Wenn die Natur doch so farbenfroh war, warum sollte dann die künstlerische Ausdruckskraft der Menschen schlecht sein? In Sfaïra steht Magie unter Strafe und Kreativität unterliegt einem Opferritual. Nur wer die Gesetze befolgt und seine Fantasie im Zaum hält, bleibt von der Palastwache des Gottkönigs verschont. Nach mehreren tragischen Vorfällen bricht das Leben des rechtschaffenen Schmieds Zen Deruga auseinander. Als er auch noch herausfindet, dass er über Magie verfügt, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die alles für immer verändern soll. Noch ahnt Zen nicht, dass er Teil von etwas ist, das seinen bereits vor langer Zeit erschütterten Glauben erneut infrage stellt. Denn ein tot geglaubter Mythos erwacht wieder zum Leben und der Gottkönig ist bereit, sich der Gefahr zu stellen. Ein High Fantasy Epos über Handwerker, einen Gottkönig und den Kampf um die künstlerische Freiheit.
Das Lied der Reiter hatte für mich alles, was ich an High Fantasy so liebe: ein etwas komplexerer Weltenbau mit dem Magiesystem des Kreo; spannende Charaktere, mit Entwicklungsmöglichkeiten und einem interessanten Zusammenspiel. Einige Entwicklungen konnte ich vorhersehen, andere kamen dafür etwas überraschender. Das Prinzip der Geschichte rund um die vier Reiter fand ich sehr interessant, vor allem gegen Ende hin, als sich deren Bedeutung komplett entfaltet hat. Die Geschwindigkeit war für mich sehr passend. Der Einstieg war schon recht rasant, generell gab es immer wieder spannende Höhepunkte und zwischendrin erzählende und erklärende Abschnitte und Phasen. Der Schreibstil passt sehr gut zur Geschichte. Er ist sehr klar und direkt, die Dialoge sind auf den Punkt, gespickt mit etwas Humor, der in den vorherrschenden Zeiten im Buch definitiv nicht im Mittelpunkt steht.