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Frühstück bei Tiffany
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05/2019: Leserunden > Frühstück bei Tiffany ♻️ Buddy-Read

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Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Breakfast at Tiffany - Truman Capote

Start: 01.05.2019


Platz 2 bei der Klassiker-Abstimmung, aber auf Wunsch von Sara und Semjon als Buddy-Read mit aufgenommen. Es ist ein kurzes Buch, dass man prima bis zum Wochenende gelesen haben kann. Mitlesende sind herzlich eingeladen.


message 2: by Claudia / BeautyButterflies (last edited Apr 12, 2019 02:35AM) (new) - rated it 3 stars

Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Juhu!!! Da bin ich auf jeden Fall dabei!


Michael ♤ (MrSchleppel) | 87 comments Mod
Ich werde auch mitlesen.


message 4: by Sauerkirsche (last edited Apr 12, 2019 11:41AM) (new) - rated it 3 stars

Sauerkirsche | 228 comments Mod
Ich bin auch dabei. Leider besitze ich nicht das Original, sondern die deutsche Übersetzung und die soll ja laut einigen Reviews ziemlich mies sein. Lest ihr im Original oder auf deutsch?


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Ich lese die englische Version.


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Sauerkirsche wrote: "Ich bin auch dabei. Leider besitze ich nicht das Original, sondern die deutsche Übersetzung und die soll ja laut einigen Reviews ziemlich mies sein. Lest ihr im Original oder auf deutsch?"

Auf die Schnelle hab ich zwei verschiedene Übersetzungen finden können. Die ganz alte von ca. 1962 von Hansi Bochow-Blüthgen und die neuere Versionen sind alle von Heidi Zerning übersetzt. Ich hab mir extra eine Ausgabe auf Englisch zugelegt um hinterher nicht überlegen zu müssen ob die Übersetzung Schuld ist, falls es mir nicht gefällt, und darauf geachtet, dass Audrey Hepburn nicht auf den Cover ist :D


Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Ich hab die deutsche Fassung und habe bisher nur gehört, dass die alte so schlecht sein soll. Also hoffe ich auf eine gute neue :) Ich wollte gern Audrey drauf haben weil ich Fan des Films bin 🙈 Und den Tiffany grünen Buchschnitt >> jaja sehr oberflächlich, aber ich steh dazu ^^ Aber cool dass wir auch welche haben die auf Englisch lesen, mal schauen ob man sich da irgendwie austauschen kann wo die Unterschiede liegen :)


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Claudia / BeautyButterflies wrote: "Ich hab die deutsche Fassung und habe bisher nur gehört, dass die alte so schlecht sein soll. Also hoffe ich auf eine gute neue :) Ich wollte gern Audrey drauf haben weil ich Fan des Films bin 🙈 Un..."

Ich mag den Film auch sehr gerne :), möchte mich aber auch nicht zu sehr von der Darstellung von Holly im Film beeinflussen lassen. Bin schon gespannt, welche Version mir am Ende besser gefällt und welche Unterschiede sich entdecken lassen.

Habt ihr schon andere Werke von Capote gelesen?


Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Nein, das wäre mein erster. Ich bin ja auch gar nicht so der „Klassiker“ Leser und hoffe dass es nicht zu „hochtrabend“ daherkommt 😂🙈


Sauerkirsche | 228 comments Mod
Ich habe leider die alte Übersetzung :/
Hoffentlich wird mein Lesevergnügen dadurch nicht verdorben. Vielleicht komme ich auch noch vorher an die englische heran.
Ist schon ewig her, dass ich den Film gesehen hab. Aber ich mag Audrey Hepburn auch, vor allem ihren Holly-Look, der ist einfach so authentisch schick und niedlich. Da bin ich auch oberflächlich, aber was soll's :D

Ich habe letztes Jahr von Capote "Die Grasharfe" gelesen. Insgesamt eine schöne, ruhige Geschichte, die mich nicht umgehauen hat, aber angenehm zu lesen war. Ich erwarte mir daher von "Frühstück bei Tiffany" auch keine hochtrabende Literatur, sondern eher eine nette kleine Geschichte für Zwischendurch.


message 11: by Semjon (last edited Apr 12, 2019 11:04PM) (new) - rated it 3 stars

Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Ich habe leider auch nur die alte Übersetzung zu Hause, aber vielleicht finde ich ja noch eine Neuere oder das Original in einer Bücherei. Ich habe mal die beiden Übersetzungen auf den ersten fünf Sätzen mit dem Original verglichen. Es ist ein frappierender Unterschied. Ich weiß nicht, was den alten Übersetzer geritten hat, aber der fügt Informationen in seine Sätze, die im Original gar nicht enthalten sind. Beispiel, wie das Buch beginnt

Original: „I am always drawn back to places where I have lived, the houses and their neighbourhoods. For instance, there is a brownstone in the East Seventier, where during [...]”

Alte Übersetzung: “Es zieht mich stets dorthin zurück, wo ich einmal gelebt habe, zu den Häusern, der Gegend. Da ist zum Beispiel eines jeder handtuchschmalen Backsteinhäuser, ehemals Besitz vornehmer Bürgerfamilien, in den East Seventies, wo ich (...)“

Neue Übersetzung: „Ich bin jemand, den es immer wieder zu den Orten hinzieht, wo er früher gewohnt hat, zu den Häusern und ihrer Umgebung. So steht in der Upper Eastside das Haus aus rotbraunem Sandstein (...)“

Die Neue ist sehr nahe im Original, aber wie kommt die Alte auf die Idee, von Handtuchschmaligkeit zu reden? Warum im ersten Satz auf das UND verzichten und mit Komma die Gegend trennen? Das hört sich so gewollt eloquent an. Und wo nimmt er die vornehmen Bürgerfamilien her? Ist schon dubios.

Ich habe von Capote als Jugendlicher Kaltblütig gelesen, weil es im Bücherschrank meiner Eltern stand. Ich habe das Buch damals sehr gemocht, vor allem die Genauigkeit, mir der er recherchierte und sich ins Gefängnis zu den damaligen Verbrechern begab. Das Buch über den Mord an einer kompletten Familie basiert auf einer realen Begebenheiten und Capote sprach lange mit den damaligen Tätern. Das Wort True Crime Stories gab es damals noch nicht.


LiterarischUnterwegs | 126 comments Ich werde wie gesagt nicht mitlesen, weil ich das Buch schon gelesen habe. Aber ich werde Eure Gedanken dazu hier gerne verfolgen.
Ich konnte mich leider nicht von den Bildern und Darstellungen des Filmes trennen. Ich habe den Film zu oft gesehen und mag ihn auch zu sehr, als dass das Buch letztlich eine Chance bei mir hatte.

Bei mir steht noch Kaltblütig zum Lesen hier.


Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Wow, na da bin ich ja schonmal froh, dass ich die neue Übersetzung habe und hoffe die hält sich dauerhaft so nah ans Original. Ich habe mich tatsächlich immer gefragt wie manche Leute so auf Übersetzungen rumhacken können, nur weil vielleicht mal ein Wort nicht genau so passt. Aber dass Informationen (die auch noch mehr als merkwürdig sind) hinzugefügt werden ist ja schon eine Frechheit! Soll der Übersetzer doch selbst Bücher schreiben wenn er meint er kann es besser 😂^^


message 14: by Sara ♡ (last edited Apr 12, 2019 11:58PM) (new) - rated it 3 stars

Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Die alte Übersetzung ist ja wirklich furchtbar.

Während meiner Ausbildung sollten wir Plakate für eine fiktive Capote-Ausstellung gestalten. Dafür hatten wir auch den Film 'Capote' von 2005 geschaut in dem der Autor für Kaltblütig recherchiert und mit den Tätern spricht. Das ist aber etwa 10 Jahre her und ich habe nur noch Ausschnitte in Erinnerung und ich weiß noch, dass mir Capote ziemlich unsympathisch war. Ich habe einen interessanten Artikel darüber gefunden, in dem auch kurz die Unterschiede in den Übersetzungen angesprochen werden: https://www.deutschlandfunkkultur.de/...


message 15: by Yvonne (new) - added it

Yvonne (Colorfuel) | 116 comments Wie gerne würde ich doch an dieser Leserunde teilnehmen. Aber realistisch betrachtet wird dies nichts :(
Ich fahre am 01.05. in den Urlaub und bei uns ist Urlaub immer verbunden mit sehr wenig Lesezeit.

Trotzdem musste ich direkt in meine Ausgabe schauen, welche Übersetzung ich hier stehen habe und war erleichtert, dass es die Neuübersetzung von Heidi Zerning ist.

Vielen Dank Sara und Semjon für die zahlreichen Informationen.


Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Dank Feiertag und einem gemütlichen Abend konnte ich gestern direkt starten. Das Buch ist ja auch nicht sehr seitenstark und ich bin ca. bei der Hälfte.
Der Schreibstil ist ok und ich komme ganz gut klar (bei Klassikern und „alten Büchern“ immer so meine Sorge. Natürlich habe ich im Kopf immer Audrey Hepburn als Holly (auch wenn mich die „Haarfarbe“ irritiert). Ich werde sicher den Film nochmal schauen da ich das Gefühl habe es ist schon etwas anders.
Aber Holly ist einfach herzallerliebst. Als Nachbar würd ich durchdrehen, aber aus der „Ferne betrachtet“ ist sie einfach eine sehr spannende Persönlichkeit.

Habt Ihr gestern auch schon begonnen?


Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Es wurde im Vorfeld schon mehrfach hier geschrieben, dass sich die Holly des Buchs so sehr von Audrey Hepburn unterscheiden würde. Aber die ersten Beschreibung des Ich-Erzählers finde ich gar nicht so fern von ihr. Elegante, schwarze Kleidung, fast schon magersüchtig dünn, ein großer Mund, Kulleraugen und eine Stupsnase sowie ein wirklich fette Perlenkette und ständig Sonnenbrille auf. Da habe ich Audrey Hepburn direkt vor Augen, zumal sie von meiner SZ-Ausgabe mit der Perlenkette mich direkt anlächelt. Ich habe nur die ersten 20 Seiten gestern gelesen. Das hat mir gut gefallen. Ich fand diese rotzfreche, egozentrische Art von Holly wirklich sympathisch.

Aber warum ist das so? Ich persönlich bin völlig anders und wie du schon sagst, Claudia: Als Nachbar würde ich verzweifeln, wenn es permanent nachts bei mir klingeln würde und die Tussi von unten schon wieder etwas vergessen hat. Was macht Holly auf den ersten Seiten so angenehm? Fallen wir alle auf ihre Schönheit herein? Oder wären wir gerne auch so selbstbewusst und freidenkend wie sie? Ich werde das mal auf den nächsten Seiten beobachten, wie sie dargestellt wird und wie ich auf sie reagiere.


LiterarischUnterwegs | 126 comments Semjon wrote: "Es wurde im Vorfeld schon mehrfach hier geschrieben, dass sich die Holly des Buchs so sehr von Audrey Hepburn unterscheiden würde. Aber die ersten Beschreibung des Ich-Erzählers finde ich gar nicht..."

So wie Du Holly beschreibst, habe ich sie auch vor Augen. Und das macht mich gerade sehr stutzig, da ich irgendwie eine Art "Punk" in Erinnerung hatte. Sollte jemand beim Lesen auf meine Holly-Erinnerung treffen, dann kann er dies hier gerne schreiben. Sollte sie nicht vorhanden sein, so mache ich mir gerade Gedanken um mein Erinnerungsvermögen.

Warum ich die Holly des Films so toll fand, kann ich hier sogar noch beschreiben:
1. Ihr Aussehen
2. Ihre Eleganz
3. Ihre mädchenhafte Weiblichkeit
4. Ihre Kindlichkeit
5. Ihre Natürlichkeit
6. Ihre "Unverdorbenheit"
7. Ihr Minimalismus - auch und vor allem in der Kleidung

Diese Attribute beziehen sich jedoch alle auf die Filmholly und besonders wahrscheinlich auf Audrey, die dies perfekt verkörpert.


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Ich habe bis zu der Stelle gelesen in der Mag Wildwood auf der der Party in Hollys Apartment auftaucht

Mich stört es, dass ich beim Lesen immer wieder die Bilder des Films vor Augen habe. Es fällt mir daher sehr schwer, das Buch unabhängig vom Film zu betrachten.

Ich sehe die Film-Holly auch so, wie LiterarischUnterwegs sie beschrieben hat. Die Buch-Holly stelle ich mir aber doch ganz anders vor. Der offensichtlichste Unterschied sind natürlich die Haare. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass die Buch-Holly als schön beschrieben wird. Sie hat große Augen und große Lippen, aber das macht einen ja noch nicht schön. Und als sehr weiblich wird sie auch nicht beschrieben. Ihre Frisur wird mit der eines jungen Mannes verglichen und sie ist ziemlich dünn, hat einen kleinen flachen Hintern und geht zügig und gerade.

Ob mir die Buch-Holly sympathisch ist, kann ich nicht sagen, da ich immer Audrey Hepburn sehe und sie dem Charakter im Film einen solchen Charme verliehen hat, das man einfach nicht widerstehen konnte. Ich frage mich, ob der Charakter auch so charmant gewirkt hätte, wenn er von jemand anderem verkörpert worden wäre. Und ich glaube, dann hätten die Charakterzüge des Buches überwogen. Uns zwar das leicht Unverschämte und Verrückte. Aber trotzdem ist sie ein sehr spannender Charakter und zieht wohl auch deswegen so viele Männer an. Sie ist sehr unkonventionell und schwer zu durchschauen.

Außerdem ist mir aufgefallen, das die Film-Holly auf mich viel älter gewirkt hat. Ich kann mich nicht erinnern, ob ihr Alter im Film angesprochen wird aber ich hätte sie auf Mitte 20 und nicht auf 19 geschätzt.


Sauerkirsche | 228 comments Mod
Da ich gerade voll im Umzugsstress bin, schaffe ich es wahrscheinlich erst am Sonntag mit dem Buch anzufangen. Ich klinke mich dann später in die Diskussion ein, auch wenn der Großteil dann vielleicht schon fertig ist.


message 21: by Semjon (last edited May 03, 2019 11:02AM) (new) - rated it 3 stars

Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Sara ♡ wrote: "Aber ich kann mich nicht erinnern, dass die Buch-Holly als schön beschrieben wird...."

Seite 16 in meiner Ausgabe: “Sie ging nie ohne Sonnenbrille, sie war immer sehr gepflegt, und ein konsequenter guter Geschmack bestimmte die Schlichtheit ihrer Kleidung, (...) die sie selbst so zum Leuchten brachten. Man hätte sie für ein Photomodell oder vielleicht für eine junge Schauspielerin halten können (...)”

Das klingt doch sehr danach, als wenn sie Capote als hübsch darstellen möchte. Daher kann ich es gar nicht so nachvollziehen, dass ihr sie so wenig ansprechend oder sogar als Punk im Buch empfindet.

Hattet ihr mal den Wiki-Eintrag zum Film gelesen:

Truman Capote wollte in der Rolle der Holly Golightly eigentlich Marilyn Monroe sehen, jedoch riet Monroes Berater und Schauspiellehrer Lee Strasberg ihr von der Rolle ab, weil das Spielen einer Prostituierten (die Romanvorlage ist diesbezüglich etwas expliziter als der Film) schlecht für ihr Image sei. So wurde stattdessen die Zweitwahl Audrey Hepburn mit ihrer Darstellung der Holly zur Stilikone. Die Darstellung von Holly mit ihrer Zigarettenspitze zählt zu den wohl berühmtesten Hollywood-Bildern.[2]

Berühmtheit erreichte auch ihr Kleines Schwarzes am Anfang des Filmes, das von Hubert de Givenchy entworfen wurde. Das im Film getragene Givenchy-Kleid wurde 2006 für 692.000 Euro bei Christie’s in London von einem anonymen Bieter ersteigert und gilt als teuerste Textilie der Filmgeschichte.

Ursprünglich war Steve McQueen für die männliche Hauptrolle vorgesehen. Aufgrund seiner Verpflichtung für die Serie Josh (Wanted: Dead or Alive) sagte er jedoch ab.

Die Darstellung des japanischen Nachbarn wurde als rassistisch und als eine der schlimmsten Darstellungen eines Asiaten in der Geschichte des Films bezeichnet.[3][4][5] Mickey Rooney, Darsteller von Mr. Yunioshi, war ohne asiatischen Hintergrund und trug Make-up und Zahnprothese. In dem Spielfilm Dragon – Die Bruce Lee Story verlässt der Asiate Bruce Lee eine Filmvorführung von Frühstück bei Tiffany, nachdem er die Szenen mit dem japanischen Nachbarn sieht. Mickey Rooney äußerte sich 2008, dass Edwards als Komödien-Regisseur die Figur für witzig hielt und dass sich nie jemand bei ihm persönlich über die Darstellung beschwert hätte. Gleichzeitig sagte er, dass, wenn er von den Beschwerden der Leute gewusst hätte, er niemals die Rolle gespielt hätte.[6] Auch Blake Edwards äußerte sich, dass er die Rolle im Rückblick lieber aus dem Film gestrichen hätte.

Die Romanvorlage endet, im Gegensatz zum Film, ohne Happy End. Holly sucht die Katze im Regen vergeblich und fährt schließlich fort. Als Paul später entdeckt, dass die Katze ein richtiges Zuhause gefunden hat, hofft er dies auch für Holly, deren weiteres Schicksal er nicht kennt. Autor Capote zeigte sich über das hinzugefügte Happy End später verärgert.

Weltberühmt wurde Moon River, die Titelmelodie des Filmes.

Mittlerweile kann man tatsächlich bei Tiffany in New York frühstücken: Seit November 2017 gibt es im gleichen Haus ein von Tiffany betriebenes Café namens Blue Box Café.



LiterarischUnterwegs | 126 comments Danke für die tollen Informationen.
MM hätte ich persönlich nicht in der Rolle sehen wollen.
Das mit dem Kleid wusste ich. Ein absoluter Traum in schwarz. Das hätten sie mir genau so schicken können. Leider war ich während der Auktion in Urlaub- Chance verpasst.
🤣😪😜

Steve McQueen wäre mir zu männlich markant für die Rolle gewesen.

Schon interessant, wie Autoren auswählen und Filmemacher entscheiden.


LiterarischUnterwegs | 126 comments Mir fällt immer wieder auf, dass ich, wenn ich an "Frühstück bei Tiffany" denke, immer erst viel später an den eigentlichen Kern der Geschichte um Holly denke. Das Vordergründige, dies ist sicherlich dem Film geschuldet, war so einprägsam, dass ich mich selbst aktiv an die Hintergründe erinnern muss. Diese sind ja je letztlich ausschlaggebend und maßgeblich für ihr Leben, das sie gewählt hat. Freiwillig oder nicht sei erst mal dahingestellt.

Leider kann ich mich dahingehend nicht so an das Buch erinnern, sprich wie sehr die Hintergründe herausgearbeitet wurden.

Ich nenne sie mal nicht, da ich nicht weiß, ob ich dann spoilern würde.


Luisa (monaluisa) | 14 comments Wenn ich das so lese, kann ich mich ja nur freuen, den Film noch nicht gesehen zu haben. So kann ich völlig unvoreingenommen das Buch genießen :P


LiterarischUnterwegs | 126 comments Das stimmt. Im Nachhinein wäre das für mich sicherlich auch besser gewesen. 🤨


Claudia / BeautyButterflies (BeautyButterflies) | 294 comments Ich bin nun auch mit dem Buch durch und habe die Kommentare hier gelesen.

Auch ich hatte immer wieder den Film vor Augen und hab ihn jetzt sogar noch einmal geschaut, leider nicht bis zum Ende weil die DVD hakte nachdem ca. die Hälfte vorüber ist. Ich persönlich finde ein Nicht Happy End wie im Buch "schöner", aber verstehe auch wenn Filmemacher gerade zu der Zeit lieber was "schickes" am Ende haben.

Ansonsten bin ich über den Wikipedia Eintrag etwas irritiert, weil ich persönlich weder beim Film noch beim Buch Holly als Prosituierte verstehe. Sie ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau und einfach etwas "verrückt" - Für die damalige Zeit vielleicht "zu verrückt", aber trotzdem lese ich nirgens heraus, dass sie sich wirklich prostituert. Außer man meint damit, dass sie sich einfach von reichen Männern etwas aushalten lässt. Aber das sieht vermutlich jeder anders.

Meine Rezi finde Ihr hier: https://www.goodreads.com/review/show...

Insgesamt fand ich das Buch gut und den Charakter von Holly schon interessant, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne all das "Kopfkino" aufgrund des Filmes Holly auch so zuckersüß und sympathisch gefunden hätte wie es jetzt nun einmal der Fall ist dank Audrey Hepburns "spiel".

Notiz am Rande: Sehr schön fand ich übrigens dass Capote Holly folgende Worte in den Mund legt "Jeder Mensch sollte einen Mann oder eine Frau heiraten dürfen [...] Nein ich meine es Ernst. Liebe sollte erlaubt sein." Nachdem sie sagt sie würde auch "die Garbo" heiraten. Man bedenke zu welcher Zeit das Buch geschrieben wurde!

Ach und eine Frage: Warum hat Capote das Buch "FRÜHSTÜCK bei Tiffany" genannt, wenn diese Szene aus dem Film im Buch ja gar nicht vorkommt?


Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Ich habe es auch mit 3 Sternen bewertet und gerade meine Rezi geschrieben.

Vor ein paar Tagen habe ich Bonjour tristesse gelesen, welches zur gleichen Zeit wie der Roman von Truman Capote geschrieben wurde. Sagan geht es dabei auch darum, die Geschlechterrollen aufzubrechen. Cecile ist 17 Jahre, Holly gerade mal 2 Jahre älter. Cecile entdeckt die Liebe für sich und Holly ist schon mitten im Promileben angekommen, kennt die Spielregeln, nutzt sie für sich aus und wickelt die Männer um ihren kleinen Finger. Interessant ist, dass das eine ein amerikanischer Roman eines rund 25jährigen Mannes und der andere Skandalroman von einer 19jährigen Französin ist. Ich glaube, dass Bonjour Tristesse in Frankreich viel mehr zu Konfrontationen geführt hat, obwohl es da nur um die erste Liebe eines jungen Mädchen und den ausschweifenden Umgang ihres Vaters mit den Frauen ging. Schriftstellerisch ist der französische Roman viel ausgefeilter, sprachlich schöner und stark bei der Entwicklung eines Lebensgefühls.

Das fehlte mir bei Frühstück bei Tiffany. Es ist schon ziemlich vulgär und umgangssprachlich. Im Grunde ist mit dieses Getue der Schickeria ja völlig egal in daher empfand ich die langen Ausführungen der Männer im Buch auch eher lästig und war um jede Szene mit Holly dankbar. Das Buch verspricht Glamour, vielleicht macht das den Reiz aus, aber das Frauenbild ist ja eigentlich grässlich. Die Männer sehen Holly als Lustobjekt und Spielzeug, als ihr Eigentum. Und Holly ist zwar sympathisch auf ihrer kessen Art, aber halt auch ziemlich naiv und lebensuntauglich ohne einen starken, reichen Mann an ihrer Seite für den sie um die Welt ziehen würde. Will man als Frau eine Holly Golightly sein? Mal abgesehen von der fetten Perlenkette und dem Aussehen von Audrey Hepburn. Daher finde ich das Buch ziemlich konservativ, auch wenn es moralisch Grundsätze brechen will. Auch das ist der Grund, warum ich dem Buch nur drei Sterne, aber Boujour Tristesse 5 Sterne gebe, denn das Buch von Françoise Sagan ist doch viel mutiger für den Beginn der 50er Jahre.


Michael ♤ (MrSchleppel) | 87 comments Mod
Hier auch noch ein relativ interessanter Artikel im Zusammenhang mit der Rolle der modernen Frau. Allerdings doch mehr auf den Film bezogen.


Claudia / BeautyButterflies wrote: "Ansonsten bin ich über den Wikipedia Eintrag etwas irritiert, weil ich persönlich weder beim Film noch beim Buch Holly als Prosituierte verstehe. Sie ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau und einfach etwas "verrückt" - Für die damalige Zeit vielleicht "zu verrückt", aber trotzdem lese ich nirgends heraus, dass sie sich wirklich prostituert. Außer man meint damit, dass sie sich einfach von reichen Männern etwas aushalten lässt. Aber das sieht vermutlich jeder anders. "

Hier ein Zitat aus einem Playboy Artikel von 1968 um das zu untermauern:
Playboy: Would you elaborate on your comment that Holly was the prototype of today's liberated female and representative of a "whole breed of girls who live off men but are not prostitutes. They're our version of the geisha girl..."?

Capote: Holly Golightly was not precisely a call girl. She had no job, but accompanied expense-account men to the best restaurants and night clubs, with the understanding that her escort was obligated to give her some sort of gift, perhaps jewelry or a check ... if she felt like it, she might take her escort home for the night. So these girls are the authentic American geishas, and they're much more prevalent now than in 1943 or 1944, which was Holly's era


Also könnte man sie am ehesten als Eskort-Dame bezeichnen. Laut Definition handelt es sich dabei allerdings auch um eine Form der Prostitution (auch wenn ich das selbst nicht unbedingt so einordnen würde).
Bevor ich das gelesen habe dachte ich allerdings ebenfalls, dass Holly zumindest ab und zu als klassische Prostituierte arbeitet. Einfach schon bei der Szene (im Film) als der Mann vor ihrer Tür steht und von ihr nicht rein gelassen wird. Der ist ja beispielsweise ebenfalls davon ausgegangen, dass sie die Nacht miteinander verbringen und er hatte sie auch dafür bezahlt. Die Szene aus dem Buch, die ja leicht anders ist als im Film, wirkt auf mich ebenfalls so als wäre Holly eine Prostituierte den Typen nicht rein lässt, hier allerdings weil er sie nicht oder nicht ausreichend gut bezahlt hat.


Peter (Slawophilist) | 112 comments Ursprünglich wollte ich diesen Thread nur aus Interesse für Truman Capote (ich hatte vor einigen Monaten mit Freude The Grass Harp von ihm gelesen) verfolgen. Die Beitrage haben mir aber Appetit gemacht, und da die Geschichte nicht allzu lang ist und mir eine kostenlose englischen PDF Version in die Hände gefallen ist, schiebe ich sie als Zwischenlektüre ein.

Was Holly angeht sehe ich in ihr eher die selbstbestimmte, wenn auch leichtlebige junge Frau, die Konventionen ablehnt, auch die, sich um das Morgen Gedanken zu machen. Sie spielt mit den Männern, aber die Männer spielen auch mit ihr, ein Spiel auf Messers Schneide.


Sauerkirsche | 228 comments Mod
Ich bin jetzt in der Hälfte.
So selbstbewusst sich Holly auch gibt, kommt sie mir trotzdem vor wie ein Teenie-Mädel dass noch nicht wirklich weiß und auch gar nicht wissen möchte was es vom Leben will, was aber auch nicht schlimm ist, schließlich IST sie ja noch ein Mädchen. Dass sie mit noch nicht einmal neunzehn in den Tag hinein lebt und sich keine Gedanken um die Zukunft macht, finde ich vollkommen ok. Besser in jungen Jahren ausleben als irgendwann im Alter feststellen dass man irgendwas verpasst haben könnte.
Ich versteh ja ehrlich gesagt oft nicht so ganz was Männer an einer solch flatterhaften Art attraktiv finden, aber was soll's ;)
Dieses rastlose und chaotische, wirkt in diesem Fall ja auch auf mich süß. Was aber wahrscheinlich auch, wie hier schon viele geschrieben haben, daran liegt, dass ich sofort Audrey Hepburn vor Augen habe. Obwohl es bei mir bestimmt schon 15 Jahre her ist, dass ich den Film gesehen habe und mich eigentlich kaum noch daran erinnere. Allerdings hat mich die Hepburn in ihrem Tiffany-Outfit in meiner alten Wohnung jahrelang von einem Poster an der Wand angeschaut, da hat sich ihr Bild bei mir sehr eingeprägt.

Bisher plätschert die Geschichte so vor sich hin, umhauen tut es mich nicht. Ich habe letztes Jahr auch "Die Grasharfe" von Capote gelesen, was mir besser gefallen hat.


Sauerkirsche | 228 comments Mod
Ich bin jetzt durch mit dem Büchlein. Es hat mich nicht überwältigt, die Geschichte war ganz nett. Ich fand Holly als Charakter ganz interessant, weil ich die Verfilmung nicht mehr im Kopf hatte (abgesehen von Holly's Erscheinungsbild als Audrey Hepburn) kann ich die Unterschiede zwischen Buch und Film in Handlung und Charaktere nicht beurteilen. Höchste Zeit also den Film nochmal anzuschauen.
Leider hatte ich nur diese grausige Übersetzung, was die Lesefreude etwas getrübt hat. Bei der Kürze der Geschichte war es aber noch auszuhalten. Außerdem möchte ich in die Bewertung des Buches nicht die katastrophale Arbeit des Übersetzers miteinbeziehen, sonst wären es wahrscheinlich nur 1-2 Sterne geworden.


kleinerbuechernerd (Julia) | 3 comments Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Ich kannte bisher nur den Film (sind schon bestimmt über 7 Jahre her, dass ich ihn gesehen habe) und habe mich sofort wieder in die Stimmung verliebt.
Es war wundervoll für ein paar Stunden in ein paar Kapitel des Lebens von Holly Golightly abzutauchen. Sie ist ein zugleich liebenswerter aber auch furchtbarer Charakter - und ich würde wohl einen Bogen um sie im echten Leben machen, wenn auch aus der Ferne bewundern.
Ich hatte beim Lesen oft Audrey Hepburn vor Augen - aber auch weil die Beschreibung der Holly so treffend ist (bis auf, wie vorher schon mal erwähnt, die Haare).
Ich hatte vom Film her noch die Erinnerung, dass das „Frühstück bei Tiffany‘s“ mehr Raum bekommen hatte. Hier wurde es nur kurz im Nebensatz erwähnt, weshalb mir nicht ganz klar ist wieso dies der Titel der Geschichte geworden ist. Für das Buch fand ich es letztendlich irgendwie nicht so ganz passend.
Ich fand es auch sehr gut auf englisch zu lesen, der Schreibstil dieser Zeit ist einfach total meins. 😍


message 33: by Peter (last edited May 10, 2019 09:12AM) (new) - rated it 5 stars

Peter (Slawophilist) | 112 comments I find out she's some jock's regular, she's living with the shrimp. I get the jock told Drop It if he don't want conversation with the vice boys: see, the kid's fifteen.
Nach dieser Erklärung von Hollys Agenten O.J. Berman habe ich keine Zweifel mehr, dass sie von ganz unten kommt. Daher glaube ich, dass ihrer Flatterhaftigkeit auch eine Bindungsangst innewohnt und die Furcht wieder abzustürzen.

Interessanterweise existiert der angesprochene Film "The Story of Dr. Wassell" und die Rolle der Krankenschwester wirklich und wurde von der Schauspielering Yvonne de Carlo (eigentlich Margaret Yvonne Middleton) gespielt. Ihr Vater machte sich aus dem Staub als sie drei war. Fortan lebte sie in großer Armut mit ihrer Mutter, manchmal in Wohnungen ohne Möbel. Mit 17 ging sie mit ihrer Mutter nach Los Angelos, wo sie zuerst als Nachtclub Tänzerin arbeitet und bei Schönheitswettbewerben startete. Am Venice Strand wurde sie von einem Agenten entdeckt. Angesichts dieser Parallelen stand de Carlo vielleicht Model für Capotes Holly Golightly.

Und dann noch ein Zitat, das für Holly, wie auch für die ganze Geschichte steht (was man an dem Titel sehen kann):
I want to still be me when I wake up one fine morning and have breakfast at Tiffany's ... I dont' want to own anything until I know I've found the place where me and things belong together. I'm not quite sure where that is just yet. But I know what it's like. ... It's like Tiffany's.



message 34: by Peter (last edited May 11, 2019 03:05AM) (new) - rated it 5 stars

Peter (Slawophilist) | 112 comments Ich bin am Wendepunkt des Buches angelangt(view spoiler). Und jetzt berührt mich die Geschichte in einer ganz anderen, direkteren Weise. Anfangs habe ich in Holly eines jener Mädchen gesehen, die rein oberflächlich leben. Jetzt erkenne ich aber, dass dieses Leben nach dem frühen Verlust der Eltern, bitterster Armut, Hunger und Missbrauch für sie ein unglaublicher Erfolg ist. Auch der Erzähler verstand dies zuerst nicht und schaute auf Hollys Ungebildetheit herab, obwohl ihm durch seine Beobachtung in der Bibliothek bewusst war, dass Holly dagegen ankämpft. Mittlerweile geht es mir wie O.J. Berman: "I like the kid."


message 35: by Peter (last edited May 12, 2019 03:47AM) (new) - rated it 5 stars

Peter (Slawophilist) | 112 comments Kurze Frage an diejenigen, die es auf Deutsch lesen. Auf den letzten Seite taucht im Englischen eine "fat woman" auf, die ich als Hollys Personifikation des Todes verstehe. Erschließt sich das so auch in der deutschen Übersetzung? Im Krankenhaus nennt Holly den Erzähler zudem "Buster". Im englischen Wikipedia ist allerdings von einem "unnamed narrator" die Rede. Habe ich etwas falsch verstanden oder irrt die Enzyklopädie hier?


Semjon (semjon22) | 1682 comments Mod
Peter wrote: "Kurze Frage an diejenigen, die es auf Deutsch lesen. Auf den letzten Seite taucht im Englischen eine "fat woman" auf, die ich als Hollys Personifikation des Todes verstehe. Erschließt sich das so a..."

Ich habe mein Buch schon wieder in der Bücherei abgegeben und kann daher nicht nachschauen. Buster ist aber kein Name des Erzählers, sondern Buster bedeutet Bursche und ist wie Buddie einfach so eine kumpelhafte Anrede. Safe Buster ist der Tresorknacker. Es gab mal ein Film über den größten Postraub Englands mit Phil Collins. Der Film hieß Buster.


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Linguee übersetzt Buster auch mit „Zureiter wilder Pferde“.

https://www.linguee.de/deutsch-englis...


Sauerkirsche | 228 comments Mod
Ich hatte das e-book und es mittlerweile schon gelöscht, daher kann ich leider auch nicht nach schauen. Ich kann mich gerade auch gar nicht an diese Szene erinnern, weiß nur noch dass Holly den Erzähler nach ihrem Bruder Fred benannt hat.


Peter (Slawophilist) | 112 comments Semjon wrote: ".... Buster ist aber kein Name des Erzählers, sondern Buster bedeutet Bursch..."

Vielen Dank, Semjon. Da habe ich mich wohl von Buster Keaton in die Irre führen lassen.


Sara ♡ (Ravia) | 195 comments Mod
Da ich die letzten zwei Wochen ziemlich viel zu tun hatte, bin ich gestern erst mit dem Buch fertig geworden. Von mir gibt es 3 Sterne.

Grundsätzlich gefällt mir die Geschichte im Buch besser als im Film. Ich empfand das Film-Ende immer als total unrealistisch. Außerdem hat es mir gut gefallen, dass es sich um eine Geschichte in einer Geschichte handelt und der Leser vorher schon weiß, dass der Erzähler Holly seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Dass im Film alles so verharmlost wurde gefällt mir im direkten Vergleich überhaupt nicht. Es wirkt als hätten sie sich nicht richtig getraut, näher am Buch zu bleiben. Vor allem auch durch das aufgezwungene "Happy End". Die Umsetzung der Geschichte ist meiner Meinung nach im Film nicht gelungen. Betrachte ich den Film allerdings völlig unabhängig vom Buch gefällt er mir für sich genommen besser, da mir die Film-Holly um einiges sympathischer ist. Audrey Hepburn kann man einfach nicht widerstehen :D. Der Buch-Holly rechne ich allerdings hoch an, dass sie Doc selbst weggeschickt hat und nicht den anonymen Erzähler vorgeschickt, bzw. zur Unterstützung mitgenommen hat. Das passte sehr viel besser zu ihrem Buch-Charakter.

Fasziniert hat mich, mit wie wenigen Worten es Capote geschafft hat, so viel zu erzählen. Bei vielen anderen (vor allem auch moderneren) Büchern fällt mir oft auf, dass ausschweifend und repetitiv erzählt wird, die Charaktere aber trotzdem sehr schwammig und nicht greifbar bleiben. Capote ist es gelungen auf sehr wenigen Seiten einen einzigartigen Charakter zu erschaffen über den sich vermutlich Stunden diskutieren lässt. Ich kann verstehen, dass er mit der Darstellung im Film nicht zufrieden war.

Zum Titel habe ich folgendes gefunden:
The title Breakfast at Tiffany's is drawn from an anecdote popular among Capote's social circle about an ignorant out-of-towner who, upon being asked which glamorous New York restaurant he would like to visit, answered, "Well, let's have breakfast at Tiffany's".
Quelle: https://www.gradesaver.com/breakfast-...


Peter (Slawophilist) | 112 comments Eine sehr schöne Zusammenfassung, Sara, auch wenn Du bei der Sternvergabe eher zurückhaltend warst. Für mich war es das zweite Buch von Capote und sicher nicht das letzte. Vielen Dank auch für die Hintergrundinformation zum Titel.


Michael ♤ (MrSchleppel) | 87 comments Mod
Ich bin gestern - nach einigem Gekämpfe - mit dem Buch fertig geworden.

Leider konnte ich während der gesamten Geschichte keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Ich fand keinen davon wirklich sympathisch und im besten Fall waren sie mir einfach egal. Holly konnte ich streckenweise sogar überhaupt nicht leiden, was es zusätzlich noch schwerer gemacht hat, das Buch zu lesen.
Da ich so wenig mit den Charakteren anfangen konnte und auch die Geschichte an sich nicht wirklich viel hergibt, hatte ich mittendrin schlicht die Lust verloren, das Buch zu beenden. Auch das Ende - da ich den Film vor Augen hatte, hatte ich halb mit einem Happy End gerechnet - war mir letzten Endes nicht mehr wirklich wichtig. Daher hat es mich auch nicht sonderlich beschäftigt, dass Holly gegangen und das klassische Happy End ausgeblieben ist.
Die Kritik, die sonst hier angesprochen worden ist, kann ich nachvollziehen. Ich kann auch verstehen, warum manche das Buch besser finden als den Film. Für mich ist es aber definitiv andersrum.

Trotzdem hat mir das Buch aus irgendeinem unerfindlichen Grund schon ein bisschen gefallen. Woran genau das jetzt liegt, kann ich nicht sagen. Obwohl es mich einigermaßen gut unterhalten hat (auch wenn es mich unterwegs mal verloren hatte), konnte es mich allerdings nicht wirklich begeistern. Aus den genannten Gründen habe ich ihm 3 Sterne gegeben.


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