Eines Morgens wacht die dreiundsiebzigjährige Jacqueline auf und weiß: So kann es nicht weitergehen! Sie packt ihre Koffer und steht Stunden später vor dem Häuschen mit den blauen Fensterläden, in dem ihre Kusine Nane auf einer kleinen bretonischen Insel lebt. In Nanes gemütlicher Küche gesteht Jacqueline ihrer Kusine, warum sie ihren Ehemann Marcel ohne ein Wort verlassen hat, und vertraut Nane schließlich den Traum an, der ihre Sehnsucht seit Jugendtagen immer wieder beflügelt hat und den sie nun endlich leben will ...
Caroline Vermalle was born in France in 1973 to a family whose French roots go back at least as far as the 16th century. Yet, she is a vegetarian who can’t cook, doesn’t drink, finds berets itchy and unpractical and would rather eat yesterday’s snails than jump a queue.
After graduating from film school in Paris, she became a television documentary producer for the BBC in London and travelled the world, at speed and off the beaten tracks, in search of good stories. In 2008, then on maternity leave, she penned her first novel « George’s Grand Tour », whose international success allowed her to quit her job and indulge in her three passions : books, interior design and travel - slowly this time.
After writing 7 novels in different genres and different languages, going on a world tour with her family and building a wooden house in a forest, Caroline now lives between a small seaside town in Vendée (France) and a small seaside town in the Eastern Cape (South Africa) with her son, a black cat and her husband, South African architect-turned-author Ryan von Ruben.
Ich habe dieses Buch inzwischen schon vor einigen Wochen beendet und komme erst heute dazu, eine Rezension dazu zu verfassen. Meine Eindrücke sind trotzdem noch frisch, auch wenn ich lange gebraucht habe, um dieses Werk zu beenden - was aber nichts mit dem Buch selbst zu tun hatte, sondern einfach mit mir und meinen sehr schwankenden Lesegewohnheiten.
Ich habe mir dieses Buch schon vor Monaten ausgesucht, weil ich Lust auf etwas anderes hatte - etwas Entspannendes und Ruhiges; etwas abseits all der Jugendbücher und abseits von Fantasy und SciFi. Belletristik ist zwar nicht das Genre, in dem ich oft lese, aber ich muss entdecken, dass es mir immer besser gefällt - wie es auch hier der Fall war. Dieses Buch war wie erwartet sehr still; ein wundervoller Schreibstil kleidet eine sanfte und einfach schöne Geschichte über eine Frau, die alles hinter sich lässt - ihren Mann, ihr Haus, ihr Leben - um von vorn anzufangen. Denn dafür ist es nie zu spät. Hierbei lesen wir die Geschichte doch nicht aus der direkten Sicht von Jacqueline, sondern - so seltsam es auch klingen mag - aus der Sicht eines Schmetterlings. Der spricht mit anderen Schmetterlingen, die von fern her kommen und Dinge aus Afrika und aus dem Ort berichten, aus dem Jacqueline kommt. Und er spricht mit den Winden, die ihm Geschichten von fernen Orten erzählen und langsam - nach und nach - das Geheimnis aufdecken, das hinter dem Leben liegt, das die alte Frau nie hatte führen können.
So begleiten wir Jacqueline auf ihrer Reise, in der es nicht nur einmal ein Zweifeln an allem gibt. Was tut man, wenn ein Leben hinter einem liegt, das man nie hatte leben wollen? Wenn die ganze Zeit ein anderes, viel besseres Leben vor den eigenen Augen lag und doch vorbei zog und man selbst nie glücklich sein konnte? Und vor allem: Was kann man in diesem Alter noch tun, um es zu ändern? Was auf den ersten Blick eventuell etwas eintönig und vorhersehbar wirkt, hat für mich beim Lesen doch öfter als erwartet für Überraschungen gesorgt und nicht nur einmal hing ich gebannt an den Zeilen, in der Hoffnung, endlich hinter Jacquelines Geheimnis zu kommen - und selbst darüber nachdenkend, welche Wege noch möglich wären, um am Ende doch noch glücklich zu werden.
Aber wir begleiten beim Lesen nicht nur die Frau, sondern auch den Mann, den sie verlassen hat, und der sich in einer halsbrecherischen Reise aufmacht, um seine Geliebte zurückzugewinnen; und dabei selbst über die ein oder andere Erkenntnis über sich selbst oder das Leben stolpert.
Wunderbar und leicht geschrieben, hier und da witzig, an anderen Stellen wieder sehr sehr traurig und bedrückend. Besonders das Ende kam unglaublich überraschend und vollkommen anders, als ich erwartet hatte, es vorhersehen zu können. Das hinterließ einen recht melancholischen Nachgeschmack, den ich noch immer spüre, wenn ich an das Buch denke, und der es in meinem Kopf zu etwas Besonderem macht. Es gibt definitiv nichts, das ich daran aussetzen könnte.
Ich weiß, dass dies nicht die Art von Buch ist, die ich normalerweise lese und ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich es bewerten soll. Da ich am Ende aber wirklich nichts zum Kritisieren finde und auch nach einiger Zeit noch finde, dass es ein kleiner Schatz in meinem Regal ist, bekommt das Buch am Ende doch 5 von 5 Sternen von mir.
Me ha encantado. Un libro que enseña que hay que luchar por ser feliz y que nunca es tarde para hacerlo. La protagonista me resultaba cada vez más insufrible, no me gustó su actitud de mártir. Por lo demás hasta me gustó el narrador tan particular del libro.
He visto buenas valoraciones por ahí, pero a mí se me ha hecho pesado. Menos mal que no era demasiado largo. A priori el título promete y te crea ciertas expectativas. Mmm, pss, bueno. Es original en cuanto al narrador, pues es una mariposa, pero hasta eso me ha aburrido con tantos nombres de viento y chorradas varias que perfectamente hubiera y debería haber leído en diagonal. Y ahora ya, el meollo de la trama: una señora de unos 76 años se da cuenta de que su vida ha pasado sin pena ni gloria...pues hale, me voy a ver a la prima que hace 53 años que no veo; a la vez su señor esposo decide que va a plantarse allí a nado, hidrospeed y más, unos mil kms; la señora que si se queda en la isla, patatín, patatán...se pira; llega maridín de aquella manera y ella ya no está, pero da igual, total me he encontrado a mí mismo. Entiendo que es eso de nunca es tarde... pero uff, a mí no me ha convencido la historia y me ha parecido lento.
J’ai découvert l’auteure avec un précédent roman, L’avant-dernière chance, un roman que j’avais vraiment beaucoup apprécié. J’avais donc hâte de pouvoir sortir ce petit roman poche de ma pal, et j’ai choisi l’été comme période idéale !
Jacqueline, une encore alerte septuagénaire vit depuis plus de cinquante ans un mariage certes paisible mais malheureusement très monotone, sans complicité, ou amour. Depuis quelques temps, elle est nostalgique de sa jeunesse, et ressasse ses souvenirs de jeunesse.
Un soir, elle prend sa décision sur un coup de tête, elle quitte le domicile conjugale pour un long voyage. Elle va retrouver sa cousine Nane, avec qui elle était très proche dans son enfance, mais qu’elle n’a pas vu depuis plus de cinquante ans. Pourquoi ont-elle coupé les ponts ? Que s’est il passé à l’époque ? On devine derrière les regrets de Jacqueline, une blessure profonde. Le temps du pardon est-il enfin venu ?
J’ai beaucoup aimé cette histoire, et surtout j’ai adoré l’écriture de Caroline Vermalle que j’ai trouvée magnifique, très délicate, comme les ailes d’un papillon. L’autre grande force de ce roman, c’est l’originalité de la narration, mais il vaut mieux que je me taise pour vous réserver la surprise. Seul petit bémol, j’ai trouvé qu’il y avait quelques similitudes avec L’avant-dernière chance, et j’ai eu une impression de déjà lu.
Comme son précédent roman, L’île des beaux lendemains est un roman optimiste, et sensible qui nous rappelle qu’il n’est jamais trop tard pour profiter de la vie, et surtout qu’il ne sert à rien de rester sur ses regrets, il est toujours temps de se faire pardonner.
Ce roman paru chez Belfond en 2013, est depuis disponible aux éditions Pocket depuis 2014.
Jacqueline ist 73 Jahre alt und schon viele Jahre mit Marcel verheiratet. Auf einmal wird ihr klar, dass dies nicht alles gewesen sein kann und verlässt völlig ungeplant ihren Ehemann. Zunächst lässt sie sich durch das Land treiben, landet dann bei ihrer Cousine Nana auf der Insel Ile d'Yeu. Hier denkt sie viel nach und lernt einiges über sich und das Leben. Aber auch Marcel sitzt nicht untätig herum… Eine schöne Geschichte, ruhig und besinnlich erzählt, mit einer Leichtigkeit, die mir trotz des ernsten Themas immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Jacqueline ist mir durchaus sympathisch, wenn auch ein Frau, die ich manchmal schütteln möchte, dass sie aus ihrer Lethargie erwacht. Nana ist das genaue Gegenteil – trägt das Herz auf den Lippen und lebt das Leben, wie es ihr gefällt. Am anderen Ende des Landes macht sich der verlassene Ehemann Marcel auf, seine Frau zurückzugewinnen: dies jedoch auf eine sehr eigene und mutige Art und Weise. Ein ungewöhnlicher Roman, der mich berührt hat, vielleicht auch durch die ausgefallene Erzählweise: es ist ein kleiner Schmetterling, der Jacqueline begleitet und sich von seinen Freunden, den Winden, weitertragen lässt, um nichts zu verpassen. Ein wunderschönes, außergewöhnliches Buch!
Was geschieht, wenn man mit 73 Jahren merkt, dass man sein Leben nicht so gelebt hat, wie man es eigentlich wollte? Nach über 50 Jahren eintöniger Ehe mit Marcel bricht Jacqueline aus und reist zu ihrer 80-jährigen Cousine Nane, mit der sie seit ihrer Hochzeit keinen Kontakt mehr hatte. Nane lebt in einem einsamen Haus auf einer bretonischen Insel. Dort wird Jacqueline im Gartenhaus einquartiert und es beginnt eine besondere Art von Vergangenheitsbewältigung. Die Geschichte wird einfühlsam und mit einer gewissen Wehmut erzählt, die jeden Leser berührt. Dazu kommen verspielte Perspektivwechsel und charmante Wendungen gegen Ende der Geschichte. Obwohl es auf den ersten Blick ein reiner Frauenroman zu sein scheint, trifft das Fazit wohl auf jeden Menschen zu: Es ist nie zu spät, die Ärmel hochzukrempeln und ein neues Leben zu beginnen, indem man zu sich selbst steht. Ein Buch, wie geschaffen für den Sommer, auch wenn es im Herbst des Lebens spielt.
Ich bekam es von meiner Schwester, die es sich für die Ferien gekauft hat. Da wir die Bretagne lieben, war das für mich schon mal ein Grund, es zu lesen. Aber es hat mich mit einem seltsam leeren Gefühl zurück gelassen. Ja, es ist ein sehr ruhiges Buch, aber mir dann doch schon zu ruhig. Es passiert nichts nennenswertes, es plätschert so vor sich hin. Jacqueline war mir von Anfang an nicht sympathisch, Nane sehr viel mehr.. Marcel fand ich sehr merkwürdig. Aus der Sicht eines Schmetterlings zu schreiben ist auch mal was neues :-) Ich kann aber nicht sagen, ob es mir gefallen hat. Eher nicht, weil ich kein weiteres Buch dieser Autorin lesen möchte...