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Endstation Venedig by Donna Leon
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1776940
's review
Dec 11, 2008

it was ok
bookshelves: crime
Read in June, 2004

Flach, sehr flach

War ich nach dem ersten Brunetti-Krimi der hochgelobten Autorin noch dazu angetan ihn als Erstlingsschwäche durchgehen zu lassen, so ist es dieses Mal noch schlimmer gekommen. Leon gelingt es nach wie vor nicht ihren Figuren Leben einzuhauchen. Alle Personen rund um den Commissario bleiben platt und ohne Tiefe. Es gibt keine Einblicke in das Innere der Menschen und auch die Beschreibungen der Szenerie sind emotionslos und irgendwie unbefriedigend. Sprachlich fehlen dem zweiten Band jegliche Glanzlichter und man könnte teilweise fast glauben in einem Groschenroman zu blättern.

Die Handlung dreht sich um die Machenschaften der wirklich Mächtigen - und hier geht es um die wirklich Mächtigen, nämlich die Regierungen der USA und Italiens gemeinsam mit der Mafia und dem Geldadel Norditaliens. Im gemeinsamen Einverständnis um zum jeweiligen Vorteil wird still und heimlich in Norditalien Giftmüll abgeladen. Nicht auf einer Deponie, sondern in den Wäldern. Um einer Aufdeckung entgegenzuwirken werden zwei Mitarbeiter des amerikanischen Stützpunktes ermordet. Also tatsächlich eine Handlung aus der man klasse Literatur machen könnte. Wie aber bereits im ersten Band schafft es Leon nicht aus einem hochwertigen Stoff ein hochwertiges Buch zu machen.

Die gute Nachricht aber nun zum Schluss. Irgendwie habe ich mich auch dazu durchgerungen den dritten Band (Venezianische Scharade) zu beginnen und hier nun endlich verstehe ich, warum Leon hochgelobt wird. Meine Empfehlung lautet daher: Band 1 und 2 auslassen und mit der "Venezianischen Scharade" einsteigen. Keine Sorge das Wissen über die Personen aus den ersten beiden Bänden werden Sie nicht vermissen.
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