Fünf Menschen, jeder von ihnen mit seiner eigenen Geschichte, jeder mit seinen Geheimnissen: Suza zum Beispiel, die blinde Fotografin, Ruben, der einen Rucksack voll Geld bei sich trägt, oder Bertram, der Mann ohne Nase. Je länger sie eingesperrt sind, desto größer wird die Panik. Die ersten Masken fallen, die ersten unangenehmen Wahrheiten treten ans Licht, die ersten Konflikte brechen aus – während draußen, vor dem Tunnel, sanft der Schnee vom Himmel fällt und die Welt unter einer weißen Decke verbirgt.
In atemberaubender Intensität entwickelt Bernhard Aichner sein Kammerspiel rund um fünf Menschen, die das Schicksal nur scheinbar zufällig zusammen festhält. Nach und nach lässt er sie und ihre Geschichten Gestalt gewinnen, blickt hinter ihre Alltagsfassaden in die Abgründe, die sie voreinander verbergen. Ein virtuos komponierter, temporeicher und bis zur letzten Seite fesselnder Roman.
Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe.
Vielleicht sind zwei Sterne etwas zu streng, 2,5 wären vielleicht passender. Jedenfalls hat mich dieses Buch nicht begeistert, es war zwar kurzweilig zu lesen, insgesamt aber zu unrealistisch und konstruiert. Obwohl die Geschichten der einzelnen Figuren nicht uninteressant waren, ist es einer der Romane, dessen Handlung man sofort wieder vergisst, sobald man ihn beendet hat, und so wird es wohl bei mir auch sein. Gegen Ende hat mich auch genervt, dass sich plötzlich lauter Pärchen gebildet haben, die sexuell irgendwie alle unfassbar voneinander angezogen waren, egal ob sie sich zuvor kannten oder nicht, was mich doch etwas irritiert hat.
mache mir sorgen um jeden, der dieses buch ohne jeglichen kritischen gedanken gelesen und anschließend positiv bewertet hat. ihr, gemeinsam mit unserem hirnlosen „autor“ bernhard, seid alle hurensöhne. hätte er doch lieber beim fotografieren bleiben sollen anstatt so einen dreck voller mikroaggressionen zu veröffentlichen
Nachdem ich die "Totenfrau" verschlungen hatte, wollte ich unbedingt auch andere Bücher von Bernhard Aichner lesen und entschied mich für "Schnee kommt". Was für eine grandiose Idee: In einem Tunnel passiert ein Unfall und die persönlichen Geschichten der 5 Menschen die darin verwickelt sind werden nun erzählt. Jeder hat so sein Geheimnis (manche extrem strange). Habe das Buch relativ schnell gelesen und kann es Euch nur empfehlen. Ein echter "Aichner" so wie ich es mir erwartet hatte!