Seit seiner Jugend sammelt Hellmuth Karasek, Journalist und Schriftsteller, Witze in allen Varianten. Diktatorenwitze, jüdische Witze, Arztwitze, Irrenwitze, Männerwitze, Frauenwitze, Elefantenwitze - kein Lebensbereich, der nicht als Witz taugt. Viele davon gibt er in seinem Buch preis.
Natürlich interessiert er sich dabei auch für den geistigen Hintergrund, für Freuds psychoanalytische Deutung, für die Psychologie hinter der Was macht Witze witzig? Gibt es ganz neue oder nur immer wiederkehrende Varianten? Ist der Witz eine wirksame Waffe der Unterdrückten? Unterscheidet sich der Humor von Frauen und Männern? So macht er sich stark für eine fast vergessene Kultur, die angeblich keine ist. Er versteht den Witz als die kürzeste und präziseste Form von erzählter Literatur. Romanautoren brauchen Hunderte Seiten, um die Realität zu erfassen, ein Witz kann dies in wenigen Zeilen auf den Punkt bringen.
Angeregt wurde Karaseks Buch von gemeinsamen Auftritten mit dem Arzt, Bestsellerautor und erfolgreichen Komiker Eckart von Hirschhausen.
In der Regel gibt es nichts schlimmeres als Witzbücher. Karaseks Beitrag zu diesem Genre bestätigt diese Regel aufs Trefflichste. Eine Ansammlung weniger, mühsam zu einem Buchformat aufgeblähter, alter Witze. Kein Kontext, keine Klugheiten über das Warum und das Für wen? Ein unfassbar schlechtes Buch - ich verdiene großes Lob, dass ich es tatsächlich bis zu Ende gelesen habe.
Hmm, somehow I expected more. A collection of more-or-less funny jokes interspersed with some narrative, name-dropping and applications of Freud. Cannot say I found any of it insightful or even noteworthy.
But, some new jokes I won't be able to remember...