Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, 1,3, Handelshochschule Leipzig gGmbH (Betriebswirtschaft), Deutsch, Der Anteil immaterieller Vermögensgegenstände des S&P 500-Indexes hat sich von 1978 bis 1998 von 20 % auf 80 % erhöht. Eines der wichtigsten Schutzrechte für geistig-gewerbliches Eigentum, um immaterielle Vermögensgegenstände zu verwerten, ist das Patent. Demnach muss ein Patent einen Wert besitzen. Diesen Wert mit den traditionellen Bewertungsmethoden zu bestimmen, scheitert jedoch. Die Marktwerte von forschungsintensiven Unternehmen weichen sehr stark von denen mit der gebräuchlichen DCf-Methode bestimmten Werten ab. Dies liegt vor allem an der hohen Unsicherheit, die mit der Verwertung von patentierten Erfindungen verbunden ist, da es sich um neue Produkte oder Prozesse handelt. Gleichzeitig sind hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) notwendig, um eine technologische Neuheit zu entdecken. Xerox betrachtet deswegen Erfindungen wie den Desktopbildschirm, den Personalcomputer oder den Laserdrucker als wertlos. Ein Fehler den andere Unternehmen heute nicht mehr begehen möchten. Einen Ausweg aus der ablehnenden, normativen Implikation negativer DCf-Werte stellt die Realoptionsbewertung dar. Dabei werden die Bewertungsverfahren für Finanzoptionen auf realwirtschaftliche Investitionsprojekte übertragen und angewandt. Der Vorteil der Methode liegt in der Berücksichtigung von hoher Unsicherheit und Managementflexibilität. Inwieweit und wie gut sich die Realoptionsbewertung für Patente eignet, soll in der vorliegenden Arbeit erläutert werden. Ziel der Arbeit ist es, ein Realoptionsmodell zu finden, welches die typischen Charakteristika und Werttreiber eines Patentes am besten darstellt, in der Praxis anwendbar ist und den Wert des Patentes marktgerecht wiedergibt. Im Folgenden werden das Patent und die Realoption betrachtet. Dabei soll au