Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Die letzteren Wünsche waren den Eltern zu unseriös (vom ersten ahnte niemand etwas). Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland wie Washington, Philadelphia und New York. Durch lange Aufenthalte an der Nordsee wurde das Meer ihr Sehnsuchtsort. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben.
Gemeinsam mit dem Autoren Horst-Dieter Radke erfand und schreibt sie die historische Krimiserie um Puff & Poggel, mit Blick in die 50er Jahre auf fiktive Ereignisse in Mülheim an der Ruhr. Als Gegenpol zum „Kriminellen“ veröffentlichen sie sommerleichte Inselromane. Neben dem gemeinsamen Schreiben publiziert jeder für sich Soloprojekte.
Polizeihauptkommissar Weinbrenner ist aus seinem Sabbatical zurück und findet auf seinem Schreibtisch einen Umschlag mit einer Geschichte eines vernchlääsigten kleinen Mädchens, die wie ein Auzug aus einem Roman anmutet. Kurz derauf erreicht ihn eine Nachricht, in welcher seine Tochter Birte bedroht wird. Diese beiden Nachrichten treten aber schnell in den Hintergrund, als die mysteriöse, laszive und faszinierende Jonna Lund in sein Leben tritt und ihm den Kopf verdreht. Sie möchte, dass er ein seit 5 Jahren vermisstes Mädchen sucht, dass keiner zu vermissen scheint. Was hat die Sargmalerin mit diesem Fall zu tun, die Drohbriefe erhält und terrorisiert wird? Plötzlich sieht sich Weinbrenner mit 2 Morden und 2 verschwundenen Kindern konfrontiert. Monika Detering legt mit "Es ist niemand im Haus" den dritten Roman um Komissar Weinbrenner vor. Dieses Buch ist jedoch kein gewöhnlicher Krimi. Neben den klassischen Krimielementen ist dieses Buch ein sprachliches Feuerwerk das mit grandiosen Bildern die innere Welt der Protagonisten durch wortgewaltige Beschreibung in die Außenwelt transportiert. Dieses Buch ist kein einfacher Krimi für nebenbei. Dieses Buch ist eine wortgewaltige psychologische Studie und ein grandioses Sprachfeuerwerk, dem die Kriminalhandlung nur als Gerüst zum anlehnen dient. Sprachlich grandios und sehr anspruchsvoll, daher sollte man für diese etwas über 200 Seiten durchaus mehrere Tage einplanen, um sie würdig genießen zu können.