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Frettsack

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Jens Fischer hat keinen Schlag bei den Frauen. Die Hoffnung, jemals eine Familie gründen zu können, hat er längst verloren. Verbittert wird er Samenspender, um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben. Als er jedoch vom Frettchen seines Mitbewohners Sven in den Sack gebissen und kastriert wird, setzt er alles daran, die Frau zu finden, die durch seine letzte Spende indirekt von ihm geschwängert wurde. Mithilfe von Sven und dem Balkanhünen Hondo bricht er in die Samenbank ein und gelangt so an die Adresse der bezaubernden, aber verheirateten Maren Heinze. Und endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen.

320 pages, Paperback

First published May 1, 2012

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1 star
5 (9%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Lesedelfin.
650 reviews4 followers
March 13, 2023
Die Romanvorlage zu "Vaterfreuden" ist dieses Buch hier. "Frettsack" von Murmel Clausen hat von deutschen Comedians viel gute Kritik bekommen und weil ich Grundidee und Cover lustig fand, wollte ich es natürlich auch lesen.


Doch nach mehr als der Hälfte des Buches habe ich es nicht mehr ausgehalten und abgebrochen.


Jens Fischer ist siebenunddreißig Jahre alt, hält sich mit schlecht bezahlten Messejobs über Wasser und lebt mit einem gleichaltrigen Typen namens Sven zusammen. Beide haben keine Chance bei Frauen, absolut gar keine, weil Jens immer das dümmste von sich gibt, was ihm einfällt und Sven so von sich eingenommen ist, dass er mehr als ein abschreckendes Bild für die Frauenwelt bietet.

Das Bedürfnis eine Familie zu gründen, scheint kein wirkliches Thema zu sein.

Sven geht seit einem Jahr schon zur Samenbank und macht großes Geld und auch Jens hat nichts gegen ein paar Extrascheinchen.

Als Sven dann ein Frettchen anschleppt und posaunt er wolle damit züchten, ist alles für eine irrsinnig dumme, aber witzige Geschichte in die Wege geleitet. Oder doch nicht?


Nicht wirklich, finde ich. Auf den ersten Blick habe ich mich wohl wirklich von der Fassade des Witzes locken lassen und zu Beginn ist es ja auch urkomisch. Jens' Gedankengänge waren jedoch zu extrem weit ausholend und somit blieb das, was unwichtig erschien, direkt auf der Strecke. Er beschreibt irgendwie alles was er sieht und hat zu jeder Situation eine passende Anekdote. Wie gesagt, zu Beginn noch ganz witzig, aber wenn das immer und immer so weiter geht, verliert die Handlung an Schwung und es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Obwohl der Autor so flüssig und ineinander übergehend schreibt, dass kaum auffällt, wie die Seiten dahinrinnen.


Jens ist ein Losertyp und sein Kumpel Sven setzt nochmal alles an Dummheit drauf, was geht. Mir wirkte das nach einer Weile einfach zu sehr aufgesetzt.

Das schlimmste kommt dann aber erst noch: In Form von Hondo, einem gewaltbereiten Jugoslawen mit Assi-Slang, dessen Dummheit noch aufgesetzter wirkt und der mir viel zu schnell von Spaß zu Ernst umschalten konnte.

Er ist ein Kumpel von Sven und wird von ihm für den Einbruch in die Samenbank engagiert. Die Situationen werden einfach nur skuril und mein Kopf war auf Dauerschütteln eingestellt. Mir ist bewusst, dass der Autor auf diese Art von Humor und Unterhaltung abgezielt hat, aber mir konnte das absolut nicht zusagen.

Der Dialogton ging ab da nur noch bergab.


Die Stelle, an der ich abgebrochen habe, klang schon ein wenig vielversprechend. Als wenn die Dummheit bereit ist sich zu ergeben und etwas anderem Platz zu machen.

Aber das würde mich auch nicht trösten, denn ich finde mit dem Loser-sein und Dummheitsgetue hat der Autor hier einfach zu sehr übertrieben. Dinge, über die ich normalerweise lachen könnte, wurden mir somit versaut und meine Geduld das Buch weiterzulesen, war bei null


Die Geschichte versprüht einen gewissen Charme und so manche Zeile war auch lustig, aber für meinen Geschmack gab es einiges, was irgendwie aufgesetzt wirkte. Die Charaktere übertreffen sich mit ihren dummen Entscheidungen, aber wirkliche Entwicklungen konnte ich nicht rauslesen und ich habe nicht das Gefühl, dass sich das noch ändern könnte. Konsequenz: Abbruch.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for LeseMaus.
63 reviews
July 15, 2012
Der erste Satz: „Ich stehe im Biergarten an der Kasse und könnte mal wieder kotzen.“

Das Äußere: Auf dem Cover ist ein kleines Frettchen zu sehen, das direkt „in die Kamera“ schaut. Es sieht so aus, als hält es den Titel des Romans als Schild in den Händen. Das Cover ist toll und hochwertig gemacht mit verschiedenen Farbaufdrucken. Dafür gibt es bestimmt einen Fachausdruck, den ich aber leider nicht kenne :-). Innen beginnt jedes Kapitel nicht mit einer Nummer, sondern mit dem Namen eines Tieres – außerdem gibt es jeweils einen kurzer Satz über die Eigenschaften oder die Besonderheiten der genannten Gattung – manchmal findet man dazu eine passende Analogie im Text. Meistens ist das natürlich eher im übertragenden Sinn zu verstehen – mir hat das gut gefallen.

Das Innere: Jens Fischer hat ein Problem. Leider kommt er bei den Frauen nicht so recht an, und beruflich hat er es leider auch nicht so weit gebracht. Also beschließt er auf Anraten seines WG-Genossen Sven, zumindest als Samenspender erfolgreich zu werden. Die Freude über die zusätzliche Einnahme und die Aussicht, zumindest auf diesem Weg für Nachkommen zu sorgen, ist aber nur von kurzer Dauer: als Sven zwei Frettchen mit in die gemeinsame Wohnung bringt, wird Jens unverhofft von einem der Tiere in den Sack gebissen und verliert die Fähigkeit, fortpflanzungsfähige Spermien zu produzieren. Nun gilt es, herauszufinden, wer denn wohl die letzte intakte Samenspende erhalten hat – denn das ist Jens‘ letzte Chance, eine eigene Familie zu gründen. Wenn da nur nicht die strenge Geheimhaltung auf Seiten der Praxis wäre, die es nun zu umgehen gilt…

Das Wesentliche: Was für ein Drama! Ich konnte es kaum glauben, dass tatsächlich ein Frettchenbiss in den männlichen Hoden ein Thema für ein Buch sein kann. Da wollte ich mich doch mal lieber selbst von überzeugen, ob der Autor hierzu eine spannende Story erzählen kann. Und das Ergebnis ist tatsächlich einwandfrei: Das Buch strotzt nur so vor verrückten Ideen.

Wobei – letztlich ist Jens Fischer als Protagonist fast ein Mann wie aus dem richtigen Leben. Schon stramm auf vierzig zugehend, ist er sich seines Lebens und seiner Männlichkeit gar nicht mehr so sicher, zumal die Erfolge bei den Frauen fehlen. Kein Wunder, dass er sich endlich wieder bestätigt fühlt, als er zum Samenspender wird. Und erst recht kein Wunder, dass der Frust groß ist, als klar wird, dass er nach dem Biss das Thema „Eigene Familie“ vollständig ad acta legen kann. Da kann man schon mal zu Kurzschlusshandlungen neigen – zumal Jens‘ skurriler Zimmergenosse Sven ohnehin nur Unsinn im Kopf hat.

Sven ist tatsächlich mehr als durch den Wind, denn als zweites Standbein neben einem festen Beruf möchte er sich eine eigene Frettchenzucht aufbauen, womit das ganze Unglück seinen Anfang nimmt. Was man sich denken kann, passiert: der Einbruch in die Arztpraxis, um herauszufinden, an wessen Adresse denn wohl die letzte Samenspende gegangen ist. Und spätestens ab diesem Zeitpunkt geht alles drunter und drüber. Es entwickelt sich so eine schräge Geschichte, jedes Kapitel birgt neue Überraschungen, und oft musste ich richtig laut lachen.

Natürlich kommen in der Geschichte auch Frauen vor: da ist zum Beispiel Maren, die tatsächlich Jens letzte Samenspende erhalten hat. Damit wird sie natürlich zum Ziel seiner Begierde, ungeachtet der Tatsache, dass sie in festen Händen ist.

Murmel Clausens Schreibstil ist grandios. Er bewegt sich ständig dermaßen auf der Schwelle zwischen Tiefsinn und Oberflächlichkeit, dass die Lektüre eine einzige Freude ist. Ich bin sicher, dass Clausens „Schreibe“ Männern wie Frauen gleichermaßen gefällt. Auf der Website des Verlags könnt ihr euch mittels einer Leseprobe davon überzeugen.

Das Fazit: Herrlich zu lesen, mit einem Wortwitz, der seinesgleichen sucht. Ich hatte richtig Freude an Murmel Clausens Debutroman „Frettsack“ und kann es als leichte Sommerlektüre nur empfehlen. Viele Wendungen in der Geschichte sind total überraschend, so dass man als Leser immer gespannt ist, in welche Situation der Autor seine Protagonisten wohl als nächstes stolpern lässt. Toll gemacht!

Die Bewertung: Vier von fünf Sternen
Profile Image for Kristina.
14 reviews
August 13, 2012
Ich habe mir das buch gekauft, weil ich mal wieder etwas "leichtes" und witziges alla "Vollidiot" von Tommy Jaud lesen wollte.
Und genau das ist es auch...

Es geht um den Jungesellen Jens, der eines Tages beschließt Samenspender zu werden...
bis sein WG Mitbewohner zwei Frettchen anschleppt, von denen eins Jens so in die Genitalien beißt, dass er eine weitere Kariere als Spender vergessen kann...
Er beschließt daraufhin die zukünftige Mutter seines Kindes zu suchen in dem er in die Samenbank einbricht...
und so nimmt alles seinen lauf=)

Im Gesamten fand ich das Buch OK, manche Stellen waren wirklich witzig, aber manchmal war ich auch gelangweilt.
Aber wer auf Bücher wie "Vollidiot" steht kann auch unbesorgt mal ein Blick in dieses Buch werfen.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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