Alles, was man über offene Beziehungen wissen muss
Offene Beziehungen sind keine echte Liebe. Wer sich sowas wünscht, ist unzufrieden in der Partnerschaft und sucht nach einem Weg raus. Das ist doch Fremdgehen mit Ansage. Die armen Kinder! Seit sie auf ihrem erfolgreichen Instagram-Account über ihre offene Ehe spricht, wird Svenja Sörensen mit allen möglichen Vorurteilen zum Thema konfrontiert. Stimmt alles nicht, zeigt ihre eigene Erfahrung.
In diesem Sinne ermutigt sie ihre zu einer offenen Haltung einander und der Beziehung gegenüber, um vermeintlich unumstößliche Wahrheiten über Liebe und Beziehungen kritisch zu hinterfragen und sich darauf zu besinnen, was sich für sie selbst richtig anfühlt. Die eigene Sexualität als Paar oder in Solo-Abenteuern zu erweitern, kann eine enorme Bereicherung bieten, die weder die Verbindlichkeit der Beziehung gefährdet noch die Gefühle füreinander infrage stellt. Eine glückliche Beziehung ist dynamisch und basiert darauf, dass ehrlich ihre Bedürfnisse kommunizieren, um ein erfüllendes Miteinander zu gestalten.
Hmmm, also ich gehe dem Buch insbesondere 5 Sterne, weil ich glaube, dass es cool wäre wenn mehr Menschen Bücher zu alternativen Beziehungskonzepten lesen würden und ich mir vorstellen kann, dass wenn man das erste Mal von offenen Beziehungen hört, das Buch eigentlich ein guter Einstieg sein kann. Als Person die sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, war es bisschen wenig informativ, als ich mir erhofft habe. In der Mitte des Buches ist eine generelle Ansammlung von Konzepten für zwischenmenschliche Beziehungen wie GfK, Transaktionsanalyse..., was ganz nett ist, aber eher eine Grundlage von jeder Beziehung und nicht insbesondere offenen Beziehungen darstellt. Wenn man das Buch also liest und sich vorstellt der Titel wäre "Eine Einführung in (offene) Beziehungen", dann wird man nicht enttäuscht.
Ich finde das Buch gibt einem gute Beziehungstipps mit auf den Weg und gibt einen neutralen Blick auf das offene Beziehungsmodel. Besonders gefallen haben mir die Reflexionsfragen und der lockere Schreibstil. Allerdings hat mir das Buch viel zu sehr an der Oberfläche gekratzt. Es hat sich angefühlt wie ein genereller Beziehungsratgeber, statt wirklich eine intensive Auseinandersetzung mit der offenen Beziehung. Die Autorin hat das gut erklärt, da eine stabile Beziehungsgrundlage eben auch wichtig für das Öffnen ist. Für mich als Person, die sich mit dem Thema aber schon länger auseinandersetzt und nun tiefer eintauchen wollte, war es leider nicht das richtige. Außerdem finde ich es schade, dass das Buch nicht direkt für Singles gedacht ist. Viele Dinge beziehen sich direkt auf einen selbst schon in der Rolle als Partner*in in einer (monogamen) Beziehung, die jetzt aber geöffnet werden soll
„Offene Liebe“ von Svenja Sörensen hat mir sehr gut gefallen. Das Buch zeigt auf eine leichte und zugängliche Weise, wie vielfältig Beziehungen sein können – von offenen Partnerschaften bis hin zu ganz individuellen Modellen. Besonders angenehm fand ich, dass die Autorin dabei nie wertet, sondern verschiedene Möglichkeiten einfach nebeneinander stehen lässt. Viel Raum bekommt auch das Thema Emotionen: Wie wir fühlen, reagieren, kommunizieren und wie wir mit Unsicherheiten umgehen können. All das wird verständlich erklärt und bleibt trotzdem nah am echten Leben. Für mich war es ein bereicherndes Buch mit vielen schönen Gedanken, das sich sehr gut lesen lässt.
Der Anfang gefiel mir ja noch recht gut. Bevor es sich um das Thema offene Beziehung dreht gibt es erstmal allgemeine Beziehungstipps. Wie man für sich selbst feststellen kann, was einem wichtig ist. Die Autorin hilft hierbei auch mit Reflexionsfragen, die man sich selbst stellen kann. Doch insgesamt ist es mehr Beziehungsratgeber als dass es sich hierbei um offene Beziehungen dreht. Gefühlt etwa 150 Seiten allgemeine Infos, 50 Seiten über das alternative Beziehungsmodell.
Meiner Meinung nach führt der Titel in die Irre. Ich ging mit ganz anderen Erwartungen an das Buch ran.
Svenja Sørensen’s Offen lieben offers a thoughtful and practical approach to creating open relationships that are rooted in trust and communication. One standout concept is the “relationship radar,” a weekly conversational framework designed to help partners check in with each other. This tool encourages intentional dialogue about emotions, needs, boundaries, and any evolving dynamics, fostering clarity and deeper connection. As Sørensen writes, “The strength of an open relationship lies in the courage to have the conversations others avoid.”