Wohin soll man gehen, wenn man weder seine Mitmenschen, noch sich selbst erträgt? Eine erfolglose Schriftstellerin wird von ihrem buddhistischen Meister für zwei Jahre an den Fuß des Berges Kavulungan in Süd-Taiwan geschickt, damit ihr rastloses Wesen dort Ruhe findet. Als sie auf ein geheimnisvolles vierzehnjähriges Mädchen trifft, begibt sie sich auf ein Abenteuer zu den Mysterien des Kavulungan. Eine gesellschaftskritische Reflexion über Zeitgeist und Lebensfragen in 84 kurzgeschichtenartigen Episoden, die sich zu einer Geister-, Kriminal- und Liebesgeschichte verbinden.
Eine nicht sehr erfolgreiche Schriftstellerin zieht sich in den Süden Taiwans, am Fuße des Kavulungan zurück, um sich und die Freude am Leben wiederzufinden.
Von dieser als „philosophische Reise“ angepriesenen Roman habe ich mir viel erhofft. Leider wurde ich arg enttäuscht. Die philosophischen Gedanken waren ein Gemisch aus (chinesische) Sprichwörtern und Kalenderweisheiten. Die stereotypischen Figuren schlagen keine Brücke zwischen den verschiedenen Ethnien auf Taiwan, sondern vertiefen m.E. die Gräben nur noch weiter. Von der ehemaligen Kulturministerin hätte ich mir da mehr Feingefühl erhofft.
Meine detaillierte Kritik findet Ihr im Lesemonat Mai auf meinem YouTube-Kanal „Japan Connect“. https://youtu.be/BIXuFaq7zws