Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs galt die Werkbundsiedlung "Baba" (errichtet 1932) in Prag als Geheimtip. Diese letzte Ausstellungssiedlung ist das Symbol einer ganzen Sie gibt ein anschauliches Bild von der architektonischen Moderne in der Tschechischen Republik, der nun seit 1989 auch international Beachtung geschenkt wird. Die 32 Bauten dieser hoch über Prag gelegenen Siedlung sind heute noch gut erhalten. Architekten dreier Generationen waren hier tä die ältere noch vom Kubismus herkommend (Janák, Gocár), die mittlere mit ihren puristisch-funktionalistischen Werken (Linhart, Stary) und die Jungen, die sich mit schwungvollen Formen (Ladislav Zák) bereits der "weißen Doktrin" entledigen wollten. Anhand des reichen und unveröffentlichten Quellenmaterials analysiert dieses Buch erstmals den architekturhistorischen Stellenwert der Prager es thematisiert architektonische Fragen ebenso wie gesellschaftspolitische und dokumentiert die einzelnen Projekte.