ULYSSES___James Joyce (Leserunde) discussion

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14. Kapitel: Die Rinder des Sonnengottes

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message 2: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Ort: Krankenhaus
Uhrzeit: 10 Uhr abends
Organ: Bauch
Wissenschaft: Medizin
Farbe: weiß
Symbol: Mütter
Technik: Embryonale Entwicklung
Korrespondenzen:

Krankenhaus: Trinacria
Krankenschwestern: Lampetie und Phaetusa
Horne: Helios
Rinder: Fruchtbarkeit
Verbrechen: Betrug


message 3: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Young Steven & Sir Leopold. :-) Klasse! Durch die altertümliche Sprache am Anfang nicht so einfach zu lesen (für mich im Englischen), aber wirklich toll geschrieben und sehr komisch.


message 4: by sabisteb aka callisto (last edited Mar 14, 2013 09:28AM) (new)

sabisteb aka callisto (sabisteb) | 52 comments Hier spiegelt die Entwicklung der Sprache das Fortschreiten der Geburt wieder. Mit dem Altenglisch hatte ich keine großen Probleme, eher mit dem Slang am Schluss.

Ich mag die Idee der Fortpflanzungsklinik, die hier entworfen wird. Stephens Freund aus dem ersten Kapitel sinniert ja, ob er nicht eine Klinik für ungewollt Kinderlose Frauen gründen soll, uns sich "opfert" sie zu befruchten. Das ist sehr modern, und geht schon "fast" in Richtung Reproduktionsmedizin, Samenbanken und private Samenspende.

Diese Stelle fehlte sowohl im SWR als auch BBC Hörspiel, leider. Das ist eine meiner liebsten Ideen in diesem Buch.

Dass das Buch was Besonderes ist, zeigt schon, dass ich mich nach fast einem 3/4 Jahr noch so gut daran erinnern kann :-)


message 5: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Bin noch nicht so sehr weit in diesem Kapitel, bin schon gespannt, wie die SPrache sich weiter entwickelt.


message 6: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Gerade mal Auszüge des Kapitels auf Deutsch gelesen. (Auf der Wikipedia Seite.) Da komme ich ja mit dem alten Englisch besser klar!

"Ein man aldo stant der ein farensman waz an des hvs tor da nacht nider nu kam. Von Jisraels volc dise man waz vn haert gewandelet vil vnde gefaren vf erden.“

"Some man that wayfaring was stood by housedoor at night's oncoming. Of Israel's folk was that man that on earth wandering far had fared. "

Insgesamt finde ich das Kapitel etwas sehr mühsam, ich bin so sehr damit beschäftigt, den Text zu verstehen, dass kein wirklicher Fluss für mich aufkommt. Schade, die Idee, die Entwicklung eines Embyos/Kindes sprachlich nachzuempfinden, indem sich die Sprache im Kapitel weiter entwickelt finde ich toll. Und auch dieses Ritterszenario finde ich gut. Aber der Text selbst macht es mir nicht ganz leicht.


message 7: by sabisteb aka callisto (last edited Mar 15, 2013 12:18PM) (new)

sabisteb aka callisto (sabisteb) | 52 comments Ja, die englsiche Sprache hat sich deutlich weniger weiterentwickelt als die deutsche Sprache. Obwohl ich deutscher Muttersprachler bin komme ich mit dem Mittelhochdeutsch und wie sich diese ganzen Formen nennen deutlich schlechter klar, als mit Shakespeares Englisch. Aber schon, dass wir im 20. Jhdt ZWEI Rechtschreibreformen hatten zeigt, dass die Deutsche Sprache ein Problem hat.


message 8: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Bin nun endlich mit dem Kapitel durch, war eine schwere Geburt für mich. Das nächste ist wie ein Theaterstück aufgebaut, da bin ich schon sehr gespannt.


message 9: by Bixby (new)

Bixby | 12 comments Ich habe bis hier her auf deutsch gelesen, nebenher das Hörbuch laufen lassen. Ab Kap. 14 war's vorbei mit der Geduld und ich habe nur noch gehört. Zuletzt unterstützt durch Heinrich Bölls Irisches Tagebuch nebenher. Jetzt erstmal weg damit und sacken lassen, vielleicht später einmal nochmal das eine oder andere Kapitel versuchen neu zu lesen - aber gewiss nicht Kapitel 14 und 15. Ohne Lesegruppe hätte ich es definitiv nicht geschafft - danke!


message 10: by Johanna (last edited Mar 27, 2013 11:26PM) (new)

Johanna Ich habe die deutsche Ausgabe und empfinde das Lesen sehr anstrengend - insbesondere wegen der komischen Groß- und Kleinschreibung. Das irritiert mich mehr als die altertümliche Sprache.
Kleiner Tipp: wenn man das vorliest, dann hört man dioe Worte besser heraus und kann es besser verstehen. Ich kann es mir ganz gut vorstellen, da ich Walter von der Vogelweide gelesen habe. Aber wenn man es laut liest ist man überrascht dass es nicht mehr ganz so komisch klingt (oug ist eben "Aug", also Auge). Vielleicht hilft es euch ein wenig weiter.


message 11: by Johanna (new)

Johanna sabisteb wrote: "Ja, die englsiche Sprache hat sich deutlich weniger weiterentwickelt als die deutsche Sprache. Obwohl ich deutscher Muttersprachler bin komme ich mit dem Mittelhochdeutsch und wie sich diese ganzen..."

Das Mittelhochdeutsch ist gar nicht so schlimm - finde ich. Dieser komische Berlinerisch-Mix am Ende des Kapitels stört viel mehr. Und das mit den Rechtschreibreformen ist Blödsinn, eine Sprache entwickelt sich von selbst weiter und man muss diese Strömungen nur von selbst aufgreifen. Es kommen neue Worte hinzu, alte verlieren ihre Bedeutung und Schreibweisen ändern sich, aber alles aufoktroierte ist genauso steif wie die Augen davor zu verschließen, dass sich das Deutsche auch heute noch entwickelt. Ob das gut oder schlecht ist will ich nicht beurteilen, aber die Sprache hat kein Problem. Eher die Sprachwissenschaftler.


message 12: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 21 comments Also ich muss zugeben, dass ich bei diesem Kapitel die Geduld verloren und ein paar Seiten ungelesen überblättert habe.


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