Lese- und Hörrunde Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" discussion

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2.2 - Namen und Orte: Orte

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message 1: by Geologe (new)

Geologe | 95 comments Einerseits fasziniert mich diese Empfindsamkeit, die Feingeistigkeit - andrerseits ist er ein elendes Muttersöhnchen, das ich gerne schütteln möchte


message 2: by Geologe (new)

Geologe | 95 comments Und weiter:
einerseits der Schön- und Feingeist - andrerseits stellt er sich (mehrfach) wie ein (kreischendes) Groupie vor, mit Leuten befreundet zu sein, mit denen er nie ein Wort sprach, die ihm gänzlich unbekannt sind.....das ist doch albern und dumm

Welch Kontrast


message 3: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 30 comments Oh ja, kaum erzählt ihm der Kellner, dass am Nebentisch ein "berühmter" Maler sitzt, schreibt er ihm gleich einen "Fanbrief". Tzzz.

Wie lang ist er eigentlich schon in Balbec. Es gibt doch diese Stelle, wo er beschreibt, wie sich die ähm Sonnenzeit (? mir fehlen die Worte, es ist noch zu früh) im Laufe seines Aufenthalts in Balbec geändert hat. Geht das im Sommer so schnell?


message 4: by Geologe (new)

Geologe | 95 comments Genau!
Und ist der Maler auch noch mit Swann bekannt/befreundet, ist er über jeden Zweifel erhaben.

Detailfragen kann ich kaum beantworten, da ich höre.
Ist ungekürzt und das Buch liegt auch daneben, darin lese ich aber nur besonders gelungene Formulierungen nach und kontrolliere, wo ich mich textlich befinde.


message 5: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 30 comments Naja so detailliert wurde das (meiner Meinung nach) im Buch jetzt auch nicht erwähnt. Ich nehme mal an, er ist im Hochsommer hingefahren und mittlerweile dürfte es schon Spätsommer/Herbstbeginn sein. Nicht, dass das so relevant wäre...

An manchen Stellen hätte ich gerne nachgeschlagen, wie das denn ins Deutsche übersetzt wurde, aber die riesigen Kapiteleinteilungen machen das ja leider mehr oder weniger unmöglich.


message 6: by Geologe (new)

Geologe | 95 comments Lacrima_Atra wrote: "....An manchen Stellen hätte ich gerne nachgeschlagen, wie das denn ins Deutsche übersetzt wurde, aber die riesigen Kapiteleinteilungen machen das ja leider mehr oder weniger unmöglich. "

Kommt auf den Versuch an :o)
Meine Ausgabe umfasst (ohne Anhang) 760 Seiten.... so kann man es vielleicht schon einmal eingrenzen und sich der Stelle nähern


message 7: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 30 comments Naja, nennen wir es Faulheit ;-) Wobei es mir bei besagten Stellen weniger um den Wortlaut der Übersetzung an sich, sondern eher um Verständnisfragen ging. Ich bin ja auch leider meistens zu faul, um etwas im Wörterbuch nachzuschlagen bzw. habe ich normalerweise gerade kein Wörterbuch zur Hand.


message 8: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 30 comments S. 509: "Il en est des plaisirs comme des photographies. Ce qu'on prend en présence de l'être aimé, n'est qu'un cliché négatif, on le développe plus tard, une fois chez soi, quand on a retrouvé à sa disposition cette chambre noire intérieure dont l'entrée est "condamnée" tant qu'on voit du monde."

Die ungefähre Übersetzung: "Mit den Vergnügen/Freuden ist es wie mit den Fotos. Was man in Gegenwart des/der Liebsten aufnimmt, ist nur das Negativ; man entwickelt es später, wieder bei sich zu Hause, wenn man diese innere Dunkelkammer wieder zur Verfügung hat, deren Eintritt "verriegelt" ist solange man unter Leuten ist."

Interessanter Gedanke, dass man solche "Freuden" (mir fällt grade kein gutes Wort auf deutsch ein) erst wirklich wertschätzen kann, wenn man wieder alleine ist, aber nie in dem Moment, in dem man sie eigentlich erlebt. Da muss ich noch länger drüber nachdenken, ob ich dem zustimme.


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