Wirklich gelungener Reise-Essay, ein Stadtportrait als Verliererballade mit ausstehendem Comebackversuch, thematisiert hierbei u.a. Gentrifizierung, Imagedenken, Subkultur und Kreativwirtschaft. Intelligenter, reflektierter Ich-Journalismus, sehr lesenswert (und kostet keine 6 Euro - "Suhrkamp digital" ist überhaupt eine interessante neue Reihe)
Bevor ich mich aufgemacht habe nach Detroit, hab' ich die "Rasenden Ruinen" gelesen. Es war genau das richtige Buch. Die Autorin bietet ein erfrischend positives Bild der Stadt, die sonst vor allem durch negative Schlagzeilen von sich reden macht. Sie verschweigt nicht die zahlreichen Probleme, denen man in Detroit begegnet (wie Armut, Kriminalität, einer maroden bis kaum noch existenten Infrastruktur). Aber sie öffnet doch auch die Augen für die kleinen Fortschritte, die sich zeigen und die noch immer starke (oder: wieder erstarkende) Kulturszene der Stadt.