ULYSSES___James Joyce (Leserunde) discussion

15 views
7. Kapitel: Aiolos

Comments Showing 1-16 of 16 (16 new)    post a comment »
dateDown arrow    newest »

message 1: by Geologe (last edited Mar 03, 2013 04:38AM) (new)

Geologe | 47 comments http://www.swr.de/-/id=9663316/1pjpa4...

Gilbert-Schema:

Szene - Zeitung
Stunde - 12.00
Organ - Lunge
Kunst - Rhetorik
Symbol - Redakteur
Technik - Enthymem


message 2: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Wie die Überschriften in den Text eingeareitet wurden und wie sie den Inhalt zusammenfassen oder ihn teilweise ironisch betrachten, hat mir gut gefallen. Inhaltlich war es für mich ein eher maues Kapitel.


message 3: by Liliaceae (new)

Liliaceae | 3 comments Ach zumindest die Geschichte zu den beiden alten Jungfern war doch nett. ;-)

Allerdings ist dieses Gilbertschema für mich ein Buch mit 7 Siegeln. Was man da alles so rauslesen kann/soll, ist mir echt schleierhaft. Ich bin froh darüber, dass man es auch ohne diese Kommentierungen einfach als Buch lesen kann und ab und an ringe ich mir auch ein Schmunzeln ab.
Ich fand dieses Kapitel etwas auffrischend gerade durch den Zeitungsstil. Das wirkt wie kleine Appetithäppchen.


message 4: by Johanna (last edited Mar 10, 2013 09:28AM) (new)

Johanna Mir geht es ähnlich wie Nadine. Inhaltlich fand ich das Kapitel eher mau. Okay, die vestalischen Jungfrauen waren ganz nett und einige andere Anspielungen auch, auch das herzerfrischende "er kann mich an meinem königlich irischen Arsch lecken" fand ich ganz amüsant - aber viel passiert ist ja nicht eben.
Warum das Organ die Lunge sein soll ist mir jedenfalls bei dem Gilbert Schema nicht ganz klar (das geht mir bei dem Schema durchaus öfters so).


message 5: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Die vestalischen Jungfrauen sind irgendwie immer spannend finde ich. :-)


sabisteb aka callisto (sabisteb) | 52 comments Ein ganz normales Kapitel über den Arbeitsalltag. Hier begegnen sich Stephen und Bloom das erste Mal. Arbeit ist halt langweilig, man schnackt halt mir den Kollegen, lästert ein wenig, so ist es ja heute auch noch.

Ich finde sowohl das Gilbert Schema, alsauch das Überstülpen der Odysse überinterpretiert. Das Buch ist eher eine Sammmlung von Stilfiguren, die später von anderen Autoren wieder verwurstet werden und hier eben mal angetestet werden.


message 7: by Katja (new)

Katja (lakatinka) | 24 comments Ich habe es endlich geschafft das Kapitel fertig zu lesen. Habe fast eine Woche nicht mehr im Ulysses gelesen und muss mich erst wieder hineinfinden.


message 8: by Trillian (last edited Mar 24, 2013 07:15AM) (new)

Trillian | 12 comments Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die hier schon erwähnte Szene mit den alten Jungfern, fand ich dieses Kapitel eher etwas uninteressant. Es war zwar relativ gut zu lesen, aber es hat sich doch in die Länge gezogen, weil es mir so vor kam, als wäre sehr viel Belangloses(*) erzählt worden. Die Einarbeitung der Überschriften hat das Lesen aber sehr viel angenehmer gemacht.
(*) aber vielleicht wird das eine oder andere im Laufe des Buches ja nochmals aufgegriffen und erscheint nur im Moment unbedeutend.


message 9: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 21 comments Hm, die Bezüge, die zu diesem Kapitel in der swr-Zusammenfassung hergestellt werden, finde ich etwas weit hergeholt. Lunge??? Also so atemlos fand ich das Kapitel jetzt nicht. Der Bezug zur Zeitung war abgesehen vom Inhalt mit diesen kurzen Absätzen und Überschriften klar.

Naja, so besonders interessant fand ich es jetzt auch nicht. Ich hoffe, das nächste Kapitel ist wieder besser.


message 10: by Alexandra (last edited Mar 25, 2013 02:19AM) (new)

Alexandra  (awogfli) | 25 comments Immer wenn Joyce mich gepackt, und mich in seine Erzählung endlich hineingezogen hat (so wie im 6.Kapitel), dann versaut er es anschließend sofort wieder, so wie in diesem Abschnitt. Nicht nur dass dieser Teil mal wieder inhaltlich mau war, wie Ihr eh schon alle bemängelt habt, nun fängt er auch wieder mit der Sprache an zu spielen und läßt sehr überheblich den "Fremdsprachenkenner" heraushängen. Wäh! Wie ich dieses sinn- und ziellose Pseudointellktualisieren und Sprachspielen nur um des Aufschneiden willens hasse! Es scheint fast so, dass er damit übertünchen möchte, dass ihm nichts inhaltliches eingefallen ist.
Diesmal habe ich den üblen Blender aber erwischt, denn er kennt sich mit Sprache gar nicht so gut aus, wie er uns Glauben machen will. Als er Deutsch und Latein mischt in "Vielibus Dankibus" hätte er als Sprachkenner nicht lateinische Dativ bzw. Ablativendungen einfügen dürfen, wenn der Inhalt des Wortes in der deutschen Origninalsprache eindeutig den Akkusativ verlangt. Aber ist ja eh wurscht die Briten und Iren, für die dieses Machwerk ja ursprünglich gedacht war, verstehen es eh nicht und bei der Fremdwörterbonmotflut, mit der er den Leser überschwemmt, fällt es zudem auch den wenigen Sprachkennern kaum mehr auf, weil sie beginnen, sich geistig beim Lesen gegen diesen Anschlag abzuschotten. Wenns wenigstens zu einem Inhalt führen würde, könnt ich es noch verstehen, aber so bin ich nur fuchsteufelswild, weil ich nun ja weiss, dass Joyce es besser kann.

Möchte Euch aus diesem Grund mitteilen, dass ich die Aiolos-Krise habe *grrrrr* (wahrscheinlich bin ich die Einzige, die in diesem Kapitel komplett die Krise kriegt). Ich lese jetzt schon vorab die Kommentare des 8. Kapitels ob es wieder besser wird, denn schön langsam frage ich mich wirklich.....


message 11: by Nadine (new)

Nadine | 124 comments Haha, schon komisch, wie wir in unterschiedlichen Kapiteln unsere Tiefpunkte haben. Das mit dem falschen Fall war mir sogar im Englischen aufgefallen, ist also nicht nur eine Frage der Übersetzung (und anderen Formulierung, bei der der Fall ja schon mal wechseln kann).
Ich denke er hat den Dativ/Ablativ benutzt weil es "Lateinischer" für Leute klingt, die die Sprache nicht beherrschen. Solche Schnitzer finde ich auch schade.


sabisteb aka callisto (sabisteb) | 52 comments Wer sagt, dass seine Protagonisten gescheit Latein können (müssen)? Vielleicht soll das ihre Pseudointellektualität enttarnen und sie bloßstellen?

Lenehan lit their cigarettes as before and took his trophy, saying:

—Muchibus thankibus.

Lenehan ist nicht gerade der Intellektuelle, sondern eher ein Lebemann, ein Pseudoreporter, der sich selber für clever und einen Ladykiller hält. Er ist halt nicht so klug und sein Latein eher Suppenküchenlatein und mehr schein als sein, so wie Lenahan selber.

Hätte ein allwissender Erzähler so einen Fehler gemacht, wäre das was anderes.


message 13: by Lacrima_Atra (new)

Lacrima_Atra | 21 comments Alexandra wrote: "Immer wenn Joyce mich gepackt, und mich in seine Erzählung endlich hineingezogen hat (so wie im 6.Kapitel), dann versaut er es anschließend sofort wieder, so wie in diesem Abschnitt. Nicht nur dass..."

Nein, da bist du nicht die Einzige. Mich hat's beim Lesen auch geärgert nach dem 6. Kapitel.


message 14: by Martini (new)

Martini (shakenorstirred) | 40 comments So, ich habe das Kapitel jetzt auch gelesen; inhaltlich war es, wie ihr schon sagtet, ziemlich belanglos, aber ich fand es (zum Glück) ziemlich einfach zu lesen.
Vielleicht haben die vielen kurzen Abschnitte meinem Hirn suggeriert, dass es sich deswegen um leicht zu konsumierende Häppchen handeln muss?!


sabisteb aka callisto (sabisteb) | 52 comments Organ - Lunge = viel heiße Luft = leicht zu lesen *G*


message 16: by Martini (new)

Martini (shakenorstirred) | 40 comments Ja, das könnte der tiefere Sinn sein. :-D


back to top