Der alternde Musiklehrer Mauss will es noch einmal wissen und seinen Schülern nicht länger bloß Wissen vermitteln. Er schart die Jugendlichen um sich, eröffnet ihnen im Unterricht ungewohnte Freiheiten. Und es ist zuallererst diese Freiheit, die Johannes Engler stutzig macht. Noch ist der Schulgutachter darum bemüht, jung zu wirken, noch sammelt er Beobachtungen – da hat er sich bereits in eine gerade volljährige Schülerin verguckt. Ein Armutszeugnis, ahnt er. Denn für Clarissa Winterhof dreht sich die Welt vor allem um den Selbstmord ihrer Mitschülerin. Nach und nach erschließt sie sich einen virtuellen Raum zum Ihr Blog ist Abgesang und Ouvertüre, ein Ort, an dem die Lebenden und die Toten neu zusammenfinden. Auch Mauss und Engler begegnen sich darin wieder – und wie sich zeigt, als Helden einer ihnen kaum bekannten Geschichte.Drei Generationen, die Jahre, Jahrzehnte gelebten Lebens trennen. Erst dreistimmig erklingt «Das Lied vom Tun und Lassen», ein Lied von Freundschaft, Verlust und Neubeginn – welthaltig und voll untergründiger Spannung.«Böttchers Prosa ist hochunterhaltsam, ohne leichter Lesestoff zu sein. Immer wieder bleibt man an schönen Sätzen hängen, an zarten Pointen.» (Der Tagesspiegel)
Eine Schülerin hat sich umgebracht; sie ist vom Schuldach gesprungen. Für ihre Mitschüler und Lehrer muss das Leben weitergehen. Aus drei Perspektiven - die des Musiklehrers, die des Schulgutachters, und die einer Mitschülerin und Freundin - wird diese Geschichte erzählt. * Meine Meinung * Positiv ist auf jeden Fall die Idee, die Geschichte aus drei verschiedenen Blickwinkeln zu schildern. So erhält der Leser natürlich drei ganz unterschiedliche Sichtweisen, was eigentlich sehr interessant ist. Dennoch kann ich dem Buch leider insgesamt nur einen Stern geben, da mich das Buch fast nur gelangweilt hat. Zunächst hat mir der Schreib- bzw. Erzählstil nicht gefallen, und ich konnte auch im Laufe der Geschichte nicht warm damit werden. Immer wieder kommt es zu langatmigen Abschweifungen, die sich ziehen wie Kaugummi und mir persönlich die Freude am Lesen verdorben haben. Mag sein, dass das Buch tiefgründig sein und Gefühle wecken soll, aber mich hat die Geschichte leider überhaupt nicht ansprechen können.