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His: Brilliant New Fiction by Gay Writers

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Featuring short fiction by Robert Rodi, Doug Sadownick, Matthew Stadler, Gil Cuadros, Bernard Cooper, and 15 other contributors, His collects new, previously unpublished work from some of the best gay authors writing in America today. By turns erotic and comic, comforting and enraging, the stories here never fail to entertain.

254 pages, Paperback

First published November 1, 1995

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Robert Drake

42 books12 followers

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
3,664 reviews208 followers
March 13, 2025
I first read this book sometime around the year 2000 and then again, fifteen years later, so before adding a review now I thought I should have another look and see if my positive memories were justified and I was more then pleasantly surprised by how much these stories held up and were still worth reading. One story in particular Mark A. Shaw's 'Queerbait' was as fresh and fun as when I first read it - and had stayed with me long after I forgot who wrote it, the title, even when or were I had read it - always for me a sign of a good story. Looking at this collection now, and remembering that it was first published in 1995, it appears to me still fresh and full of good writing - their are so many authors whose longer works are worth discovering - and for me that is the great joy of a first rate anthology - not just that the contents are excellent but that they introduce me to authors I want to read more of.

Times change but good writing like here never fails to provide the reader with pleasure.
Profile Image for Klaus Mattes.
787 reviews12 followers
February 5, 2026
Verschiedene Orte in Kanada, den USA und England, vor allem San Francisco und Los Angeles, meist Mitte der 1990-er Jahre; Genre: Storys auf literarisch gehobenem Niveau.

Von „His“ gab es drei Folgen, nur von 1995 bis 1999, von Robert Drake zusammen mit seiner lesbischen Kollegin Terry Wolverton herausgegeben. Wie es parallel auch drei Mal „Hers“ gab, für die Frauen. Großformatig und schön ausgestattet sind das imposante Taschenbuch-Anthologien gewesen, die allerdings eine etwas merkwürdige Zusammenstellung von fast allem und jedem aufboten. Man wollte wohl mehr literarisch als erotisch sein, obwohl es, wie im Fall von Gil Cuadros' „Heroes“ dann auch einmal fast pornografisch zugehen kann.

Drake und Wolverton hätten einerseits gerne bekannte Autoren in ihren Anthologien gehabt. Hier sind das Matthew Stadler, Patrick Gale, Bernard Cooper. Hatten allerdings doch noch ziemlich Unbekannte dabei, die es später zu größeren Karrieren dann leider nicht mehr brachten: Frank DiPalermo, Tim Miller, David Kelly, Scott W. Peterson.

Vor allem irritierte mich das Auftauchen von mehr oder weniger gar nicht schwulen Geschichten, die aber von schwulen Autoren waren. Es beginnt mit einer weiteren dieser „typisch englisch komisch“ sein wollenden Storys von Patrick Gale, den ich nicht mag. Immer viel zu ausführlich und gemächlich, immer irgendwie verkniffen stolz auf seine sanft servierten Schamlosigkeiten. Eine bislang unterdrückte Vorstadt-Hausfrau entdeckt beim schambeladenen Aufsetzen einer Perücke, dass sie damit auch ein Doppelleben als (heterosexuelle) SM-Domina beginnen könnte.

Von Henri Tran gibt es einen - offenbar autobiografisch fundierten - Bericht übers verzweifelte Bemühen Saigoner Jungs, Mitte der siebziger Jahre, ein sehr gutes Baccalauréat (im von Franzosen hinterlassenen Schulsystem) zu erreichen, um nicht als Kanonenfutter ins finale Aufbäumen der südvietnamesischen Armee geschickt zu werden, weil man in diesem Fall vor dem Kriegsdienst ein Hochbegabtenstudium einschieben kann. Nur daran, das alle Figuren männlich sind, sich zwei Schüler einen einzigen sehnsüchtigen Blick zuwerfen, bevor sie für immer getrennt werden, lässt sich erahnen, dass das was mit Homosexualität zu tun hat. David Watmough aus Kanada beschwört die Mystik einer Begegnung eines Jungen mit einer dampfenden Gruppe jagender Pferde. Und Paul Attinello stellt dem Auslaufen kostbar gewordener Augenblicke aus der Sanduhr des von AIDS beschädigten Lebens die Gelassenheit japanischer Kultur entgegen.

Nicht alles hier stellte mich zufrieden, aber ein paar Einzelstücke fand ich großartig.

Mit „The Option of the Coat“ schrieb Frank DiPalermo ein Stück Dystopie-SF aus San Francisco. Der allmähliche Weltuntergang hat mit menschengemachten Veränderungen der Erdatmosphäre zu tun. Jetzt werden die Menschen von sich immer wieder wandelnden Viren- und Bakterien-Seuchen geschlagen. Untereinander haben sie sich in Kasten aufgespalten. Die Bigheads überleben in unterirdischen Schutzzonen und sind eine unglaublich lernfähige Elite. Unser Erzähler - oben in der City - gehört zu den „Reactors“. Auf nicht erklärbare Weise haben sie schreckliche Krankheiten in ihrer Kindheit überlebt, sind jetzt gegen alles immun. Darum kann man ihre Körper fürs Erbrüten neuer Abwehrstoffe benutzen. Der gelbe Mantel (vergleiche Titel) zeigt an, dass der Erzähler sogar einer von den „Universal Reactors“ ist. Alle, die ihn sehen, machen ihm Platz. Jetzt lernt er ein Mädchen kennen, die nur eine einfache „Reactor“ ist. Ihr hat man eine neue Sorte Bakterien gespritzt, die sie nicht verarbeiten kann. Die Bigheads wollen, dass der Erzähler, kurz vor dem 30. Geburtstag, unter der Erde einen neuen Menschen zeugt. Die Reactors überleben den 30. Geburtstag nämlich nicht mehr lange. Er geht über die Golden Gate Bridge hinüber und da fällt ihm auf, dass alle Menschen, die er kennt, ihn in verschiedene Richtungen drängen und etwas von ihm haben wollen. Aber auch, dass er immer noch wählen kann. Seine bisherige Freundin will den Mantel haben, um sich Privilegien zu verschaffen. Das kranke Reactor-Mädchen will ihn zu den Guerillakämpfern führen. Die Bigheads brauchen ihn als Zuchtbullen. Er zieht den Mantel aus, sieht ihm hinterher, wie er übers Meer fliegt. Dann folgt er ihm nach. Wäre man durch den Zusammenhang des Buchs nicht darauf vorbereitet, hätte man diesen Text wohl kaum als schwule Story erkannt. Allerdings, es ist San Francisco – und alle, denen er sich verweigert, sind Frauen.

Bei „Love is Thin Ice“ von David Vernon bekommen wir eine Dennis-Cooper-Story, die so ist, wie Cooper wäre, wenn er nicht diese Obsession für Körper von Teenagern hätte, die aufgeschnitten oder zerteilt werden. Vernons Erzähler ist ein Junge, den man als Kind missbraucht hat, jetzt lebt er in Los Angeles mit einem älteren Mann zusammen, das soll ihn mental stabilisieren. Es ist die Zeit des Prozesses gegen die Brüder Menendez, die ihre superreichen Eltern getötet haben. (Den Fall gab es, die Menendez sitzen nach wie vor ein.) Heimlich besucht der Junge den Prozess und gerät dort in den Bann eines verrückten Albinos, einer Vaterfigur, die ihn in sadistische Sexspiele verwickelt. Sie spielen das nach, was der Angeklagte Erik Menendez den Geschworenen erzählt, seine Eltern hätten ihm das angetan. Alles nur Erfindungen, Lügen, Ausflüchte, sagt eine von den Leuten auf der Zuschauertribüne. Im Text wird zunehmend schwieriger zu unterscheiden, was Wunsch, Albtraum oder Wirklichkeit ist. Zum Schluss tritt der Weißhaarige vor den Jungen, weiße Ascheflocken aus einem Waldbrand fliegen um ihn wie Schnee, er fordert ihn auf, mit ihm durch den Schnee in einen Park zu gehen, wo sie einem im Rausch eingeschlafenen Obdachlosen den Eingang ins Jenseits eröffnen werden.

Aus „Levi“ hat Rick Sandford noch einen Roman gemacht, bevor er an AIDS starb. Levi ist Pornodarsteller gewesen. Und sein Erzähler, ein blendend aussehender HIV-Positiver, war das auch und wird misstrauisch beäugt, als er sich immer wieder mit einer Gruppe gläubiger jüdischer Jungen in seiner Siedlung unterhält. Levi sucht ihn auf, Levi ist ein sehr gläubiger, sittenstrenger junger Mann, der die Jungen schützen will. Die Unterhaltung der beiden ist vollkommen ironiefrei und sehr offen. Levi fragt den Erzähler, ob er mit ihm Sex haben wollte. Dann will er wissen, wie das vor sich gehen würde. Levi äußert keinerlei Schrecken, Ekel oder Widerwille, sodass der Leser, der über den Kanal des Zuschauens nicht verfügt, sich fragt, ob sie nicht in Wahrheit miteinander flirten. Doch Levi bricht den Kontakt ab, Gott habe entschieden, so eine Liebe wäre krank. Der Erzähler ist ratlos: Wieso hat er das gesagt? Wie kommt er denn auf so was?

Jason Friedmans „The Wedding Dress“ versucht es mit Südstaaten-Gotik. Ein verlorenes, abgehängtes Kaff, in dem ein junger Mann, Junior, bei seiner Mutter lebt. Er führt ihre Tankstelle, sie näht und verkauft Kleider. Ein außergewöhnliches Brautkleid ist schon vor Jahren bestellt, dann nie abgeholt worden. Jetzt taucht ein irgendwie schnöseliger Städter auf, Kersey, dessen Interesse für den Jungen wir sofort als schwul lesen, nur der Junge ist zu naiv, um es zu merken. Wie es aussieht, hat Kersey damals dieses Hochzeitskleid bestellt. In der Geschichte wird nun erzählt, wie der Junge zu begreifen beginnt, das sowohl er selbst wie Kersey schwul ist und die Mutter nicht länger sein Leben bestimmen darf.

Nachträglich füge ich noch hinzu, was ich später in einer Goodreads-Leserdiskussion dazu gesagt habe:

"His" brings together a huge number of controversial things, especially from California. It's not always gay, but rather traverses various genres. Jewish porn models, HIV, fanaticism for serial killers, a dystopian class society threatened by a pandemic. And so on. Not everything is good, but everyone is trying something different. There are at least two volumes of it, and also "Her."
Profile Image for ben  hofmann .
49 reviews5 followers
December 26, 2023
I don't usually enjoy collections of short stories, but I really enjoyed most of these. Some really gripping stories (my favorite might have to be the first one, Queerbait, by Mark A. Shaw and the last four sentences of it, particularly). Reading the notes on the authors, it's fascinating how so many of them were born across the US and all wound up in California...mostly LA...
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