Leather Binding on Spine and Corners with Golden Leaf Printing on round Spine (extra customization on request like complete leather, Golden Screen printing in Front, Color Leather, Colored book etc.) Reprinted in 2018 with the help of original edition published long back [1899]. This book is printed in black & white, sewing binding for longer life, Printed on high quality Paper, re-sized as per Current standards, professionally processed without changing its contents. As these are old books, we processed each page manually and make them readable but in some cases some pages which are blur or missing or black spots. If it is multi volume set, then it is only single volume, if you wish to order a specific or all the volumes you may contact us. We expect that you will understand our compulsion in these books. We found this book important for the readers who want to know more about our old treasure so we brought it back to the shelves. Hope you will like it and give your comments and suggestions. - English, Pages 202. EXTRA 10 DAYS APART FROM THE NORMAL SHIPPING PERIOD WILL BE REQUIRED FOR LEATHER BOUND BOOKS. COMPLETE LEATHER WILL COST YOU EXTRA US$ 25 APART FROM THE LEATHER BOUND BOOKS. {FOLIO EDITION IS ALSO AVAILABLE.} Complete Sir Walter Scott / by Richard H. Hutton. 1899 Hutton Richard Holt -.
Maskierte kritische Biographie aus liberaler Perspektive
Hutton Richard Holts offizieller Anspruch war, das Leben von Sir Walter Scott populärer zu machen, die Anregung dazu kam von der Liberalen-Ikone Gladstone, denn die zehnbändige Bio des Schwiegersohns J.G. Lockhart (heute 1400 Seiten als Ebook) wäre doch eine hohe Einstiegshürde für das übliche Lesepublikum des 19. Jahrhunderts. Nominell fühlt sich HRH vollkommen Lockhart verpflichtet, nimmt, abgesehen von der Aufklärung des wirtschaftlichen Zusammenhänge, die zum kaum vorstellbaren Zusammenbruch einer Bestsellermaschine geführt haben, keinerlei Verdienste für eigene Arbeit für sich in Anspruch.
Bezeichnende Auswahl mit Mut zur Lücke
Eine Bescheidenheit, die das letzte Drittel Lügen strafen wird. In Sachen Kindheit, Jugend, Karriere vor den literarischen Durchbrüchen hat mir HRH/Lockharts Arbeit die Person Scotts viel näher gebracht als Literaturpapst Saintsbury, dem spätere Stagnation in der künstlerischen Entwicklung übler aufstößt als HRH, wie sich anhand der Bewertung von »The Fortunes of Nigel/Nigels Schicksale« zeigt. Der Historiker tut die brillante Schilderung des Hoflebens um Jakob I als nichts Neues ab, bewertet den Durchbruch Waverley, wie auch Carlyle, deutlich höher als später entstandene Bücher, die nichts wirklich Neues bringen. »Nigel« stand schon vorher auf meiner Liste, aber, schon bei chronologischen Nachfolger Peveril war mir aufgefallen, dass Drauflosschreiber Scott sein Handwerk später besser beherrschte, allen charakteristischen Defiziten oder enormen Fortschritten der Nachfolger (Balzac/Dumas/Stevenson/Thackeray) zum Trotz. Zu den Aktivpunkten der literarischen Analysen HRHs gehört die präzise Untersuchung welche Art von Gestalten Scott gelingen und welche Vorurteile ihn von rundum gelungenen Portraits der Geliebten des Helden abhalten, deren Fadheit allgemein beklagt wird. Wie schon in der Peveril-Rezi beklagt, nervt mich der Umstand noch mehr, dass die Sandkastenliebe immer Vorfahrt bekommt, obwohl in der von Goethes Mignon inspirierten Fenena eine Rivalin mit mehr Gefühl und Lebenstüchtigkeit auftaucht, die für Jung-Peveril mehrfach Kopf und Kragen riskiert, während die Spielkameradin von früher sich zur in ihren Vorurteilen gefangenen puritanischen Prachtkuh entwickelt hat, bei deren Anblick sich auch der Herzog von Buckingham und König Charles II., einen Konkurrenzkampf vom Zaun brechen, bei dem beide nur verlieren können. Der Dichterfürst war über die Kaperung einer Figur aus seinem poetischen Universum nicht begeistert. Doch HRH nutzt diese Anekdote, zur Kennzeichnung beider Autoren: Mignon ist ein stimmiges poetisches Porträt, die an sie angelehnte Agentin trägt zu unterschiedliche Züge. Allerdings sind Goethes Männer, mit Ausnahme von Ritter Götz ziemlich zahm bis weichlich, während Scott echt maskuline Kerle gelingen, die glaubwürdig rüber kommen. Wer ein Abgalloppieren sämtlicher Werke in einer kurzen Lebensbeschreibung sucht, wird enttäuscht sein, HRH versteigt sich auch zu keiner Top Ten, während er dem Phänomen nachgeht, dass es keine klare Formkurve vor dem Schlaganfall gibt Absolute Höhepunkte und üble Ausrutscher nach unten oft unmittelbar nacheinander entstanden sind Old Mortality/The Dwarf (oder, wie schon von mir bemerkt Peveril/ Quentin Durward). Aus dem Gesamttext lässt sich durchaus heraus lesen, dass »Old Mortality« als historischer Konflikt-Roman und »Fortunes of Nigel« als Charakterkomödie mit brillanter Milieuschilderung eine herausragende Stellung einnehmen.
Schattenseiten eines Genies
Der Bankrott des Verlagsimperiums Ballantyne und die radikale Landgier um das Prachtanwesen Abbotsford sind die beiden prominenten Fehler in der Bio des Autors, der immerhin ehrlich genug war, den Rest seines Lebens sich für die Schuldentilgung die Finger wund zu schreiben. Auch mit einer Napoleonsbio, die seinen Talenten nicht angemessen war, denn Scott war kein besonders guter Portraitist, die runden Figuren in seinen Romanen, entsprangen seiner Einbildungskraft. Auch Saintsbury beklagt, dass Scott für diese Kärrnerarbeit, die so allerlei Dutzendgrößen der Epoche genauso gut hinbekommen hätten, seine einzigartigen Stärken vernachlässigen musste. Das Fiasko mit Ballantyne und Co lag, nach HRHs Ansicht in mehreren Charakterfehlern Scotts begründet. Die anfängliche Teilhaberschaft in einer profitablen Druckerei war als finanzielle Absicherung eines unbezahlten Beamten gedacht, der erst mit dem Ableben des Vorgängers auf Bezüge rechnen konnte. Dass die Brüder Ballantyne zwar solide Handwerker, sonst aber nicht allzu fit waren, passte dem Alphatier Scott gut in den Kram. Mit den literarischen Erfolgen als Poet setzte schnell eine Art Anspruchsdenken und Vorschusswesen ein, von dem sich auch die minder begabten Partner anstecken ließen, wenn es um ihre Hobbies ging. Ohne den Riesenerfolg Waverley wäre das von vorn herein zum Scheitern verurteilte Konstrukt viel früher zusammen gebrochen, so HRH. Die anschließende Erfolgsserie, in deren Verlauf Scott sich einmal einen Vorschuss auf vier Romane gönnte, von denen noch keine Zeile geschrieben war, ließ Ansprüche und Landgier um Abbotsford wachsen. Die Erhebung durch George IV zum Sir als gewissermaßen erste Amtshandlung trug auch zu Hybris und, in jeder Hinsicht, erschöpfenden Anstrengungen bei, so HRH. Bei der harrschen Kritik an Scotts Verherrlichung eines ziemlich umstrittenen Monarchen mit ruinösem Ausgabeverhalten meldet sich dann doch der Liberale im Biographen zu Wort, zumal der junge Scott ohne die später bis aufs Blut bekämpfte, wenn nicht gar vergiftete Gattin des damaligen Prinzregenten nie so schnell und so nah mit dem Hof und dem späteren König bekannt geworden wäre. Weniger Fassungslosigkeit und mehr Analyse charakteristischer Fehler ist eine zusätzliche Stärke dieser kurzen Biographie, die mit der üblichen Leidensgeschichte nach dem Schlaganfall zu Ende geht. Die Schilderung des fatalen Termins und der Niedergang als Mann und Autor sind sehr plastisch geschildert, dank der Mithilfe der Vorlage von Lockhart. Im Moment gibt es noch zu viele ungelesene Romane von Walter Scott, um mir das Magnum Opus des Schwiegersohns anzutun, in Sachen Analyse des Werks haben sich Stichproben bei John Buchan auch als sehr fruchtbar erwiesen, wenn Bio, dann eher das Werk eines kreativen Nachfahren Scotts, dessen überaus gelungene Montrose-Bio mir schon den nächsten Scott auf die Liste befördert hat: »The Legend of Montrose.«