Der Alltag und die Umgebung unserer Kinder haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm gewandelt. Das spontane, freie und ausgelassene Spiel auf den Straßen, auf dem Feld, im Wald, mit anderen Kindern, ist nur noch selten bis gar nicht mehr möglich - die Bullerbü-Zeiten sind vorbei. Denn Freunde wohnen oftmals kilometerweit voneinander entfernt und sind nur mit Verkehrsmitteln erreichbar. Oder die bauliche und infrastrukturelle Gestaltung der Städte verbietet Kindern allein draußen zu spielen, weil Straßen mit viel Verkehr oder beengte Räume zu gefährlich sind. Zudem gibt es zahlreiche Plätze, an denen das Spielen der Kinder untersagt ist. Die Kinder können sich meist nur zu Hause allein und isoliert beschäftigen, während die Eltern ihren Aufgaben nachgehen. Häufig fehlen Geschwister, so dass es beim Alleinspiel bleibt. Die Eltern versuchen durch allerlei Spielsachen, die Kinder zu entschädigen. Die Kreativität und natürliche Spiellust der Kinder geht dabei allerdings verloren, so dass oft nur noch Computer oder Fernseher helfen können, die Kinder zu beschäftigen und Langeweile zu vertreiben. Die wenige gemeinsame Zeit, die den Eltern mit ihren Kindern bleibt, wird oft für gezielte Angebote und Kurse genutzt. Durch die wachsende Leistungserwartung in der Gesellschaft sind auch Eltern in verstärktem Maße angehalten, ihre Kinder frühzeitig zu fördern. Daneben gibt es einen ganz erheblichen und steigenden Anteil an Familien, bei denen dies nicht möglich ist, denn sie sind von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. Die daraus folgende Frustration und Depression überschatten den familiären Alltag und lassen sorglose Kindermomente selten zu. All diese Phänomene zeigen einen Aspekt Kinder erhalten heute immer seltener die Möglichkeit frei zu spielen. Ihnen wurden natürliche Räume, Zeiten und Möglichkeiten genommen. Es ist unsere Aufgabe ihnen genau diese Räume und Gegebenheiten wieder zur Verfügung zu stellen. Öffentliche Betreuungseinrichtungen können solch ein Ort d