Pippa Bolle wähnt sich im Glück: Sie soll in Südfrankreich die Renovierung eines Sommerhausesüberwachen. In einem Anglerparadies bei Toulouse bezieht Pippa eine Ferienwohnung,die Pascal, Koch der Hôtellerie au Vent Fou, ihr unentgeltlich zur Verfügung stellt – nichtohne Hintergedanken. Als dann auch noch der Berliner Anglerclub »Kiemenkerle e.V.« zumgroßen Wettangeln anreist, ist es mit der Ruhe vorbei : Denn plötzlich hängt kein Fisch amHaken, sondern eine Leiche. Und schon befindet sich Pippa, Detektiv in wider Willen, in einemneuen Fall.
In the third installment of the Pippa Bolle series, our heroine is taking a holiday/house-sitting assignment in the charming little (fictional) village of Chantilly sur Lac: a fishing paradise for the hobbyists, near Toulouse.
To be more precise, Pippa gets manipulated into doing this teensie little favor for Pia Peschmann ( who the reader's met back in Unter allen Beeten ist Ruh). Officially, she would be house sitting the Peschmanns' newly acquired holiday cottage during renovation. Unofficially, our heroine would use every opportunity to investigate a probable murder that occurred in said house over 20 years ago.
To make things more "interesting" (not to mention a convenient excuse to pepper the story with sexist remarks), a German hobbyist fishing society has also made Chantilly-sur-Lac into their holiday getaway.
Impression
I don't know about you, but fishing has always bored me to tears. Getting dragged into the middle of a lake, and then constantly shushed for 2-3 hours was considerably less exciting for me than my dad. And poetic waxing about the food felt kind of flat too. Not that I dislike French cuisine, but I'd much rather eat it than describe it.
There's enough of the authors' trademark humor, and the murder mystery turned out to be very interesting... but the amount of characters thrown at me was just ridiculous. There were some 4-5 that I was constantly struggling to (unsuccessfully) remember throughout the whole book.
One could argue that the character list from the beginning of the book would've been a helpful hint, but let's face it: I'm much too lazy to browse back and forth just to recall some of the more obscure ones.
I was also rather bothered by the forced behavior of most characters:
- the police commissar who couldn't convince his fishing buddies that he really had a lot of work, and decided to restort to inventing a (mostly) fictional girlfriend.
- the handsome and talented cook Pascal, apparently every lady's prize catch, and his sudden attention towards Pippa
- everyone's insistence on Pippa deciding whether she wants to (eventually) marry Pascal. She's just met the guy!
- people's reticence in talking about the holiday house's mystery, while also wishing for Pippa (a complete outsider) to solve it.
Der dritte Roman rund um Pippa Bolle und noch immer bin ich begeistert. Ich finde sogar, dass sich das Autorenduo von Buch zu Buch gesteigert hat. Die Hintergrundgeschichten sind verzwickt und bis zum Schluss kann man nicht erahnen, wer der Bösewicht ist.
Auch in diesem Buch hatte ich keine Ahnung, wie der Mord von Statten gegangen ist. Die Auflösung war klasse, hat mir sehr gut gefallen. Aber zum Beginn. Unter einem Vorwand muss Pippa wieder in ein anderes Land. Die Gründe hierfür sind etwas... naja... unrealistisch meiner Meinung nach. Das ist aber nicht schlimm. Ich mag es nämlich, dass die Fälle von Pippa in unterschiedlichen Ländern spielen. Eine tolle Idee der Autorinnen. Und falls sie das hier lesen: Bitte Irland! Ich würde mich freuen, wenn Pippa mal nach Irland reisen würde.
In diesem Roman war Pippa auch das erste Mal so richtig als Frau aufgetreten. Bisher war sie in meinen Gedanken eine schrullige alte Frau gewesen. Das Bild habe ich einfach nicht aus meinem Kopf bekommen. Nun aber hat sie viele Verehrer und es wird mal mehr zu ihrer Person gesagt. Sehr schön! Schließlich ist sie keine 90, sondern Ende 30 (bzw. genau 40 am Ende des Romans). Die Verehrer waren allesamt sehr unterschiedlich, das Autorenduo hat die Figuren - wie oft - super witzig, manchmal etwas klischeehaft, dargestellt. Allein von den Namen hat man meistens schon ein treffendes Bild im Kopf.
Die anderen Personen waren neu. Keine Wiederholungen von den vorherigen Romanen. Eine neue Geschichte, mit ein paar bekannten Gesichtern, aber nicht zu vielen, sodass man die Vorgänger-Romane kennen muss. Man kann diesen Roman durchaus lesen, ohne Unter allen Beeten ist Ruh' oder Dinner for one, murder for two vorher zu kennen.
Das Thema Angeln ist nicht unbedingt ein Hobby von mir und trotzdem hat es den Krimi nicht langweilig gemacht. Die leicht verrückten und doch so "typisch Angler" Mitglieder des Vereins sind mehr als unterhaltsam. Insgesamt finde ich den Krimi sehr unterhaltsam. Nicht sooo spannend, aber das macht mir gar nichts - ich mag verzwickte Geschichten, bei denen die Personen und ihr Leben im Vordergrund stehen.
Fazit:
Eine super Geschichte, die nichts für Fans von hartgesottenen Krimis ist, dafür aber umso mehr denen gefallen wird, die Intrigen, Familiengeheimnisse und Romanzen mögen. Empfehlenswert!
Ein weiterer Roman mit Pippa Bolle und es geht ebenso turbulent und verrückt zu, wie eh und je. Denn wenn Pippa irgendwo ein Haus hüten soll, sind weder irgendwelche eher etwas verrückten Menschen, als auch etwaige Tote wirklich fern und Pippa schafft es immer wieder in die Rolle der Detektivin zu fallen, die versucht den Mord aufzuklären. Aber wie sollte es ihr auch anders gehen mit ihrer Neugier, die sind in nicht immer ungefährliche Situationen treibt.
Nachdem Pippa erst in der Schrebergartenkolonie auf Schreberwerder ihrem ersten Fall beiwohnte und dann in Hideaway inmitten einer Theatertruppe ihren zweiten Fall lösen durfte, sind es diesmal die Kiemenkerle in Frankreich, bei denen etwas ganz anders läuft als geplant und Pippa ist wieder voll mit dabei. Und von allen Truppen mit denen Pippa es bisher zu tun bekommen hat, sind die Kiemenkerle die verrücktesten. Allein dadurch ist der Roman schon wieder herrlich amüsant und es macht einfach extrem Spaß ihn zu lesen, weil er dabei nicht ins lächerliche oder affige abdriftet.
Natürlich wird es auch wieder spannend, denn diesmal gibt es nicht nur einen Toten, sondern Pippa wird sogar schon mit einem Ermittlungsauftrag zum Haussitting nach Frankreich geschickt. Und ich muss ehrlich sagen, was die Spannung anbelangt haben Frau Auerbach und Frau Keller auf jeden Fall für diesen Romantypus alles richtig gemacht, denn es ist durchgehend sehr spannend und gleichzeitig harmonisieren Spannung und Humor richtig gut.
Besonders gefallen haben mir hier ehrlich auch die vielen Leute, die Pippa in Frankreich und unter den Berliner Kiemenkerlen kennenlernt, denn von denen ist jeder etwas Besonderes und irgendwie vollkommen einzigartig. Auf jeden Fall machen de Charaktere viel in dem Buch aus und bestimmen die Atmosphäre. Zumal einen da auch noch ein paar Überraschungen erwarten, denn es kommt manch besonderer Charakter zu Besuch.
Bisher ist dieser bei den Romanen mit Pippa eindeutig einer meiner Favoriten, da die Charaktere noch genialer sind als in den anderen Teilen und auch der Krimianteil wieder noch ein wenig höher ist, als im Vorgängerband.
Von daher eine klare Leseempfehlung für alle, die gern mal einen leichten, amüsanten Krimi lesen wollen, der auch nicht zu abgedreht ist.
Der Vent Fou macht nicht nur die okzitanischen Einheimischen verrückt, sondern auch die aus Berlin angereiste Anglertruppe und Pippa Bolle mit dazu. Jedes Jahr wütet er für ein paar Tage durch die Montagne Noire und dann passieren wunderliche Dinge. Auch in diesem Jahr endet es verrückt...zum Glück ist Pippa da, die den Behörden (oh, das waren meine Lieblinge!) vor Ort unter die Arme greifen kann :) Und damit hat sie auch reichlich zu tun: Es gibt da nämlich gleich zwei Fälle, die auf Aufklärung warten! Vor 24 Jahren verschwindet ein junger Mann aus dem verschlafenen Chantilly-sur-Lac nach einem Riesenkrach, nur eine Blutlache bleibt zurück. Pippa mobilisiert alle Kräfte, um die durch diesen Vorfall verfeindeten Familien wieder näher zueinander zu bringen und herauszufinden, ob der junge Jean wirklich so spurlos verschwand. Den zweiten Fall erlebt sie hautnah mit: Ein Berliner Angler wird tot aufgefunden. Musste er sterben, weil ihm sein großer Fang (in mehrerer Hinsicht) missgönnt wurde, weil er in der Verschwörung rund um Jeans Verschwinden herumtapste oder war es doch nur ein Unfall? Eigentlich ein full time Ermittlungsauftrag für Pippa, oder? Doch nebenbei muss sie noch um ihr eigenes Leben fürchten, einen Übersetzungsauftrag bearbeiten, Bauarbeiten beaufsichtigen und sich um die Liebe kümmern...
Am besten hat mir die Einbettung des Krimis in die französisch-okzitanische Landschaft, Kultur und kulinarischen Köstlichkeiten gefallen. Die Handlung an sich war locker leicht, die Geheimnisse interessant, aber auch nicht sehr schwer zu durchschauen. Insgesamt aber ein schönes Leseerlebnis, das die Leserin mit einem guten Gefühl zurücklässt...ich glaube, ich finde immer mehr Geschmack an den "gemütlichen Krimis" :)
Ich bin gespannt, wie es mit Pippa, ihrer neu gewonnenen Freundin und ihrem neu gewonnenen Verehrer und ihrer neu gewonnenen Geschäftsidee weitergeht und wohin es sie als nächstes verschlägt!