Ich fand die im Buch angeführten Situationen, wie Männer und Frauen jeweils sprachlich agieren sehr interessant und treffend. Diesezüglich hätte ich mir allerdings mehr gewunschen - also mehr Beobachtungen, wie Frauen und Männer häufig in bestimmten Situationen reagieren, sodass es oftmals zu Reibereien zwischen den Geschlechtern kommt, und dementsprechend auch eine umfangreichere Strukturierung des Buchs. Grundsätzlich stimme ich den Argumenten im Buch zu, jedoch finde ich sie auch teilweise widersprüchlich: Nach der Erläuterung diverser Problemsituationen werden häufig Vorschläge gegeben, wie Mann oder Frau sich verhalten oder denken könnte, während am Schluss des Buchs darauf hingewiesen wird, dass es nicht das Ziel ist, dass sich die Geschlechter aneinander anpassen, sondern dass sie sich gegenseitig akzeptieren sollen. Beide Ansätze (Verhaltensänderung & Akzeptanz) können meiner Meinung nach kritisiert werden, da einerseits eine Änderung von eingefahrenen Verhaltensmustern üblicherweise nur schwer hervorzurufen und häufig mit Widerstand verbunden sind, andererseits kann das Wissen über die Intentionen und verschiedenen Interpretationsweisen von weiblichem bzw. männlichem Verhalten zwar eine gewisse Einsicht bieten, jedoch die tatsächliche Interaktion deswegen immer noch Ärger, Frustration und ähnliche Gefühle auslösen - diese sind leider meist zu irrational, um sich mit logisch-rationalen Argumenten umstimmen zu lassen.