Stephan schreibt über die kleinen aber wichtigen Dinge im Leben. Mich hat am meisten das Kapitel auf S 111, der Streber, aufgerührt, auch wenn ich mir nie als klassischer Streber vorkam. Es geht um einen Professor, der sein ganzes Leben seiner Profession nachging und innerlich dachte, je mehr er arbeiten und leisten würde, je besser würde er zufrieden, erfolgreich und glücklich werden. Er studierte im Zug als er den Schriftsteller Stephan im hohen Alter traf über glücklich sein. Der Hauptgrund im Leben: menschliche Beziehungen… und die vernachlässigt man wenn man so viel arbeitet. Ich habe 30 Jahre meines Lebens 60-65 Stunden gearbeitet und nicht genügend an Beziehungen gearbeitet…. das war ein Fehler auch wenn ich viele Freunde habe aber evtl auch nicht genügend Tiefe in den Beziehungen habe…. Das will ich jetzt mit 62 aendern!! Ich habe deswegen auch meine Arbeit vor einem Monat gekündigt!!!!!!!!
Die wanderung: S 141 Ich bin noch nie einfach nur mit einem Freund wandern gegangen. Warum eigentlich nicht ? … sie beobachten Kraniche die ein Leben lang zusammen bleiben - sein Freund hatte sich gerade getrennt
Die Insel S153, er besucht eine kleine griechische Insel und trifft dort einen Ex Restaurant Besitzer, der eine herrlich alte Bibliothek eingerichtet hat…. wie ich es vorhabe…. und bekommt das Lieblingsbuch des Griechen zum Abschied in deutsch….. und schenkt es später seinem Sohn…. ich musste weinen
So vieles, was ich am Buch nicht mag: Josy ist so unglaublich naiv, es tut einfach weh, dazu, dass sie zweimal vergewaltigt wird und das erste Mal nicht mehr erwähnt wird… Warum? Ist es wirklich nötig, so was zu schreiben, jetzt mal ehrlich? Und dass sie auch Miguel verzieht, warum? Dazu ist Luis viel besser als Miguel. Was mich auch komplett wundert, ist, dass Freda Marie mit ihrem Mann verzieht und sich noch um das Kind kümmern will. Hat nichts damit zu tun, dass sie eine gute Person ist, sondern damit, dass sie sich selbst nicht respektiert. 2.5 sterne