Als in der Spätaufklärung ›Anthropologie‹ und Ästhetik eine enge Allianz eingehen, stürzt dies die literarische Utopie in eine tiefe Texte über Gesellschaften vernunftautonomer Individuen widersprechen einem Menschenbild, das die Macht körperlicher Konditionen betont. Gerade wegen ihres zweifelhaften Rufs bieten Utopien aber auch Gelegenheit, die ›Anthropologie‹ als brisantes Wissen zu reflektieren. Untersucht wird daher, wie Aufklärer und Romantiker mit diesem Textmuster auf die ›Rehabilitation der Sinnlichkeit‹ und die dadurch verursachten ethischen und politischen Probleme reagieren.