Als Bobby und Carla Schenk anfingen, nach der großen Freiheit hinter dem Horizont zu suchen, war eine Weltumsegelung eines der ganz großen Abenteuer. Vier Jahre lang segelten sie 30000 Seemeilen, runde 50000 Kilometer. Stets den Horizont als Zielstrich vor Augen! Vier Jahre lang lebten sie auf ihrer engen Thalassa, einem 10 Meter langem Kunststoffschiff, mit einem beengten Lebensraum, der es gerade zuließ, sich aufrecht hinzustellen und zwei Schritte zu machen. Erst nach 48 Tagen mit lebensbedrohlichem Wassermangel erreichten sie Westindien. Durch den Panamakanal ging es weiter nach Galapagos, wo die Schenks mit der urtümlichen Tierwelt lebten. In der Südsee liefen sie die schönsten Inseln dieser Welt, unter anderem Tahiti und Bora-Bora an. In Fidschi mußte die Thalassa den Jahrhundertorkan Bebe abwettern. Unbeschädigt erreichten die Schenks die berüchtigten Neuen Hebriden und Solomon-Inseln, wo Menschen noch wissen, wie Menschenfleisch schmeckt. In der stürmischen Korallensee drohte das Ruder der Thalassa zu zerbrechen. Der rauhe Indische Ozean demoralisierte die Mannschaft des kleinen Segelschiffs so, daß die Schenks schon ans Aufgeben dachten. Nach harter Umrundung des Kaps der Stürme (Kap der guten Hoffnung) segelte die Thalassa als erste Yacht nonstop von Lüderitz, dem ehemaligen Deutsch Südwest, nach den Azoren, 56 Tage lang ohne Landsicht. Die Erde war umrundet. Davon erzählt der durch seine Bücher und Vorträge weithin bekannte Autor.