Manche Gedanken lassen sich gut schneiden, wie Papier. Andere sind hart wie Alabaster. Der Gedanke an das Mädchen vom Strand ist ein unendlicher Alabastergedanke – für August, der nicht lügen kann, nichts in Gesichtern liest und für den Berührung eine Kröte auf der Haut ist. Ein Zufall wirft sein geregeltes Leben aus der Bahn. Und konfrontiert August mit einem Gefühl, das völlig neu für ihn ist.
In "Ein Kuss ist ein ferner Stern" wird die zufällige Begegnung von August und Freya beschrieben, welche so besonders wie ungewöhnlich ist. August ist ein junger Mann, welcher an einer Form von Autismus leidet, obwohl leidet hier vielleicht sogar die falsche Bezeichnung ist, denn August wirkt keinesfalls unglücklich, sondern durchgehend zu frieden auf seine eigen Art und Weise. Freya hingegen ist ein gesundes Mädchen, welches aber auch besonders private und familiäre Unstimmigkeiten zu durchleben hat. Als die beiden so unterschiedlichen Menschen sich begegnen, entsteht ein Gefühlschaos, welches besonders August völlig aus der Bahn wirft. Denn er als Autist weiß nicht, wie er mit seinen neuen Gefühlen umgehen soll.
Durch den Aufbau des Buches, welches in Tagebuchform abwechselnd von August und Freya erzählt wird, bekommt der Leser einen sehr schönen Einblick in beide Gefühlswelten. Besonders Augusts Gefühle und Gedanken haben mich interessiert und die Umsetzung empfand ich als sehr angenehm und glaubwürdig. Natürlich ist es schwer, als Nicht-Betroffener sich in einer Welt eines Autisten hineinzudenken, aber ich empfand den Stil des Autors als authentisch und passend. Genauso kann ich mir ein Verhalten und eine Denkweise eines Autisten vorstellen. Somit waren Augusts Einträge für mich das Besondere an diesem Buch, denn es geht nun einmal primär darum, wie ein Autist mit einer völlig fremden Situation und Gefühlslage umgeht. Ich empfand sie als richtig süß und gefühlsvoll und somit hat mir das gesamte Buch sehr gut gefallen.
Es ist ein ziemlich ruhiges Buch, wenn auch mit ein paar turbulenteren Kapiteln ausgestattet, aber genau diese Ruhe habe ich mir von dem Buch auch erhofft. Durch die Sensibilität der Thematik und der wunderschönen kleinen Liebesgeschichte, ist die Geschichte rund um August nun einmal kein spannendes Buch. Es gibt vieles zu entdecken und besonders August Auge fürs Detail hat mir sehr gut gefallen. Denn er sieht und hört Dinge, die für gesunde Menschen "unsichtbar" sind, da man sie z.B. schon viel zu oft gesehen oder gehört hat, oder aber sie wirken auf einen so unwichtig, dass man sie übersieht/hört. Dadurch entstand auch eine leichte philosophische Stimmung, welches die gesamte Umsetzung für meinen Geschmack sehr schön abrundete.
Ein Buch, welches ich nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen ans Herz legen kann, welche einmal eine Story eines besonderen Jungen lesen wollen, der in seiner ganz eigenen Welt lebt und dort glücklich ist.
Hm naja, kann ich nicht so recht einordnen. Die Idee hinter diesem Buch ist nicht neu, aber trotzdem schön, ich konnte nur nichts mit der Umsetzung anfangen. Vielleicht bin ich aber auch nicht die Zielgruppe - aus dem Jugendalter bin ich schon eine Weile raus.^^ Ich fand die Figuren ziemlich blass und oberflächlich, vor allem die Liebesgeschichte zwischen Freya und August hat sich gezogen wie Kaugummi, um dann am Schluss auf ein paar Seiten abgehandelt zu werden. Ich habe auch nie so ganz verstanden, wer Rudi eigentlich ist. Er spielt in einer Band, in der August auch ist, und bezeichnet sich als deren "Kümmerer". Gibts da einen speziellen Hintergrund? Oder habe ich den einfach überlesen? Was mich noch sehr gestört hat, waren die ganzen Anspielungen auf Sex, der tatsächliche Sex und wie die Jungs über die Mädchen geredet haben. Wie gesagt, ich bin nicht die Zielgruppe, aber sowas kann man doch auch weniger trampelhaft beschreiben. Nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht.
Meinung: "Ein Kuss ist ein ferner Stern" handelt von der zufälligen Begegnung eines mehr oder weniger normalen Mädchens und eines autistischen Jungen und den Folgen dieser Begegnung zwischen Freia und August. Eingeleitet wird das Buch aber ganz anders - von Rudi, einem Freund von August, der Material für eine Geschichte sucht und deshalb August und Freia alles aufschreiben lässt, was ihnen passiert und was ihnen zu der Begegnung einfällt. Dieses Material trägt er zusammen und in gesammelter Form wird es dann dem Leser präsentiert. Den Aufbau des Buchs fand ich sehr interessant. Man liest teilweise aus Rudis Sicht und betrachtet die Geschichte als mehr oder weniger Außenstehender. Aber man liest auch aus Freias Perspektive oder Augusts. Vor allem letzteres hat mir sehr gefallen, denn die Abschnitte aus Augusts Perspektive waren immer wieder beeindruckend. Trotz seiner etwas ungewöhnlichen Wahrnehmung der Welt waren sie sehr gut verständlich und irgendwie noch herzergreifender, vielleicht auch gerade weil sie so anders waren. Auch insgesamt fand ich die Problematik des Autismus hier sehr gut beschrieben. Mir als Leser war es die ganze Zeit über klar, dass August Autist ist, aber es wurde als etwas natürliches beschrieben, nicht außergewöhnlich darauf herumgeritten. Man hat sich so an August gewöhnt und ihn lieben gelernt, wie auch andere Charaktere in diesem Buch es tun. Zur Entwicklung der Geschichte lässt sich nicht besonders viel sagen. Sie wird eben sehr stark von den Charakteren angetrieben und ist nicht besonders actionreich oder sonstwas, aber das ist ja auch nicht Gegenstand des Buchs. Einzig allein ein Abschnitt zum Ende hin hat mir eher weniger gefallen, aber das war auch eine Ausnahme. Der Stil ist recht vielfältig, eben gerade weil man aus drei verschiedenen Perspektiven liest. Das fand ich sehr gut gelöst, denn man die Unterschiede zwischen den Erzählern machen sich da auch im Stil bemerkbar. Sehr schön gelöst.
Fazit: Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann. Es lässt sich leicht und angenehm lesen, ist dabei aber nicht oberflächlich oder klischeebeladen.
Endlich habe ich mein zweites deutsches Buch gelesen und bin vor allem stolz auf mich! Dieses Buch lieg mir am Herzen und obwohl es schwierig für mich war, alles gut zu verstehen, kann ich sagen, dass es sich lohnt und ich bin froh, dass ich Ein Kuss Ist Ein Ferner Stern gelesen habe. Ein schönes, lustiges Buch! xx
It was okay, but didn't bowl me over. August is a nice guy. I hate open endings and the end of this book was somehow unfinished. What will happen to them; SERIOUSLY this just annoyed me so much! There were only a number of events described chronological; and somehow I missed the point of this book.