Nach dem Einzug der Deutschen in Frankreich war Gerhard Heller als Zensor bei der Propaganda-Staffel im besetzten Paris taetig und hatte darueber zu wachen, dass nur solche Literatur erschien, die der Besatzungsmacht genehm war. Was unter den Augen der SS und SD dennoch moeglich war an Foerderung, Schutz und oft lebensrettender Hilfe, das beschreibt Heller in diesem Buch.
Gerhard Heller was a German translator and publisher, who worked as literary censor for the Nazi Propagandastaffel in Occupied Paris between November 1940 and August 1944.
DER SPIEGEL 36/1982: Gerhard Heller, 72. Vier Jahre lang nahm der Deutsche im französischen Kulturleben eine Schlüsselstellung ein - von 1940 bis 1944 als literarischer Zensor der nationalsozialistischen Propagandastaffel im besetzten Paris. Schon seit Anfang der dreißiger Jahre hatten die Nazis mit großem Aufwand um die französischen Intellektuellen geworben. Heller, der mit Horst Wessel befreundet, aber kein Nazi war, hatte denn auch bei der Zensur weitgehend freie Hand. Er sorgte, mit viel Gespür für das Machbare und gegen Widerstände einiger französischer Schriftsteller, auch für die Veröffentlichung von Werken Hitler-feindlicher Autoren wie Sartre, Malraux, Mauriac und Albert Camus. Francois Mauriac hatte unter einem Decknamen eine Resistance-Schrift verfaßt, auch Camus war aktiv im Widerstand. Andere, wie der rechtsradikale Pierre Drieu la Rochelle, denunzierten den deutschen Zensor als zu weich und feige gegenüber Linksintellektuellen. In seinem im vergangenen Jahr in Paris erschienenen Buch "Ein Deutscher in Paris, 19401944" machte Heller die Nazi-Sympathien vieler französischer Schriftsteller während der Besetzung deutlich und löste damit in Frankreich erneut heftige Diskussionen zu diesem Thema aus. Vergangenen Dienstag starb Gerhard Heller in Baden-Baden. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d...