- Looking for a fresh approach to the study of Development Geography? - Bored with the traditional structure of most development texts? -Do you consider pressing topics such as gender, sustainable development, modernity-postmodernity as integral to a clear understanding of this field? -Want to learn or teach with the aid of a team of world-renowned development specialists? Geographies of Development is an innovative and comprehensive introductory textbook for undergraduate students of Development Geography and Development Studies. The aim is to move away from the traditional approach whereby topics such as agriculture, industry, urbanisation, trade and aid are dealt with separately. Rather, key topics such as development ideology, globalisation, modernity, gender, ethnicity, tourism, land degradation and environmental sustainability are integrated throughout the text. The theme of the book is that ideas concerning development have been many and varied, and have been highly contested, varying from time to time and from place to place.
Die „Fab Five“ der Weltverbesserung Statt eines weiteren wohlmeinenden Drei-Punkte-Plans zur Rettung der Welt legen Robert Potter, Tony Binns, Jennifer Elliott, Etienne Nel und David Smith ein Werk vor, das eher einem 636-seitigen Konzeptalbum gleicht als einem Lehrbuch. „Geographies of Development“ erklärt nicht nur, warum die Welt so aussieht, wie sie aussieht, sondern auch, warum der Begriff „Entwicklung“ oft so stabil ist wie ein Wackelpudding in der Wüstensonne. 1. Die „Was-ist-eigentlich-Entwicklung?“-Krise Das Buch beginnt mit einer wohltuenden philosophischen Demontage. „Entwicklung“ bedeutet hier nicht, dass am Ende überall iPhones und Starbucks-Filialen stehen. Die Autoren unterscheiden sauber zwischen immanenter Entwicklung (dem, was ohnehin geschieht) und intentionaler Entwicklung (dem, was Expertengruppen in klimatisierten Büros planen). Die stille Pointe: Wer Entwicklung ausschließlich in Dollarbeträgen misst, hat den inneren Amartya Sen noch nicht freigeschaltet. 2. Süd-Kurs für Fortgeschrittene Ganz im Sinne unserer Asante-Lektüren integriert dieses Handbuch konsequent Southern Theories. Hier wird nicht über den Globalen Süden gesprochen, sondern mit ihm. Konzepte wie Ubuntu, Animismus oder Buen Vivir erscheinen nicht als folkloristische Randnotizen, sondern als ernstzunehmende Alternativen zum westlichen Wachstumsdogma. Es ist das akademische Pendant dazu, das Wohnzimmer nicht länger nach skandinavischen Möbelkatalogen, sondern nach der kosmischen Ordnung der Ahnen einzurichten. 3. Der koloniale Geist im Kleiderschrank Das Kapitel zum Kolonialismus wirkt wie eine notwendige Therapiesitzung. Die Autoren zeigen, dass die heutige Weltkarte kein historischer Unfall ist, sondern die fortwirkende Architektur einer Epoche, die wir offiziell längst verabschiedet haben. Kartiert wird hier eine wahre Landschaft der Schuld (um Heiner Müller zu bemühen) – nicht aus moralischer Selbstgeißelung, sondern um den Weg zu reparativer Gerechtigkeit überhaupt erst sichtbar zu machen. Der „Potter-Check“ der globalen Zustände zeigt, wie grundlegend sich die Perspektive verschiebt, sobald man den naiven Entwicklungsoptimismus hinter sich lässt. Während Globalisierung landläufig als Prozess der Angleichung verstanden wird („am Ende werden alle gleich“), beschreiben die Autoren eine shrinking world mit zugleich wachsender sozialer und ökonomischer Kluft. Urbanisierung erscheint nicht mehr als magnetische Erfolgsgeschichte der Großstadtlichter, sondern als hochkomplexer Raum des Überlebens, der Improvisation und des Widerstands. Auch Ressourcen gelten nicht länger als etwas, wovon man schlicht „mehr“ benötigt, sondern als fragile Grundlage, die ein nachhaltiges Management in einer sichtbar erschöpften Welt verlangt. Und schließlich wird der Fortschrittsbegriff selbst entzaubert: Nicht der Norden zeigt den Weg, sondern Entwicklung erweist sich als highly contested – als permanenter Kampf um Deutungshoheit, Prioritäten und Zukunftsbilder. Dieses Buch ist für die Entwicklungsforschung das, was Davids Marat für die Revolution war: Es friert den chaotischen Moment ein, um seine tiefere Struktur sichtbar zu machen. Wer dieses Werk im Regal hat, braucht kein herkömmliches GPS mehr – sondern verfügt über das intellektuelle Rüstzeug, um durch das kafkaeske Labyrinth der Weltpolitik zu navigieren, ohne Mut oder Verstand zu verlieren.
Well, it's a good introduction to the topic. I'd suggest it for younger readers though (yeah, despite the academic English)... at my age you've most likely already studied the UN and WTO and those kinda institutions quite a lot, and then there's a risk that this book gets repetative.