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Dann fressen sie die Raben

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Nach dem vermeintlichen Selbstmord ihrer Schwester fühlt sich Ruby permanent beobachtet und verfolgt. Jemand steckt ihr das Foto eines toten schwarzen Jungen zu. Warum und was hat das mit den rätselhaften Andeutungen ihrer Schwester zu tun, die um ihr Leben kämpft? Die Polizei hält alles nur für einen schlechten fremdenfeindlichen Scherz. Doch dann steht Ruby plötzlich ihrem Verfolger gegenüber.

370 pages, Paperback

First published March 1, 2012

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About the author

Beatrix Gurian

14 books6 followers

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Community Reviews

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11 (9%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Literaturschock.
27 reviews16 followers
June 20, 2012
Seitdem die selbstsichere und bildhübsche Lina ihr den Freund ausgespannt hat, redet Ruby nicht mehr mit ihrer Schwester. Erleichtert wird dies durch die Tatsache, dass die beiden Mädchen seit der Scheidung der Eltern getrennt leben: Ruby bei ihrem Vater im Allgäu, Lina bei der Mutter in München. Als Lina einen Selbstmordversuch unternimmt und kurz danach ins Koma fällt, kann Ruby nicht glauben, dass ihre Schwester nicht mehr leben wollte und forscht nach. Dabei begibt sie sich selbst in Gefahr und gerät dabei immer tiefer in einen Strudel aus gefährlichen Wahrheiten.

"Dann fressen sie die Raben" ist ein wahrer Pageturner, oder - wie eine Frau Geissen auf neudeutsch sagen würde: Ein echter "Burner". Hat man einmal mit dem Buch begonnen, kann man sich kaum losreißen. Zielgruppengerecht sind die Kapitel eher kurz und aus wechselnden Perspektiven geschildert, was ungemein die Spannungschraube anzieht. Lange tappte ich mit Ruby im Dunkeln, doch im Gegensatz zu ihren Eltern, den Freunden und sogar der Polizei glaube ich ihr natürlich, dass hier irgendwas nicht stimmen konnte. Alles bleibt mysteriös und was schließlich hinter dem ganzen Familiendrama steckt, dämmerte mir erst recht spät. Nach und nach werden die Puzzlestückchen zusammengebaut und die Lösung ist dann doch ein bisschen anders als erwartet.

Hoppe hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf, macht der Reiter plumps!

Der größte Teil des Buches wird in der ersten Person aus Sicht von Ruby geschildert. Zwischendurch erhält der Leser Einblick in die Gedanken eines jungen Mannes, von dem man nicht weiß, was von ihm zu halten ist. Handelt es sich um einen Mörder? Oder um ein Opfer? Verfolgt er Ruby? Als dritte Ebene wirft die Autorin dem Leser häppchenweise Texte einer Webseite "Wahrste-Liebe" vor, die nicht minder mysteriös wirkt. Erst zum Schluß führt die Autorin die drei parallelen Handlungsstränge zusammen. Das Buch ist ein Sammelsurium von klassischen Krimiszenen: Schritte im Keller, nachts alleine unterwegs - und natürlich begibt sich unsere Ruby in diese gefährlichen Situationen wie die obligatorische Blondine aus Horrorfilmen, der man entgegenschreien will "Nein, tue es nicht! Gehe nicht diese Treppe runter! Dort lauter der Killer auf Dich!". Ganz so einfach gestrickt ist "Dann fressen sie die Raben" aber zum Glück nicht und die Autorin kann mit einigen unerwarteten Wendungen überraschen.

Beatrix Gurian ist das Pseudonym der Kinderbuch- und Krimiautorin Beatrix Mannel. Sie ist eine offensichtlich routinierte Schreiberin, die ich gerne näher im Auge behalten werde. Bisher war mir ihr Name leider völlig unbekannt. Der Schreibstil ist sehr einnehmend und durch die stetig ansteigende Spannung mochte ich das Buch ungerne aus der Hand legen. Das Ende erschien mir dann leider etwas zu abgehackt und unbefriedigend, obwohl ich den Daumen für eine Begründung nicht auf eine bestimmte Stelle legen könnte.

Ein großes Lob an den Arena-Verlag für die Gestaltung des Buches. Schon die Umschlaggestaltung zog mich magisch an. Ein nettes Bonbon ist hierbei auch das gelbe Kunststoffband mit dem Aufruck "Crime Scene - Do not cross" in schwarzer Schrift, welches das Buch umschließt.

Mit wenigen Abstrichen ein klarer Lesetipp von mir. Aber Vorsicht: Nehmen Sie sich Zeit für dieses Buch, denn sie werden es nicht nach 50 Seiten weglegen wollen.
Profile Image for Asaviel.
93 reviews24 followers
April 5, 2012
Meine Meinung:
Besonders auffällig sind schon zu Beginn der Geschichte die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Das erschwert zwar etwas den Einstieg erhöht aber auch die Spannung, denn die Abschnitte, die nicht Ruby erzählt, sind äußerst mysteriös und geheimnisvoll. Sie scheinen nur vordergründig die eine oder andere Frage zu beantworten, eigentlich werfen sie eher diverse Fragen auf. Die kurzen Abschnitte werden personal erzählt.
Aber über weite Teile folgt der Leser Ruby im Ich-Erzähler, während diese aufzudecken versucht, was sich wirklich zugetragen hat. Denn es ist klar: Dieses Buch ist nicht auf einem vermeintlichen Selbstmord aufgebaut, der sich dann am Ende als tatsächlicher Selbstmord herausstellt. Nein, es ist alles ein Stück weit komplizierter. Viel komplizierter.
Ruby ist zu Beginn völlig ahnungslos und keinen Ansatz, wer ihre Schwester umgebracht haben könnte. Sie gibt sich daher eher wilden Spekulationen hin, kann aber nach und nach erste Hinweise aufdecken. Hier entwickeln sich spannende Handlungsstränge, mögliche Tathergänge oder Motive, aber auch Alibis. Das meiste davon ist nicht vorhersehbar. Aus diesem Grund bleibt die Spannung im gesamten Verlauf erhalten. Erhöht wird sie dann noch durch den Umstand, dass auch Ruby in Gefahr zu schweben scheint. In Gefahr vor Menschen, von denen sie nicht einmal etwas weiß.
Ruby selbst verhält sich leider aber immer wieder völlig unverständlich, man ist sogar geneigt zu sagen völlig wirr. Obwohl sie von Verfolgern weiß, geht sie noch nachts alleine raus. Sie sucht bestimmte Gegenstände an bestimmten Orten und bricht diese Suche dann immer wieder beinahe grundlos ab. Das ist immer wieder nervenaufreibend und man möchte die Protagonistin förmlich anschreien, doch an dieser Stelle weiter zu machen.
Sobald sich die Zusammenhänge mehr und mehr aufklären und deutlichere Formen annehmen, werden wichtige Themen angesprochen, mit denen sich Jugendliche und auch Erwachsene definitiv beschäftigen sollten. Themen, die zum Nachdenken anregen, anregen sollen und anregen müssen. Sehr gut geeignet, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Für einen Thriller finden sich ziemlich viele Charaktere zusammen. Das hat Vor- und Nachteile. Dem Leser fällt es schwer alle möglichen Täter im Blick zu behalten und damit die eigenen Theorien zu füttern oder zu widerlegen. Gleichzeitig ermöglicht das natürlich der Autorin den wahren Täter etwas mehr Schutz vor dem wachsamen Auge des Lesers zu bieten.
Am Ende wird die Geschichte sauber aufgelöst und die Puzzlestückchen, die ausgestreut wurden, werden zu einem großen Bild zusammengeführt, das gut passt. Ob das Ende wirklich nötig gewesen wäre, ist sicherlich umstritten, aber mich persönlich hat es nicht gestört und es bietet die Möglichkeit die Geschichte um die Protagonisten nach dem Zuklappen im eigenen Kopf noch etwas weiter zu spinnen.

Fazit: Ein spannender Thriller, der alles wichtige für dieses Genre zu bieten hat, aber eine etwas gewöhnungsbedürfte Protagonistin aufweist. Nichtsdestodrotz wird gerade das Zielpublikum, aber auch ältere Leser und Leserinnen, sicherlich von dieser Geschichte in den Bann gezogen.
Profile Image for bubble.
33 reviews
June 28, 2024
Fand es toll, dass es in MUC war, schöner Schreibstil. Leider aber nicht ganz so meins
Profile Image for Sumajja.
68 reviews44 followers
June 29, 2013
Okay, das Ende war nicht das, was ich erwartet habe und igrendwie hab ich mir noch eine riesige Verfolgungsjagd gewünscht, aber alles in Einem war es doch ein kleiner Erfolg :)
Profile Image for Runa.
597 reviews4 followers
February 21, 2015
Das Ende war gut aber bis man mal da war musste man sich echt quälen
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