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Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung.

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Wer verstehen will, wie es um die politische und geistige Situation in den zwanziger und dreißiger Jahren in Deutschland bestellt war, kommt um Larges Analyse des Mikrokosmos München nicht herum.» Rheinischer Merkur München ist berühmt für seine Architektur, für den Kunstsinn und die Lebenskunst seiner Bürger, für Bierseligkeit und Gemütlichkeit. Warum wurde ausgerechnet dieses vielgepriesene «Isar-Athen» zum Geburtsort des Nationalsozialismus? David Clay Large schildert Münchens Weg in das Dritte Reich und seine schillernde Karriere als «Hauptstadt der Bewegung». Sein glänzend geschriebenes Buch beschreibt die Stadt als Mikrokosmos der Kräfte und Ideologien, die in Deutschland zur Herrschaft der Nationalsozialisten geführt haben. Es zeigt, wie München zu einer einzigartigen Bühne für Genies, Exzentriker und Verbrecher und zum Schauplatz für den ersten Akt der deutschen Katastrophe wurde.

Paperback

First published September 1, 1998

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About the author

David Clay Large

26 books15 followers
David Clay Large is a senior fellow at the Institute of European Studies, University of California, Berkeley, and professor of history at the Fromm Institute, University of San Francisco. He has also taught at Smith College, Yale University, and Montana State University.

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Profile Image for Jeremias.
16 reviews
September 23, 2025
Inhaltlich könnte ein Buch für mich nicht interessanter sein, als jene Ausführungen von Clay Large über „Hitlers München“, die Hauptstadt der Bewegung und die Kontinuität von München als Isar-Athen, über das Schwabinger Bohème bis zur dunklen NS-Zeit.

Der Ansatz, die Geschichte aus Sicht der Kulturschaffenden, der Intellektuellen und der Schriftsteller zu rekonstruieren, ist ein erfrischender, wenn auch ungewohnter. Aber er funktioniert.

Alleine die Ausführungen über die Vorgeschichte und das historische Fundament der späteren NS-Regierung fällt etwas kurz aus. An seltenen Stellen ist auch die Argumentation zu hinterfragen bzw. Seine historische Reliabilität. Beispielsweise dann, wenn er das angebliche Widerstandspotenzial Münchens während des „3. Reiches“ illustriert, das von den Menschen nicht ausgeschöpft wird, regte sich in mir Widerstand. Vor allem dann, wenn er dieses Reaktionspotenzial mit dem erfolgreichen Widerstand gegen das Kreuzverbot in Schulen vergleicht, stellte ich mir die Frage inwiefern eine solche harmlose, kulturkämpferische Reaktion als Beleg für den Spielraum eines realen Widerstand dienen soll. Sind tatsächliche Widerstände gegen totalitäre Regime - die man meist mit Leib und Leben durchzusetzen versucht - wirklich mit dem Widerstand gegen ein Schulgesetzt vergleichbar? Ferner finde ich schlichtweg die Dimension hier verrückt.

Nichtsdestotrotz gelang Large mit diesem Werk ein reichhaltiger Ritt durch die Geschichte Münchens von den Anfängen der kulturellen Blützezeit bis zur Nachkriegszeit und dem kulturellen Wiederaufbau dieser. Seine Auswahl an Zitaten aus literarischen Werken, Quellen und Illustrationen fügen sich nahtlos in die chronologische Erzählung ein.
Alles in Allem also ein Buch für Interessierte an Geschichte, Kultur und auch Literatur!
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