ringelnatz seinen Enkel Konrad. Dieser muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben - doch wie soll man das, wenn man noch nie dort war? Das ist kein Problem für die beiden: auf dem Rücken eines Rollschuhfahrenden Pferdes unternehmen die beiden einfach eine kurze Reise dorthin. Unterwegs kommen sie an vielen seltsamen Stätten, wie z.B. dem Schlaraffenland, vorbei und gelangen endlich über den Äquator in die Südsee. Das ergibt natürlich viel reichhaltiges Material für den Aufsatz. Erich Kästner hiermit erstmals als Comic - wunderbar gelungen in ansprechenden, Walter Trier gewidmeten Bildern und mit viel Gespür für Kästnerschen Humor! Sehr empfehlenswert! Ab 10 Jahren, ausgezeichnet, Urs Geissbühler.
Deutsche Illustratorin, Jahrgang 67, hat an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg studiert und kam während eines Gastsemesters an der New Yorker Parsons School of Design auf den Gedanken, sich fortan hauptamtlich mit Comics und Cartoons zu beschäftigen.
Seither hat sie zahlreiche Comicalben, Hefte und Graphic Novels veröffentlicht und verdient ihr Geld - außer mit dem Verfassen und Zeichnen von Comics - mit Illustrationen aller Art.
Unique story about an imagination-challenged student having to write an essay about the South Pacific and thus traveling with his quirky uncle and a talking horse through a closet to visit the 'mystical' place in person.
It's fun, a little crazy, surreal but ultimately doesn't make sense. Plus, the ending is a deus-ex-machina which is just a lazy way of storytelling.
It was still fun to read, but not as good as the other Kästner comics illustrated by Isabel Kreitz.
Wundervoll, verrückt, phantastisch. Ein Buch, das ich gern schon als Kind gekannt hätte, aber nun als Erwachsene vielleicht erst recht wertzuschätzen weiß.
Ein absurdes und witziges Abenteuer: turbulent und phantasievoll mit traumhaften Illustrationen.
Inhalt:
Konrad muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben.
Wie soll er das nur anstellen? Wenn man noch nie dort war und keine Ahnung hat, wie es in der Südsee aussieht!
Zum Glück weiß sein verrückter Onkel, der Apotheker Ringelhuth, für jedes Problem eine passende Lösung.
Kurzerhand nimmt der Onkel seinen Neffen mit auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee ... hoch zu Ross auf einem rollschuhfahrenden, sprechenden Zirkuspferd.
Alles Humbug?
Nicht am 35. Mai! Denn an diesem Tag sind allerhand kuriose Dinge möglich.
Altersempfehlung:
ab 10 Jahre
Illustrationen:
Insgesamt hat Isabel Kreitz vier Erich Kästner Geschichten als Comic umgesetzt.
Ausgezeichnet wurde sie - wohlverdient - mit dem Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin sowie für "Der 35. Mai".
Ursprünglich wurden die Geschichten von Erich Kästner illustriert von Walter Trier.
Isabel Kreitz bleibt nahe an den lieb gewonnenen, schwarz-weißen Originalzeichnungen,nimmt einige Szenen nahezu identisch auf und verleiht den Bildern behutsam einen individuellen Strich.
Eine kleine (zusätzliche) Hommage ist in den regenbogenbunten Bildern zu finden.
Beim Betrachten der wunderschönen und intensiven Buntstiftzeichnungen fühlt man sich, als wäre man selbst mittendrin im Abenteuer.
Timing und Panel-Gestaltung sind ausgefuchst und lassen die Phantasiewelten lebendig werden.
Die abschließenden Zeichnungen runden die Erzählung perfekt ab: Ringelhuth schaut beim schlafenden Konrad vorbei und hält den Aufsatz über die Südsee in Händen. Beim Lesen kann man ihm dann über die Schulter schauen und das Abenteuer ein zweites Mal aus der persönlichen Sicht des Jungen erleben.
Mein Eindruck:
Die Charaktere sind so vielfältig und phantasievoll angelegt wie die Handlung.
Heimlicher Liebling ist Negro Kaballo - ehemaliges Zirkuspferd mit einer Rollschuhnummer im Zirkus Sarasani - das unglaublich höflich und zuvorkommend ist. Selbstverständlich spiegeln Konrad und sein Onkel dieses Verhalten wider.
Mit reichlich Tempo wird die Reise des Trios erzählt.
Logik und Rationalität sollte man direkt am Eingang abgegeben, d. h. bevor man durch die Türen des geschnitzten Schrankes aus dem 15. Jahrhundert geht und plötzlich in einer Blumenwiese geradezu versinkt als wäre man eine Ameise.
Es folgt eine Absurdität nach der anderen: "Schlaraffenland: Eintritt frei, Kinder die Hälfte" (vgl. S. 22)
Völlig verrückt und dabei unfassbar phantasievoll!
Bereits die Reise zur Südsee ist herrlich unterhaltsam gestaltet. Die amüsanten Dialoge und kleinen, liebenswerten Sticheleien lockern das Abenteuer zusätzlich auf.
Zwischen den Zeilen ist Platz für zeitlose Gesellschaftskritik, beispielsweise in der Art, dass Kinder das Verhalten Erwachsener ihnen gegenüber kritisieren, aber auch, dass man sich - egal was andere denken - seine Phantasie und Flausen im Kopf auch bis in's hohe Alter bewahren sollte.
Immer wenn man denkt, noch skurriler kann es nicht mehr werden, wird man eines Besseren belehrt: plötzlich sitzt man neben Julius Cäsar und Napoleon und schaut sich im Colosseum ein Tennisspiel an.
So unkonventionell wie Onkel und Neffe zur Südsee gelangt sind, so ungewöhnlich - geradezu magisch - ist auch die Rückreise.
"Die Wunder werden nur vollbracht von dem, der sich nicht wundert." (Häuptlicng Rabenaas, vgl. S. 93)
Ein unterhaltsames Lesevergnügen für Jung und Junggebliebene.
Fazit:
Amüsant und vollkommen absurd!
Ein phantasievolles und schräges Abenteuer, eindrucksvoll umgesetzt als Comic.
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Rezensiertes Buch: "Der 35. Mai - als Comic" aus dem Jahr 2018