Als Seniorin Maggie an die Tür der WG in Berlin klopft glauben Studentin Carla und ihre Mitbewohner noch an ein Versehen. Doch schnell stellt sich heraus, dass es sich bei Maggie um die Vermieterin der Wohnung handelt, die beschlossen hat, das freie Zimmer in der WG selbst zu beziehen. Den Studenten bleibt gar nichts anderes übrig als sich den Wünschen der Seniorin zu beugen und so sind sie fortan den Anforderungen der rüstigen Dame ausgeliefert. Maggie kommt aus einer anderen Generation und so einiges was in der WG vorgeht, erschließt sich ihr nicht. Wozu muss man seinen Alltag auf Instagram streamen, warum ist es wichtig, für den Klimaschutz zu demonstrieren und warum fühlen die jungen Leute sich so verloren. Und während Carla und ihre Freunde ihren Weg im Leben suchen, sucht Maggie eine Möglichkeit sich aus dem Leben zu verabschieden.
Das ist sooo schade! Ich fand die anderen Bücher der Autorin alle unglaublich gut, besonders ihren Erfahrungsbericht vom letzten Jahr. Hiermit konnte ich mich allerdings nicht anfreunden. Die Figuren sind mir zu klischeehaft und ich finde keinen von ihnen sympathisch. Das ist einfach nicht meine Art von Geschichte.
3,5 Meine Vorfreude (und Erwartung) war nach Biancas ersten beiden Roman groß und ich bin etwas leider etwas enttäuscht. Insgesamt liest es sich leicht, die verschiedenen Perspektiven sind spannend und es gibt immer wieder warme Momente. Leider konnte ich bis zum Schluss kaum eine Verbindung zu den Charakteren entwickeln und die Dialoge mit Gott haben sich für mich ganz seltsam angefühlt.
Bin leider bis zum Ende nicht warm geworden mit den Charakteren obwohl ich die letzten 45 Minuten des Hörbuchs ganz gern gehört habe (vielleicht die übliche Vertrautheit am Ende eines Buches..).
Meine Erwartung an eine locker-leichte WG-Geschichte mit ungewöhnlicher Konstellation hat sich nur zum Teil bewahrheitet. Einerseits war es urkomisch zu beobachten, wie Maggi, die weitaus ältere Besitzerin der Wohnung, die WG mit ihrer direkten Art aufmischt und mit ihren Spielchen manipuliert, andererseits ging die Handlung dann doch tiefer als erwartet. Und so verbirgt sich bei manchem mehr, als es auf den ersten Blick scheint, und das den Rahmen der vorschnell zugeordneten oberflächlichen Schublade dann doch wieder sprengt. Zwar kann man auch hier sagen, dass die auftretenden Probleme und Familiendramen nichts neues sind, aber die Erzählweise und vor allem Maggis fast schon penetrante Frohnatur, die den anderen zuweilen schwer auf die Nerven geht, machen das Buch durchaus lesenswert. Die Geschichte wird dabei aus wechselnden Perspektiven erzählt, wobei noch eine weitere unerwartete hinzukommt: ein Dialog zwischen einer anfangs unbekannten Person und Gott - was mich zuerst mächtig irritiert hat, bis ich gemerkt habe wer hier im Zwiegespräch auf der Wolke sitzt. Leider kam das Ende viel zu abrupt, was nicht so recht zum Rest passen wollte - da hätte sich die Autorin ruhig noch ein paar mehr Seiten Zeit lassen können. Fazit: ein unterhaltsames Buch, das vor allem Spaß macht, aber auch immer wieder nachdenklich stimmt.
Die Charaktere sind alle sehr sehr oberflächlich und Stereotyp, ich fand leider niemanden sympathisch, im Gegenteil fand ich sie alle super nervig. Die Handlung ist auch so dahin geplätschert... 2 Sterne weil ich das Buch zuende gehört habe