Rüdiger Stolzenburg, 59 Jahre alt, hat seit 15 Jahren eine halbe Stelle als Dozent an einem kulturwissenschaftlichen Institut. Seine Aufstiegschancen tendieren gegen null, mit seinem Gehalt kommt er eher schlecht als recht über die Runden. Er ist ein prototypisches Mitglied des akademischen Prekariats. Dieser »Klasse« fehlt jede Zukunftshoffnung: Die selbst gesetzten Maßstäbe an die universitäre Lehre lassen sich nicht aufrecht erhalten; die eigene Forschung führt zu keinem greifbaren Resultat. Für das Spezialgebiet des Rüdiger Stolzenburg, den im 18. Jahrhundert in Wien lebenden Schauspieler, Librettisten Mozarts und Kartografen Friedrich Wilhelm Weiskern, lassen sich weder Drittmittel noch Publikationsmöglichkeiten beschaffen. Und dann gibt es große Verwicklungen.
Growing up in Bad Düben near Leipzig as a clergyman's son and thus not allowed to attend the Erweiterte Oberschule in the communist East, he received secondary education at a gymnasium in the western part of Berlin. After jobbing as an assembler, bookseller and assistant director, he studied philosophy. Upon graduation he became dramatic adviser at the Volksbühne in Berlin, where he worked as a resident writer from 1974. Since 1979, he has worked as a freelance writer, becoming known for his 1982 novella Der fremde Freund (The Distant Lover).
Nicht jeder kann ein Nobelpreisträger oder eine Berühmtheit sein, die in die Geschichte eingeht. Mit dieser Moral gehe ich aus dem Werk von Christoph Hein, welches einen lange im unklaren lässt, was es eigentlich sagen will. Der Schreibstil Heins liest sich wie gewohnt gut. Die Art wie Hein seine Botschaft gestaltet und welche Facetten hinter jedem von uns stecken und was dies nach innen und außen darstellt, kann man auf einer zweiten Ebene rauslesen.
Dieses Buch ist für mich ein wenig wie ein Blick in Galadriels Spiegel. Vertraute Begriffe und Verhältnisse in sonderbarem Arrangement, und Dinge, die sich noch ereignen könnten. Der Plot ist sonderbar, aber die Darstellung akademischen Alltags ist in Teilen gelungen. Den Teilen, die keine Karikaturen oder Klischees sind.
La rentrée littéraire m'a emmenée en Allemagne ce coup-ci avec la découverte d'un auteur dramaturge célèbre Outre-Rhin et un roman qui sort des romans que je lis d'habitude. Mais parfois ça fait du bien d'être un peu bousculée !
I read it in its French translation. Delightful portrait of an ageing (59), poorly paid, ethical academic and how he fights with his conscience when offered opportunities to improve his income and love-life and realise his professional dream.