Die Orgelkompositionen des Sweelinck-Schülers und Hamburger Katharinen-Organisten Heinrich Scheidemann (ca. 1595-1663), die am Beginn der „norddeutschen Orgelschule“ des 17. Jahrhunderts stehen und zugleich deren ersten Höhepunkt bilden, sind zum überwiegenden Teil erst durch Handschriften-Funde der letzten Jahre wieder zugänglich geworden. Die vorliegende auf der neuen Quellenlage basierende Arbeit unternimmt erstmals eine Sichtung und Abgrenzung von Scheidemanns Orgelwerke mit Hilfe von Quellen- und Stilkriterien (zusammengefaßt in einem 88 Nummern umfassenden Werkverzeichnis) sowie eine Charakterisierung der Formen und Satztechniken Scheidemanns in Zusammenhang seines musikgeschichtlichen Umkreises.