Alena ist eine bildhübsche Studentin, die sich aufgrund eines traumatischen Kindheitserlebnisses der Liebe und dem Leben verschließt. Sie spinnt als Schutz ein Netz aus Lebenslügen um ihre Seele. Doch als sie den Künstler Ondrej kennenlernt, merkt sie, dass sie mehr vom Leben will.Doch da ist nicht nur ihre emotionslose Beziehung mit Vlado, sondern auch die Sache mit ihrer Mutter - und das Mondgeheimnis. Das Taschenbuch hat im Format 12/19 ca. 270 Seiten.
Das Mondgeheimnis ist ein Buch über das Leben und die Faszination der Liebe.
Alena ist eine junge Frau, bei der man schon ab den ersten Seiten merkt, dass sie ein Geheimnis birgt. Sie wirkt immer sehr nachdenklich, traurig, bedrückt und man möchte sie gerne einmal in den Arm nehmen. Dass sie ihre Vergangenheit verdrängt, kann ich verstehen. Ich würde auch nicht jeder Person davon erzählen. Allerdings hat sie es sich schon so sehr eingeredet, dass sie es wohl langsam selbst schon glaubt. So basiert ihre Vergangenheit auf einer Lüge, die nach und nach ans Licht kommt. Das Buch berührt mich sehr und ich wünsche niemandem solch eine Vergangenheit.
Allerdings finde ich nicht, dass sie weitere Lügen auftischt. Fremdgehen ist heutzutage keine Seltenheit mehr. So hart es auch klingt. Wobei ich ihre Situation nicht als absichtliches Fremdgehen bezeichnen würde, sondern eher als Lebensfunken. Sie entdeckt die wahrhaftige Liebe in Ondrej und weiß damit nicht umzugehen. Sie tut mir unheimlich Leid.
Alena wird außerdem als wunderhübsche Frau beschrieben, die auch von vielen Männern im Park oder auf der Straße einfach angesprochen wird. Kann ich mir kaum vorstellen und fand ich etwas übertrieben. Sooft wie sie angeflirtet wird, muss sie aussehen wie ein Engel. Alenas Freundin Magdalena hingegen ist ein eher schlichtes dünnes Mädchen, welches nicht so begehrenswert wirkt wie Alena. Vielleicht deute ich da zu viel rein, aber diese Darstellung wirkt für mich als gutes Beispiel gegen den Magerwahn, dem die jungen Frauen heutzutage hinterher rennen. Ich finde es angebracht und auch richtig so. Es ist gefährlich und sieht einfach nicht gut aus. Aber wieder zum Thema.
Die Figuren des Buches finde ich gut ausgearbeitet. Sie haben ihre Stärken und Schwächen. Niemand ist perfekt, allerdings fehlt das gewisse Etwas. Es fehlt für mich irgendwie ein Funken Liebe, Wärme, den ein Autor in seine Figuren stecken sollte. Dadurch wirken sie etwas steif. Der Schreibstil gefällt mir hingegen sehr gut. Es gibt einige schöne Beschreibungen der Umwelt oder auch der Gefühle, die auch nicht ins Kitschige übergehen und ich für angemessen halte. Es gibt aber auch einige Szenen, die ich ein paar mal lesen musste, um sie zu verstehen, da oftmals zwischen Perspektiven oder Zeiten gewechselt wurde.
Fazit
Dieses Buch zeigt, wie schmal der Grad zwischen Opfer und Täter sein kann. Es zeigt, was die Vergangenheit mit den Gefühlen der Menschen anstellen kann und wie sehr sie die Menschen prägt. Ein sehr berührendes Buch. Kleine Schwächen hat es, aber verdiente 4,5/5 Punkte.
Alena scheint auf dem ersten Blick eine ganz normale Studentin zu sein. Sie ist bildhübsch und wird von vielen Männern begehrt. Allerdings gibt es auch ein Geheimnis, über das nur ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Bescheid weiß. Alena kann zu keinem Mann eine richtige Beziehung aufbauen. So geht sie auch zu Vlado nur eine oberflächliche Beziehung ein. Ihre Freundin Magdalena träumt dagegen von der großen Liebe, hat sie bisher aber nicht gefunden. Als Alena Ondrej trifft, ist es anders als bisher. In ihn verliebt sie sich Hals über Kopf. Aber auch ihm kann sie sich nicht anvertrauen.
Man kann anhand des Prologs schon davon ausgehen, das es sexueller Missbrauch das Geheimnis ist, das Alena hat. Wie sich das aber genau abgespielt hat und was ihre Mutter damit zu tun hat, erfährt man erst am Ende. Dabei ist alles sehr einfühlsam und behutsam geschildert. Die Figuren sind alle recht lebendig gezeichnet. Gerade Alena und Magdalena sind sehr sympathisch, aber bei weitem nicht perfekt dargestellt. Gerade Alena hat einige Macken. ;) Neben den beiden Frauen spielen aber auch Vlado, dessen Freund Petr und Ondrej ihre Rolle. Sehr spannend fand ich, das die Sicht des Erzählers immer wieder wechselte und so wird die Geschichte immer wieder aus der Sicht einer anderen Person erzählt.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist spannend und vor allem auch poetisch. So ganz hat es aber doch nicht für die volle Punktzahl gereicht. Mir war das Buch am Ende etwas zu mystisch, irgendwie zu abgehoben. Und die Wandlung von einem der Charaktere fand ich zu unglaubwürdig.
Fazit: Ein sehr einfühlsames Buch über Missbrauch in der Kindheit und eine romantische Liebesgeschichte.