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Heimaturlaub

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Eine Woche Heimaturlaub hat Leutnant Dieter Thomas , der im Sommer 1944 von der Ostfront kommt . In der pfälzischen Provinz lebt es sich Der Krieg scheint fern , man glaubt unerschütterlich an den ""Endsieg" , im Freibad geht die Zeit dahin . Rasch hat Dieter ein Auge auf Heidi geworfen und Heidi auf ihn . Doch die Idylle bekommt Risse , denn Dieter wird von einer Erinnerung aus dem russischen Winter heimgesucht ....

290 pages, Paperback

First published January 1, 2010

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Joachim Geil

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August 14, 2011
Ich hätte das Buch vermutlich nicht gelesen, wenn ich den Autor nicht persönlich kennen würde, aber dann hätte ich mich auch um eine interessante Erfahrung gebracht! Joachim Geil erzählt aus sehr interessanter Perspektive vom Kriegsjahr 1944: Der Leutnant Dieter Thomas ist auf Heimaturlaub in einem pfälzischen Dorf. Das Wetter ist schön, er geht schwimmen und verlustiert sich mit der hübschen Heidi. Vom Krieg bekommt man dort nicht viel mit. Trotzdem kann sich Dieter von dem im Krieg Erlebten (was, verrate ich jetzt nicht) nicht freimachen, da hilft auch die Idylle nichts. Diesen Gegensatz schildert der Autor ziemlich gut; bei der Beschreibung des deutschen Dorflebens 1944 fühlt man sich förmlich dort hineinversetzt, mit Natur und Gerüchen und allem; doch mehr und mehr nehmen die schrecklichen Dinge, die Dieter erlebt hat, von ihm Besitz; die Leser erfahren immer mehr von dem, was ihm widerfahren ist; und zudem drängt der sterbende Großvater Dieter dazu, zu desertieren. Er ist hingegen eigentlich noch überzeugt vom deutschen Endsieg und gestattet sich keine Zweifel. Dieter dreht immer mehr ab; die Leser bekommen immer mehr verstörende Dinge und Gewaltfantasien mit, die sich in Dieters Kopf abspielen und zunächst ganz real geschildert werden. Ich fand die Sprache, vor allem eben bei Dieters Gedanken, manchmal ZU intensiv und ZU sorgfältig komponiert, fast künstlerisch, fühlbar auf einen bestimmten

Effekt hin geschrieben. Aber an den Stellen, wo das bei mir dann doch funktioniert hat, fand ich es super und wurde in diese Welt und diese Gedanken richtiggehend hineingesogen. Kann ich echt empfehlen, ist aber nicht gerade leichte Kost!

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