In 10 Aufsätzen bringt Bichsel dem Leser die Schweiz und all dasjenige, das mit ihr einherkommt, in einem ganz eigenen Ton näher. Vielleicht ist es eine spitzfindige Kritik von Bichsel, vielleicht aber kommentiert er auch einfach die eigenwillige Art und Weise der Schweizer Eidgenossenschaft - was schon lange nötig gewesen wäre. Dabei nimmt Bichsel sich selbst aber nie aus der Barrage, sondern wirft sich erst recht ins Getümmel. Meine Lieblingsstelle in Bezug auf das Kultiviertsein soll ein Beispiel hierfür sein:
„Nun gibt es selbstverständlich auch den Snob, der nur so tut, weil man eben so tut, dem es nur gefällt, weil es ihm zu gefallen hat. Wir alle, wirklich alle, schimpfen auf ihn.
Ich bin ein Snob. Wir alle sind es. […]“