Queere Märchenadaption mit einer ordentlichen Portion scharfzüngigen Witz!
Marie Steinbach, genannt Pechmarie, schlägt sich als Taschendiebin durch. Eines Tages gerät sie beim Versuch, eine scheinbar lohnende Börse an sich zu bringen, an Adelaide von Hopfenburg, die Ex des Königs Drosselbart. Die erweist sich als ein weitaus durchtriebenerer Gauner als Marie. Sie wird von Adelaide in die Lehre genommen und in ihren Plan einbezogen, die Krone ihres ehemaligen Gatten zu stehlen, der keineswegs der nette König ist, für den er sich gern ausgibt. Zu zweit zieht das ungleiche Paar durch die Märchenreiche von Diebstahl zu Diebstahl, um sich für den finalen Coup auszurüsten.
Folge den beiden auf ihrem Weg von einem Gaunerstück zum nächsten und erlebe eine rasante Reise voller Humor und Abenteuer, bis sich schließlich erweisen muss, ob ihr Plan gelingt und der böse König seine Krone verliert.
Eine ganz tolle Geschichte von den beiden, ich finde die Charaktere passen so gut zusammen, auch vom Charakter her. Da beide total verschieden sind, passt es einfach perfekt. Ich musste auch an einigen Stellen schmunzeln, wenn die beiden sich unterhalten. Da sieht man wieder wie gut die beiden zusammen passen. Die Geschichte fängt ganz gut an und steigert sich immer mehr, sie wird auch immer spannender. So wie die Geschichte enden tut, würde man zu beginn gar nicht denken, aber es ist einfach perfekt so. Im Großen und Ganzen, eine gelungene Geschichte, mit spannenden und auch lustigen Szenen.
Ich fand die Geschichte nett geschrieben. Sie war auch nicht langweilig aber hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Dennoch muss ich sagen, fand ich die vielen Märchenanspielungen sehr schön eingebaut und ich fand es schön mal ein Buch zu lesen, indem der Rattenfänger thematisiert wird. Denn ich komme aus der nähe Hameln und kenne diese somit auch recht gut.
Das Buch selber war gut und interessant geschrieben. Man verfolgt die Geschichte von der Pechmarie aus dem Märchen Frau Holle und der Adelaide aus dem Märchen Der König Drosselbart. Dies sind zwei von Grund auf verschiedene Mädchen, welche dennoch zusammengefunden haben und von engen Freunden zu einem Liebespärchen heranwächst. Beide haben eine tiefgründige Backgroundstory, welche man im laufe des Buches kennenlernt und auch nachvollziehen kann, wieso die Charaktere nun so handeln und sich benehmen. Adelaide (ehemals Königin) die ziemlich durchgedreht ist und reiche Männer in ihren Häusern ausraubt und Marie (Normales Dorfmädchen, verstoßen von der Familie) die eine Taschendieben ist um sich zu ernähren.
Alles in allem ein nettes und schönes Buch, welches die Geschichte zweier Mädchen erzählt, wie sie planen und trainieren, um die Krone des tyrannischen Königs Drosselbart zu stehlen und ihn anschließend von seinem Thron verwerfen.
Mir persönlich hat momentan jedoch die Spannung im Form von Magie gefehlt, weil ich momentan mehr Interesse an Romantasy habe und dafür war dort zu wenig Magie vorhanden.
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Tretet ein, tretet ein! In eine magische und märchenhafte Welt, die uns ein grandioses Gauner-Pärchen beschert, welches es auf die Krone des allseits gefürchteten König Drosselbart abgesehen hat. Doch wer führt uns durch diese Geschichte? Natürlich die gute Pechmarie, welche man allerdings niemals so nennen sollte. Bleiben wir also bei ihrem bürgerlichen Namen. Marie Steinbach hat genug vom Leben bei ihrer Mutter. Denn während sie lange viel Ansehen bei ihr erlebt hat, hat sich dies alles geändert als Frau Hölle…ähm ich meine Frau Holle ihr Pech über den Kopf geschüttet hat, während ihre Schwester das ganze Gold abbekommen hat. Jetzt lebt Marie weit entfernt von der Familie und finanziert sich hauptsächlich mit Taschendiebstahl. Der Vorteil? Wenig tun, um sich über Wasser zu halten. Denn genau das ist Maries Vorstellung von einem perfekten Job. Zumindest bis zu dem Tag, an dem sie Adelaide kennenlernt. Ursprünglich wollte Marie nur ihr Geld stehlen, doch muss sie schmerzlich feststellen (wortwörtlich), dass sie es hier selbst mit einer gerissenen Diebin zu tun hat. Nur das Adelaide es nicht nur auf Taschen abgesehen hat, sondern viel größere Pläne besitzt. Hierfür braucht sie allerdings Marie. Diese ist zu Beginn nicht begeistert, nicht nur findet sie Adelaides verrückte Art erschreckend, sondern klingt das alles auch noch nach einem Haufen Arbeit. Dennoch raufen sich die beiden irgendwie zusammen und verfolgen schon bald ein sehr großes Ziel. Die Krone von König Drosselbart stehlen.
Die Geschichte zeichnet sich vor allem durch ihren Humor aus und dadurch, dass man sie sehr leicht und locker lesen kann. Man fliegt förmlich durch die Seiten, während man das Abenteuer von Marie und Adelaide verfolgt. Dieses ist nicht nur darauf fokussiert den Diebstahl der Krone zu erreichen, sondern auch die aufkeimende Bindung der beiden Mädchen zu beschreiben. Denn natürlich verbringen sie viel Zeit miteinander und müssen lernen, dem anderen zu vertrauen. Dabei ist das gar nicht so einfach. Besonders wenn man bedenkt, was für ein flatterhafter Charakter Adelaide ist. Sie ist fast schon verrückt, immer in vielen Farben gekleidet und in den wildesten Varianten geschminkt. Doch versteckt sich hinter ihrer Fassade auch viel mehr, als man einem einzelnen Menschen eigentlich zutrauen will. Kurzum gesagt, es fiel leicht diesen Charakter zu verstehen, wenn sie doch manchmal wilde Handlungen vollführt hat. Doch war dies auch genau das, was die Geschichte so charmant und humorvoll gestaltet hat.
Insgesamt ist dies ein Buch, welches man durchaus ernst nehmen kann, was aber mehr darauf ausgelegt zu sein scheint, dem Leser eine wunderschöne Zeit zu verschaffen. Hier kann man wirklich abschalten, sich fallen lassen und den Alltag komplett ausblenden. Es gibt nicht zu viel zum Kopf zerbrechen und während man dies manchmal deutlich haben will, finde ich es auch durchaus angenehm, manchmal darauf verzichten zu können. Diese Geschichte ist zum Genießen. Wie ein Märchen für Erwachsene, welches uns mal wieder vergessen lassen kann, wie stressig und anstrengend der Alltag manchmal sein kann. Gleichzeitig gibt es jedoch auch für die, die gerne mehr haben wollen, versteckte Lektionen, welche sich der Leser zugute führen kann. Dennoch sollte man nicht zu viel an Tiefe erwarten, was aber, wie gesagt, gar nicht so schlimm ist. Müssen wir uns als Leser denn immer Knietief in Spekulationen und Gedanken setzen? Wie gesagt, ich fand es sehr entspannend, bei diesem Buch einfach einmal abzuschalten und am Ende war es auch genau das, was ich am meisten an dieser Geschichte geliebt habe und was mich dazu brachte, immer weiterlesen zu wollen. Diese Leichtigkeit und das Entspannen. Ich habe dies wirklich sehr geschätzt und könnte deswegen auch niemals ausschließen, dass ich nicht noch einmal zu dem Buch greifen würde. Ganz im Gegenteil, ich sehe mich deutlich irgendwann mit dem gedruckten Buch noch einmal in der Hand. Wenn mal wieder alles ausgeschaltet werden soll, wenn man sich einmal treiben und gleiten lassen will.
Ein weiterer Pluspunkt sind übrigens die ganzen Märchenanspielungen. Man merkt einfach auf jeder Seite, dass wir uns hier in einer märchenhaften Welt befinden, welche man vorher noch niemals so gesehen hat. Bekannte Figuren bekommen neue Gesichter und einige kommen dabei besser und andere schlechter Weg. Wie zum Beispiel unsere liebe Frau Holle, welche man vielleicht im Original mag (ich fand sie ehrlich gesagt immer weird, muss ich gestehen) und wo man jetzt doch nicht umhin kommt, mit der lieben Marie zu sympathisieren. Zumindest erging es mir so, schließlich bekommt die Geschichte aus ihrem Blickwinkel noch einmal einen ganz neuen Eindruck. Auch wenn ich mich sonst nicht wirklich mit ihr identifizieren konnte, mochte ich sie als Charakter sehr gerne und sie ist ihrem Bild auch stets treu geblieben, wenn natürlich auch keine Entwicklung ausgeblieben ist. Als erzählende Stimme nimmt sie den Leser mit auf diese Reise und schmückte sie mit dieser humorvollen Ader aus, welche ich beim Lesen so gerne mochte. Vielleicht lässt sich bei dem Buch auch deshalb so gut der Entspannungsmodus einschalten, weil dies doch die liebste Beschäftigung von unserer lieben Marie ist?
Mein Fazit? Dieses Buch glänzt nicht mit unglaublicher Tiefe, sondern mit etwas ganz anderem Bedeutenden. Es bringt Entspannung und die Möglichkeit, sich komplett fallen zu lassen, wie bei einem wunderschönen Märchen oder einer Komödie. Dennoch gibt es für jeden, der es finden möchte, auch versteckte Lektionen zwischen den Seiten, welche einen zum Nachdenken anregen können. Alles in allem ein lockeres und entspannendes Buch, was ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Ich habe den Instagram-Kanal des Verlages gefunden direkt als der Verlag gegründet wurde und fand das Konzept besondere Fantasy-Romane zu publizieren richtig cool. Daher war ich auch sehr gespannt auf das erste Buch, dass in dem Verlag veröffentlicht wird. Daher habe ich mich als Verlagsblogger beim Wunderzeilen-Verlag beworben und mich sehr gefreut, als ich die Bestätigung erhalten habe, dass ich ihren ersten Roman vorab lesen darf! Daher habe ich auch direkt angefangen das Buch zu lesen, als ich es vom Verlag erhalten habe. Gleich ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil leicht und schnell zu lesen ist, aber trotzdem voller Witz steckt, wodurch ich schon auf den ersten Seiten echt oft schmunzeln musste. Gleichzeitig muss man aber sagen, dass er auch sehr derb ist („Frauen“ werden Beispielweise als „Weiber“ bezeichnet.) Was ich aber nicht störend fand, da es gut zu dem Buch gepasst hat, da es eine Märchenadaption ist und sich an den Sprachgebrauch von der Zeit angepasst hat, als die typischen Märchen entstanden sind. Auch die beiden Charaktere sind sehr besonders dargestellt. Zum einen geht es um Marie, die besser bekannt als „Pechmarie“ ist - also aus dem Märchen der Frau Holle. Der Autor hat es geschafft, die Charakterzüge aus dem Märchen wirklich gut auch in der Adaption zu trage kommen zu lassen. Dadurch ist Marie eher faul und macht sich nicht viel aus ehrlicher Arbeit, weshalb sie ihren Unterhalt auch als Taschendiebin verdient. Trotzdem fand ich Marie aber sympathisch, weil sie trotzdem sehr emphatisch ist und nicht wirklich etwas Böses möchte. Und auch Adelaide ist zwar sehr speziell, aber auch sie habe ich direkt ins Herz geschlossen. Sie ist eine sehr willensstarke Person und möchte immer ihren Kopf durchsetzen. Daher hat sie aber auch spezifische Ziele, die sie erreichen möchte und alles dafür tun würde, diese auch um zu setzen. Gleichzeitig merkt man aber auch direkt, dass sie eine sehr traumatische Vergangenheit hat, denn sie hatte eine (um nicht zu spoilern) Unglücke Beziehung mit König Drosselbart und ist daher auch nicht gut zu sprechen auf die Männerwelt. (2) Wobei ich sagen muss, dass sie Abneigung teilweise auch richtig in Männerhass um schwingt, was ich stellenweise sogar etwas zu heftig finde. Mir ist zwar klar, was der Autor damit erreichen wollte, aber trotzdem war es mir leider teilweise zu viel. Trotzdem muss ich auch sagen, dass mir das Duo aus Marie und Adelaide richtig gut gefallen hat, weil sie eigentlich richtig gegensätzlich sind, aber trotzdem gut harmonieren. Anfangs entstehen dadurch auch sehr lustige Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Und man merkt auch richtig wie sie sich immer näher kommen und ihre anfänglichen Abneigungen gegenüber dem anderen immer mehr beiseite legen und sich richtig anfreunden, was ich richtig süß fand. Dadurch, dass bereits im Klappentext steht, dass es eine queere Geschichte ist, kann man sich natürlich auch denken, dass später auch romantische Gefühle zwischen den Protagonistinnen entstehen. Aber ich muss sagen, dafür geschieht das leider etwas spät in der Geschichte und es ist leider ein zu starker Bruch zwischen der Freundschaft der beiden und dem romantischen Gefühlen. Von meiner Sicht aus hätte es die Geschichte gar nicht gebraucht, dass die beiden romantische Gefühle entwickeln, sondern es hätte auch einfach eine Geschichte über Freundschaft sein können zwischen zwei Frauen, die der Männerwelt abgeschworen haben. Was mir aber sehr gut an der Handlung gefallen hat, war, dass wir zwischendurch vielen verschiedenen anderen Märchenfiguren begegnen, die wunderschön und natürlich in die Geschichte eingebaut wurden, wodurch man sich immer dachte : oh wie cool, dass der Autor das gerade eingebaut hat. Und auch die Spannung war immer da. Ich habe Adelaide und Marie super gerne verfolgt, wie sie ihren Rachefeldzug planen und wie sie etwas unmoralische Sachen tun, um an dieses Ziel zu gelangen. Gleichzeitig war die Handlung aber nicht richtig düster, dadurch, dass der Autor immer wieder seinen besonderen Humor durchscheinen lassen hat. Dadurch wurde die Geschichte einfach immer etwas aufgelockert! (3)Das einzige, was ich leider sagen muss, ist, dass neben der plötzlichen Liebesgeschichte auch das Ende sehr plötzlich kam und auch der Hauptplotpunkt dann leider sehr schnell gelöst wurde. Was ich etwas schade fand, da das Buch gerne nochmal 50 Seiten mehr gehabt haben könnte, damit man am Ende den Spannungsbogen noch etwas länger zieht. Trotzdem kann ich das Buch eindeutig an alle Leute empfehlen, die gerne außergewöhnliche Märchenadaptionen oder humorvolle Geschichten mit LGBTQ+ Repräsentation. Fazit: Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich kleinere Sachen zu bemängeln habe. Wie das die Liebesgeschichte sehr plötzlich passiert und auch das Ende etwas schnell geht. Trotzdem war es im gesamten eine echt außergewöhnliche Märchenadaption, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe.
Mal wieder eine Märchenadaption, über die ich ziemlich zufällig gestolpert bin mit einer interessant klingenden Idee. Märchen zu verknüpfen ist sowieso etwas, was ich immer gerne mag.
Von den Märchen bekommt man dann aber nicht wirklich viel mit. Man sieht zwar gut, dass Adelaide ihre Arroganz nie wirklich verloren hat, trotz der scheinbaren Lektion die sie wohl von Drosselbart bekommen hat (wobei das nicht wirklich je zur Rede kommt), aber sie hätte auch einfach sonst eine arrogante Exprinzessin sein können.
Gleiches gilt für Marie. Faulheit sieht anders aus. Sie lässt sich einfach immer ziemlich kommentarlos von Adeleide mitziehen, wenn diese wieder neue Pläne schmiedet und sie wieder in einer Rolle sehen will, aber sonst erkennt man da nicht viel von der Pechmarie.
Auch der Weltenaufbau hilft nicht viel. Sie jagen zwar dem Rattenfänger nach und ein oder zwei Mal wird beim Reden auf ein Märchen angespielt, aber sonst sind es normale Städte und normale Leute, die sie treffen, wobei man gerade dort etliche kleine Einspielungen hätte einbauen können (wieso hätte der Kutscher, bei dem sie eine Kutsche kaufen nämlich nicht zum Beispiel ein verwandeltes Tier sein können oder die alte Dame eine extreme Sucht nach Süssigkeiten, etc.)
Das hat aber auch mit dem persönlichen Geschmack zu tun. Sieht man mal von den fehlenden Märchenelementen ab, ist die Geschichte in Ordnung, wenn auch nicht perfekt.
Hauptsächlich liegt das an dem Geschichtsstrang oder eben dem Fehlen davon. Die beiden gehen mal hier und mal da hin (oder besser gesagt, Adeleide beschliesst und Marie muss nachziehen), aber welchen Grund das am Ende hat, kann ich nicht sagen. Die Szenen sind einfach alle zu zusammenhangslos.
Die Dynamik zwischen den beiden ist interessant. Dieses Befehlen und Nachfolgen sorgt für eine wirklich langsam wachsende und ziemlich schräge Freundschaft zwischen den beiden, was auch einfach etwas anderes und dadurch erfrischend ist. Die Beziehung hätte es jedoch absolut nicht gebraucht. Dafür war da dann doch viel zu wenig Dynamik, weshalb es so ziemlich aus dem Nirgendwo auftaucht und dann auch sehr flach bleibt und das obwohl man ja vom Klappentext her weiss, dass man es leider auch kommen sehen muss.
An sich ist das Buch also okay. Man kommt schnell hindurch und man hat so ein leichte Lektüre bei der man sich nicht den Kopf zerbrechen muss, was auch immer gut ist, wenn man Abstellen möchte. Von dem her eine nette Geschichte, welcher ich vier Sterne gebe.
Was, wenn die eitle Prinzessin, die Braut des König Drosselbart, gar nicht so hochnäsig und faul wäre? Was wenn dieser König ein ganz anderes Gesicht hätte? Was, wenn auch die Pechmarie nach ihrem missglückten Aufenthalt bei Frau Holle gar nicht so handeln würde, wie man es erwartet? Was, wenn diese beiden Frauen sich treffen würde…
Dann bekommt man eine Geschichte, die in Teilen märchenhaft unlogisch, unfassbar humorvoll, absolut süß und verspielt tiefgründig ist. Eine Story, die so vor sich hin plätschert und einen trotzdem nicht mehr loslässt. Und die in einem Buch: „Zwei wie Pech und Flitter“ wunderbar zu lesen ist. Dabei fand ich toll, wie mühelos Geschichten aus verschiedenen Märchen eingebaut werden und so Erzählungen von einer „normalen“ Welt mit denen der Märchenwelt vermischt werden. Und auch der Schreibstil weist neben seinem fesselnden und humorvollen Charakter dieses einfache/ märchenhafte/ raue Flair auf, was das ganze Buch wunderbar authentisch macht. Die Charaktere sind einfach klasse: Adelaide ist ein kleiner Wirbelwind, der die Geschichte für mich durch ihren offenen und immer frohen, sprunghaften Charakter lebendig hat werden lassen und mich ständig mit ihrem Tatendrang und ihren lustigen, vertrackten Plänen begeistern konnte. Und Marie mit ihrem Humor, ihrer Ironie und ihren teils schönen, teils amüsanten Gedanken verleiht der Geschichte als Protagonistin den letzten Schliff. Aber vor allem die beiden zusammen waren einfach toll zu begleiten und immer für tolle Ideen und lustige Szenen, aber auch mal etwas Ernsthaftigkeit zu haben. Fazit: dieses Buch kann als humorvolle und süße Märchenadaption voller Fantasie, verrückter Ideen und tiefer Freundschaften mit einer faszinierenden Story, einem tollen und amüsanten Schreibstil und zwei außergewöhnlichen Charakteren begeistern, wobei die Überschrift des ersten Kapitels „Süß, aber plemplem“ perfekt passt.
Eine witzige und erfrischende Story mit gelungenen Charakteren
„Wir müssen außerdem an deiner Arbeitsmoral arbeiten.“ „Ich hab keine Arbeitsmoral.“ „Eben.“
Ich liebe dieses Zitat, denn es zeigt für mich wunderbar die Einstellung der beiden Hauptcharaktere zu Beginn 🤣
Zum einen haben wir Pech-Marie, die von zuhause abgehauen ist, nachdem sie im Brunnen kein Glück gefunden hat - das blieb ja bekanntlich ihrer Schwester vorbehalten. Nun schlägt sie sich als Beutelschneiderin durch, aber selbst das ist schon manchmal zu anstrengend.
Adelaide von Hopfenburg dagegen ist eine sehr ambitionierte Diebin, die ihren Tod vorgetäuscht hat, um sich nun an ihrem Ex-Mann König Drosselbart zu rächen. Als Adelaide entscheidet sich mit Marie zu verbünden, hat Marie eigentlich nicht viele Möglichkeiten um nein zu sagen. Denn Adelaide hat eine sehr eigne, aber einnehmende und witzige Art mit der man sie einfach mögen muss.
Für den gemeinsamen Racheplan ist aber nicht nur diebische Perfektion von Nöten. Nein es spielen vor allem auch eine Katze, ein Hut und Käse eine wichtige Rolle. Ihr denkt jetzt sicherlich, dass ist eine seltsame Kombi - da möchte ich auf keinen Fall vorgreifen.
Mit hat das Buch wirklich gut gefallen, da es sich sehr leicht lesen lässt. Außerdem ist viel Witz und Charme dabei, wodurch man gerne mal dientest vergisst.
Was für ein amüsantes Buch. Ich finde diese Story einfach herrlich und erfrischend. Die beiden sind ein tolles Paar und die Wortwechsel sind Göttlich. Ich habe viel gegrinst und oft den Kopf geschüttelt. Hier fliessen ein paar Dinge ein, wo man denkt - das kenn ich doch woher - und fügen sich super ein. Es gab Momente zum Nachdenken und auch eine gewisse Spannung. Für mich ein kleines Highlight, dass mir sehr angenehme Lesestunden beschert hat.