Einen solchen Fall haben weder Hauptkommissar Reineking noch die LKA-Experten erlebt: Vor dem Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica ist ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit verbrannt worden. Augenzeugen behaupten, das Opfer sei brennend auf das Denkmal zugelaufen. Aber wer ist er überhaupt? Und welche Bedeutung hat das antike Medaillon, das bei ihm gefunden wurde? Als Hauptkommissar Reineking herausfindet, dass das Opfer vor seinem Tod versuchte, sowohl einem Journalisten als auch dem Vatikan eine Geschichte über eine dubiose Sekte zu verkaufen, ist er auf der richtigen Spur. Denn der geheimnisvolle Tote hatte den Guru der Sekte, zu deren Riten angeblich blutige Menschenopfer gehören, überfallen und den Schlüssel einer Kapelle und besagtes Medaillon gestohlen. In der Kapelle erwartet die Ermittler ein grausiger Fund: der Leichnam einer offenbar rituell getöteten jungen Frau. Ihr vernarbter Körper gibt der Polizei weitere Rätsel auf. Hinter den rätselhaften Toten im idyllischen Westfalen scheinen mächtige, dunkle Mächte am Werk zu sein. Ist die Sekte wirklich im Besitz uralter Dokumente, die das geheime Wissen bergen, um aus dem Jenseits zurückzukehren? Die Kirchenvertreter sind davon überzeugt und es beginnt eine umbarmherzige Jagd auf den Sektenführer.
Willi Voss verbrachte seine Kindheit und Jugend im westfälischen Velbert. Er war u.a. Bibliothekar und Journalist. Für die Heftreihen des Bastei Verlags schrieb er Western und Jerry Cotton Romane. 1979 erschien unter dem Pseudonym E.W. Pless sein erster Roman »Geblendet«, laut eigenem Blog eine »autobiographisch eingefärbte Insiderstory aus dem Bereich des Terrorismus«. 1981 veröffentlichte er bei Bastei seinen ersten Kriminalroman »Tränen schützen nicht vor Mord« unter dem Namen Willi Voss. Während E.W. Pless für die Politthriller »Gegner«, »Auch Narren sterben einsam« und »Signum F« reserviert blieb. Größter literarischer Erfolg war seine in Hamburg angesiedelten Hardboiled-Reihe um den (Ex)-Kommissar Holger Fleestedt. So wurde „Das Gesetz des Dschungels“ mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Anfang der 90er schrieb Voss auch Drehbücher für das »Großstadtrevier« und den »Tatort«. Vor allem »Stoevers Fall« hinterließ bleibenden Eindruck, als Tatort-Folge mit einer der höchsten Einschaltquoten aller Zeiten.