Alexandra 's Reviews > Die dunkle Seite der Bucht: Prohaskas dritter Fall in Istrien

Die dunkle Seite der Bucht by Silvija Hinzmann
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it was ok
bookshelves: autorinnen, autorinnenchalllenge18-19, belletristik, krimi, rezensionsexemplare

Dieser Krimi, den ich unbestellt und überraschend zugesendet bekommen habe, ist schon von der Anlage her überhaupt nichts für mich, denn so ein Schuss Romantik punktgnau für das weibliche Krimipublikum gesetzt, inklusive der Figur des Joe Prohaska, frühpensionierter Expolizist aus Stuttgart und Mann, dem alle Frauen vertrauen - Kroatische genauso wie Wienerinnen oder Triestinerinnen - rollt mir persönlich meistens die Zehennägel auf. Dabei liegen diesmal wenige romantische Anwandlungen in der Luft, das Knistern und Prickeln wird zwar mit mehreren Ladies thematisiert, aber es bleibt entweder bei Freundschaft oder der gute Joe wird ausgenutzt.

Die Stärke des letzten Bandes, in dem ein kleines kroatisches Dorf abseits der Touristenpfade, sehr treffend und detailliert inklusive Personal beschrieben wurde, konnte diesmal auch nicht ausgespielt werden, findet doch die Handlung im schon allseits bekannten Rovinj und Umgebung statt, die zudem diesmal auch nicht wirklich liebevoll beschrieben wurde.

Außerdem packt die Autorin bedauerlicherweise sehr viele Klischees aus ihrer diesmal überhaupt nicht gut gefüllten Ideenkiste, wie die zur Korruption neigenden Kroaten und die mafiösen Italiener aus Triest. Der Kriminalfall ist ein italienisch-bosnisch-kroatischer Mafia-Mörder-Wirrwarr mit ziemlich an den Haaren herbeigezogenen sehr ungeschickt konstruierten verwandschaftlichen Verhältnisse inklusive, die die Taten irgendwie schlüssig erklären sollen. Dabei stellt die Krux der Aufklärung des Kriminalfalls das Untertauchen und Umbenennen von einigen Personen dar, die letztendlich alle unter falschen Identitäten und Vertuschung ihrer Absichten und Herkunft ausgerechnet in der Weltgegend Rovinj und Umgebung zufällig aufeinandertreffen, während sie früher kurioserweise in Stuttgart auch schon miteinander zu tun hatten. Wer schon mal die "Metropolen" Rovinj und Stuttgart genießen durfte, weiß genau, wie wenig wahrscheinlich eine solche Häufung von Zufällen und famliären Beziehungen ausgerechnet und exklusiv an diesen zwei Orten ist. Das ist so was von konstruiert. So hat mich dann diese Mafia-Räuberpistole und Verwandtschaftsentwirrung letztendlich nicht wirklich interessiert, diesen Kriminalfall mäßig spannend zu nennen, wäre schon fast übertrieben.

Fazit: Definitiv kein Krimi für mich, aber ein leicht zu absolvierender Beitrag zum Land Kroatien im Rahmen meiner Autorinnenchallenge. Den zweiten Stern gibt es, weil der Roman leicht zu lesen war und mich wenigstens nicht genervt hat.
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Reading Progress

January 8, 2019 – Shelved
January 8, 2019 – Shelved as: to-read
January 8, 2019 – Shelved as: autorinnen
January 8, 2019 – Shelved as: autorinnenchalllenge18-19
January 8, 2019 – Shelved as: belletristik
January 8, 2019 – Shelved as: krimi
January 8, 2019 – Shelved as: rezensionsexemplare
September 25, 2019 – Started Reading
September 28, 2019 –
page 140
61.95% "Bis jetzt nicht so übel aber auch nur mäßig spannend - so ala Joe Prohaska der Expolizist aus Stuttgart und der Mann dem die kroatischen Frauen vertrauen inklusive Leiche"
September 29, 2019 – Finished Reading

Comments Showing 1-2 of 2 (2 new)

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message 1: by Karschtl (new)

Karschtl Ich muss bei Prohaska immer ans 'Schneckerl' denken. :-) Wobei ich mir den sogar als Kommissar vorstellen kann. Nur nicht grad als Womanizer.


Alexandra Karschtl wrote: "Ich muss bei Prohaska immer ans 'Schneckerl' denken. :-) Wobei ich mir den sogar als Kommissar vorstellen kann. Nur nicht grad als Womanizer."

ja ich irgendwie auch Tja unser Schneckerl- aber der ist eh ohnehin auch von der Partie Bauknecht weiß, was Frauen wünschen. Dieser Prohalska ist ja auch kein Womanizer sondern ein Womanizer wider Willen, ein bisschen ein Schüchterner den die Frauen immer anbraten, weil er so ein süßer Kumpel ist.


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