Monika Helfer (1947), vormals Monika Helfer-Friedrich, ist eine österreichische Schriftstellerin. Thema ihrer Bücher sind oft schwierige Familienbeziehungen, wobei sie einen besonderen Fokus auf die Kinderperspektive legt. „Die Figuren in Monika Helfers Büchern haben Mut, Überlebenswillen und den gesunden Trotz eines Kindes, nämlich den Trotz, sich von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Kategorisierungen nicht beirren zu lassen“, so Dorothea Zanon in ihrer Laudatio anlässlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
Rosie, lebt in New York, besucht jeden Mittwoch Nachmittag ihren Urgroßvater und lässt sich von ihm Geschichten über sein Heimatdorf in Österreich und die dort früher lebenden Juden erzählen. Tja, mehr passiert nicht und die Geschichten sind ziemlich öde, langweilig und auch ein bisschen nichtssagend. Es sind merkwürdige Erzählungen, die vermutlich einen Einblick in die jüdische Kultur geben sollen? Ich weiß es nicht. Ich weiß einfach nicht, was mir diese Geschichten erzählen sollen! Hinzu kommt, dass das Buch sprachlich so daneben ist! Man fühlt sich wie eine 4jährige, bei der Kindersprache. Aber nun werden 4jährige Kinder dieses Buch nicht lesen und 7jährige müssen sich doch total dämlich vorkommen. Hier macht sie jemand kleiner und dümmer als sie sind! Die Kinder werden hier einfach nicht ernst genommen, das ärgert mich. Ich begreife nicht, warum so ein Buch auf der Nominierten Liste für den Dt. Kinderliteraturpreis ist! Oder ich habe es einfach so überhaupt nicht verstanden und es ist etwas wahnsinnig großes an mir vorbeigegangen...aber ich bezweifle das stark! Die Illustrationen in der Ausgabe sind dabei wunderbar! Vom Schattentheater inspiriert haben sie eine merkwürdige Lebendigkeit und Beweglichkeit.
HELFER, Monika; KÖHLMEIER, Michael: „Rosie und der Urgroßvater“, München 2013 Ein Dichterehepaar schreibt gemeinsam ein Buch. Das scheint interessant. Mit diesem Zugang habe ich es auch gelesen. Der aus Hohenems stammende Urgroßvater der kleinen Rosie wohnt in New York. Das in Amerika aufgewachsene Kind besucht ein Mal pro Woche ihren Uropa, der ihr dann Geschichten aus seiner alten Heimat Vorarlberg und der Stadt Hohenems erzählt. Das ist der Rahmen des Buches, in den dann verschiedene Geschichten gestellt wurden. Die Gesellschaft der kleinen Stadt wird erzählt, wie Juden und Christen nebeneinander wohnten und wie sie auch friedlich mitsammen auskamen. Das Dichterehepaar entführt den Leser mit den einzelnen Märchen in die Vergangenheit. Es ist kein wirkliches Kinder-Märchenbuch, aber für Erwachsene sind die Erzählungen sehr flach. Interessant wäre, wie dieses Buch entstanden ist. Wer welche Rolle beim Schreiben übernommen hat.
Ich war noch niemals in New York (außer am Flughafen) und nach Hohenemms komme ich auch erst in in paar Wochen zum ersten Mal, wenn ich mir "s'Ländle" anschaue, wie Vorarlberg im eigenen Dialekt genannt wird.
In meiner Schulzeit musste ich "Spielplatz der Helden" von Michael Köhlmeier lesen, was mich vor weiteren Bücher von ihm abgeschreckt hat - ganz zu unrecht, wie ich jetzt meine, denn dieses Buch hat mir im Gegensatz um langatmigen Expeditionsbuch sehr gut gefallen und mich kurzweilig unterhalten.
Rosie lebt mir ihrer Großmutter und Mutter in New York, wo sie einmal wöchentlich ihren über 90-jährigen Uropa besucht, der ihr jedes Mal eine Geschichte aus längst vergangenen Tagen aus dem fernen Hohenemms erzählt. Da es sich um eine jüdische Familie handelt, die in den früheren Generationen viel in der Region erlebt hat und deren Familengeschichte dort im Zeit des Nationalsozialisms endet, haben mich die Geschichten fasziniert, ebenso der Umgang von Rosie mit ihrem gehbehinderten Urgroßvater.