Kira Schumacher's Reviews > Berühre mich. Nicht.

Berühre mich. Nicht. by Laura Kneidl
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** spoiler alert ** Wir befinden uns momentan in einer Zeit, in der Diversität in Jugendliteratur ein Qualitätsmerkmal wird. Leser_innen fordern Romane mit Protagonisten, die bisher minderrepräsentierten Kollektiven entstammen. Dafür können wir nur dankbar sein, weil Diversität in der Literatur auf der einen Seite unseren Horizont erweitern kann und auf der anderen Seiten unseren Mitmenschen, die bisher kaum je unkomprimierte Identifizierungsflächen in der Literatur gefunden haben, Gelegenheit bietet, endlich Geschichten zu lesen, in denen sie die Helden sind.

Mit dieser Entwicklung geht jedoch eine gewisse Verantwortung einher, der Autor_innen sich nicht entziehen können, die Geschichten schreiben, die sich mit Diversität brüsten. Insbesondere gilt das für Autor_innen, die sich Themen annehmen, von denen sie selbst nicht betroffen sind. Hier ist insofern Vorsicht geboten, als dass Privilegien schnell den Blick auf die Wirklichkeit derjenigen verzerren, die diese Privilegien nicht teilen. Anders als bei Charakteren, die unserem eigenen Lebensentwurf nachempfunden sind, ist es in diesen Fällen mit Empathie häufig nicht getan, da eine privilegierte Sozialisation den Blick für die strukturelle Barrieren verzerrt, die das Leben derjenigen prägen, die hier zu Charakteren abstrahiert werden sollen. Es braucht also, wie in unserem vorletzten Skepsiswerke-Beitrag schon angeklungen, Recherche.

Womit wir zu Berühre Mich. Nicht. kommen, denn gerade an der hat es für mich im Fall von Sage und ihrem Leben mit der Angst extrem gemangelt. An dieser Stelle sei erwähnt: Ich bin nicht selbst betroffen - weder von einer generalisierten Angststörung noch von einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Alles, was ich an Wissen über diese Krankheiten habe, stammt aus meinem Psychologiestudium (Bachelor minor), insbesondere aus der Vorlesung über Klinische Psychologie.

Wir begegnen Sage als einer Protagonistin, die vor ihrer Vergangenheit flieht und alleine ins 3000 Meilen entfernte Melview zieht, um dort zu studieren. Auf den ersten Seiten wird klar: Sie flieht vor Misshandlungserfahrungen, ein paar Seiten später: es geht um innerfamiliären Kindesmissbrauch. Und worin zeigt es sich? In Angst vor Männern.

Bis hierhin – kein Problem. Im Gegenteil: bis hierhin hatte ich gute Hoffnungen für die Story. Denn ich hätte sie liebend gern gemocht – ein deutscher Bestseller mit einem Fokus auf einer Angstpatientin? Gott, wie ich das geliebt hätte. Und das hätte klappen können. Wir hätten ein mit Berühre Mich. Nicht. ein Buch bekommen können, über ein junges Mädchen, das sich aus einer schrecklichen Situation befreit und das mithilfe von Freunden (und Freunden, die zu mehr werden könnten) beginnt, sich ihr Leben zurückzuholen. Es aus den Klauen des Traumata zu befreien, das sie so sehr einschränkt, dass sie ihrem neuen Arbeitgeber am Anfang nicht die Hand geben kann, weil er zufällig ein Mann ist.

Mehr noch: ich glaube, Berühre Mich. Nicht. hätte mich Leichtigkeit dieses Buch sein können. So viel wurde angelegt, das so wichtig gewesen wäre. Sages Therapie wird thematisiert (wenn auch vor allem nur in ihren äußeren Merkmale ‚korrekt’ - die Dauer, bis es zur Behandlung kommt, die Kosten, die damit verbunden sind) und damit wird wenigstens angedeutet, dass es kein Fall von ‚Liebe heilt alles’ ist (wobei für die Gesamheit des Buches das zu hinterfragen bleibt). Außerdem sehen wir Sage in Angstsituationen mit passender Angstreaktion. Wir sehen in vielen Kontexten eine graduelle Verbesserung dieser Angst, Schritt für Schritt, und wir sehen die etlichen Vermeidungstaktiken, die sie implementiert, um ihrer Angst für einige Momente entkommen zu können. Wir sehen auch, wie sie ein stabiles soziales Netzwerk ausbaut, in dem sie Vertrauen finden und Kraft schöpfen kann.

Aber final hätte man jeden dieser Schritte weiter denken müssen, ihn gewissenhafter zu Ende führen. Sprechen wir zuerst über die Therapie, um zu verdeutlichen, was ich damit meine.

Auch wenn ich es unwahrscheinlich finde, dass eine junge Frau, die seit acht Jahren misshandelt wird, nie gegoogelt hat, was das mit ihr macht, und deswegen auch nie auf den Begriff Posttraumatische Belastungsstörung gestoßen ist, kann ich das als realistisch annehmen. Sage hat keinen eigenen Laptop, vielleicht war sie auch zu beschäftigt damit, ihre Familiensituation zu überstehen, okay. (Wobei immer wieder angedeutet wird, dass sie mit einer Schulpsychologin gesprochen hat, die den Begriff wiederum hätte kennen müssen). Spätestens aber, wenn sie das erste Mal auf ihre Therapeutin trifft, hätte sich die „Angststörung“, die sie angeblich hat, als das offenbaren sollen, was es wirklich ist: eine Posttraumatische Belastungsstörung.

Hier ein kurzer Informations-Input, damit wir alle auf demselben Stand sind:

ICD-10 Klassifizierung
F 43.1 Posttraumatische Belastungsstörung
1. Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung o. mit katastrophalem Ausgang
2. Anhaltende Erinnerung o. Wiedererleben der Belastung (Flashbacks, wiederholende Träume, innere Bedrängnis in ähnlichen Situationen)
3. Umstände, die der Belastung ähneln, werden vermieden.
4. Entweder a: Unfähigkeit, sich an wichtige Aspekte zu erinnern
b: 2 Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität: Ein- & Durchschlafstörungen, Reizbarkeit / Wutausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Schreckhaftigkeit
5. Die Kriterien 2, 3 und 4 treten innerhalb von 6 Monaten nach dem Ereignis auf.

In Sages Fall handelt es sich um ein Interpersonelles Typ-II-Trauma, das ein hohes Risiko für eine Posttraumatische Belastungsstörung bedeutet. „Nichtbehandelte PTBS führen zu höheren Raten von Familien- & Partnerschaftsproblemen, erhöhen Scheidungsraten sowie höhere Raten von Arbeitsproblemen bzw Arbeitslosigkeit. Für diese psychosozialen Komplikationen lassen sich u.a. die symptom-bedingten Beeinträchtigungen der Betroffenen (z.B. Vermeidungsverhalten, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Reizbarkeit) verantwortlich machen.“1

Womöglich mit Ausnahme der Wutausbrüche finden sich all diese Symptome in Sage wieder. Aber gut, hier ist es eine Frage von Begrifflichkeiten: obgleich die am leichtesten zu beheben scheint, mag sie auch den geringsten Impact haben.
Das Verhalten der Psychologin ist jedoch schwerwiegender: nicht nur, dass sie Sage bei ihrem ersten Treffen ihre Störung in den Mund legt und suggestive Fragen der Teufel der Psychologie sind, sie bittet Sage auch, einen vollkommen unbeteiligten Menschen mit zur Therapie zu bringen, bevor Sage auch nur die ersten Konfrontationsübungen unter therapeutischer Anleitung durchgeführt hat. Darüber hinaus spricht sie Sage in der Öffentlichkeit an, ohne dass Sage davor auf sie zugegangen wäre … was nicht den üblichen Standards von Umgang zwischen Psychologen und Patienten entspricht. Ich durfte Patienten auf der Straße nicht mal ansprechen, während ich mein FSJ in der Psychiatrie gemacht habe, um auch sicher zu gewährleisten, dass ihre Privatsphäre gewahrt wird.

Ich kann verstehen, wenn man diese Informationen nicht einfach hat. Die fliegen einem nicht zu, wenn man Laie ist. Aber aufs erste Googlen hin gibt es mehrere Links, die einen über mögliche Therapien informieren. Und wenn ich die Therapie darstellen will, so detailliert, dass ich Sessions minutiös wiedergeben, samt Dialog zwischen Psychologin und Patienten, erwarte ich mindestens dieses Level an Recherche. (Dass eine derartige Darstellung nicht nötig gewesen wäre, beweist Kneidl in Teil II der Reihe – in der Therapie noch thematisiert wird, aber nicht auf eine so detaillierte Weise, die dann Gelegenheit zu falscher Darstellung bietet.)

Und ich erwarte mir auch eine Konsistenz der Beschreibung des Krankheitsbildes, die nicht an jeder beliebigen Stelle der Bequemlichkeit des Plots weicht. Nur, weil ich mich in jemanden verliebe, schwindet meine PTBS nicht. Dass Luca für Sage, ohne jegliche therapeutische Anleitung, bald keine Angst mehr bedeutet, ist unwahrscheinlich. Das grenzt an Wunderheilung durch Liebe, wie sie im Rahmen psychischer Krankheiten schädlicher kaum sein kann. Während des gesamten Lesens konnte ich nicht vergessen, wie sich ein Jugendlicher fühlen mag, der diese Symptomatik zeigt und sich so gerne verlieben würde oder auch verliebt hat, aber über seine Symptomatik alleine nicht hinweg kommt. Wie frustrierend, wie schädlich muss das sein, entweder glauben zu müssen, man liebe nicht genug, oder darauf zu verzichten, sich Hilfe zu holen, weil man sich ja nur verlieben muss, um "geheilt" zu werden.

Und ich verlange hier nichts Unmögliches, aber wenn eine Szene, die als Flirt beginnt, aber bald alle Anzeichen von Nötigung enthält, keinerlei Angstreaktion in Sage auslöst, sondern zu einem Kuss führt, dann muss man sich fragen, welche Priorität die korrekte Darstellung des Krankheitsbildes neben dem Plot hatte. Auf zwei Seiten ignoriert er ihr „Nein“ sechs Mal; zieht sie zu sich/lehnt sich so nah zu ihr herüber, dass sie seinen Atem spüren kann; drängt sie fünf Mal, „es“ ihr zu sagen und manipuliert sie emotional [„Du schuldest mir etwas, Sage“ / „Ich habe meine Meinung geändert, und vielleicht ändere ich sie wieder, wenn du mir sagst, was ich hören will“ / „Sag mir, was ich hören möchte“] - vgl. S. 343-346).
Wer das Buch gelesen hat, weiß, wie ähnlich diese Szene denjenigen gewesen ist, die im Zentrum ihres Traumas stehen, und so attraktiv kann kein Mensch der Welt sein, dass ich die Parallelen überlese.

Und überhaupt – die Beziehung zwischen Luca und Sage. Während Luca mit der Geduld eines Engels gezeichnet ist und nie Erklärungen verlangt und scheinbar immer weiß, wie er sich richtig zu verhalten hat, belügt Sage ihn bis zum Ende, lässt ihn stehen, ohne sich je eine Erklärung abzuringen und erwartet dann, dass alles ganz normal weiter geht. Das wirkt auf mich schon höchst ungesund (für Luca), wird aber noch dadurch verschärft, dass die Beziehung der beiden als die eine angepriesen wird, in der sie vertrauen lernt. Die Beziehung, der sie „Heilung“ zu verdanken hat. Und auf knapp 800 Seiten (Teil I und Teile von Teil II) schafft sie es nicht, ihm die Wahrheit zu sagen? Wow. Was für eine inspirierende Beziehung. Was für ein Erfolg.

Was so schade ist. Weil Laura Kneidl einen wunderbaren Fokus auf die Freundschaften legt, die Sage knüpft und pflegt. Mit April, mit Megan. Aber auch mit Luca. Die Entwicklung dahingehend ist großartig. Sie entwickeln sich langsam, die Beziehungen, aber sie entwickeln sich (bis auf den PTBS-Teil) glaubwürdig. Man hätte eine großartige Geschichte daraus machen können, hätte man früher mit offenen Karten gespielt, hätte man sich Hilfe bei der Recherche geholt von Betroffenen, Psychologen oder auch nur Psychologiestudenten. Man, das macht die Enttäuschung bei mir nur bitterer, dass ich so viel Potential sehe und dann doch so viele verschenkte Chancen bemerken musste. Denn ich bin jeweils in drei Tagen durch die Bücher geflogen. Und musste mir nach dem Cliffhanger des ersten Teils den zweiten kaufen, sobald er rauskam. Sogwirkung? Ohne Frage.

Aber Sogwirkung alleine macht für mich ein Buch nicht gut. Vor allem nicht dann, wenn es sich mit Diversität schmückt und dann so wenig abliefert, wenn es an die korrekte Repräsentation dieser Diversität geht. Schade! Bei so viel Öffentlichkeit und Erfolg hätte eine ermutigende, ehrliche Geschichte über die Behandlung einer PTBS – auch im Rahmen von Freundschaften (und aufkeimenden Beziehungen) – so viel Gutes bewegen können.
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Reading Progress

December 25, 2017 – Shelved
December 25, 2017 – Shelved as: to-read
January 17, 2018 – Started Reading
January 17, 2018 –
page 78
16.81% "... na ja."
January 19, 2018 –
page 137
29.53%
January 20, 2018 –
page 275
59.27%
January 21, 2018 – Finished Reading

Comments Showing 1-10 of 10 (10 new)

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message 1: by Isabella (new)

Isabella Ohh, ich bin gespannt!


message 2: by Kira (new) - rated it 1 star

Kira Schumacher Isabella wrote: "Ohh, ich bin gespannt!"

Die Psychologiestudentin in mir ist ziemlich ... na ja, wow. Mit einer Ein-Sterne-Bewertung hätt ich auch nicht gerechnet.


message 3: by Isabella (new)

Isabella Kira wrote: "Isabella wrote: "Ohh, ich bin gespannt!"

Die Psychologiestudentin in mir ist ziemlich ... na ja, wow. Mit einer Ein-Sterne-Bewertung hätt ich auch nicht gerechnet."


Ich war vorher schon skeptisch, aber nach all den überragenden Bewertungen hätte ich es tatsächlich fast gekauft – das von dir zu hören bestätigt mich darin, dass ich doch lieber die Finger davon lassen sollte. 🙈


message 4: by Lea (new) - rated it 3 stars

Lea Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei es bei der Darstellung des College Systems oder bei der PTBS Darstellung. Das jetzt von jemandem zu lesen, der sich damit auskennt, verstärkt den bitteren Beigeschmack noch mehr. Als jemand, der auch Geschichten schreibt, finde ich es furchtbar wichtig, zu recherchieren, wenn ich solch sensible Themen in mein Geschriebenes einbringe und ich mag mir nicht vorstellen, was dieses Buch in jemandem auslöst, der dasselbe durchgemacht hat wie Sage und an PTBS leidet. Die Beziehung zu Luca war mir auch zu schnell, wenn man Sages Angst vor Männern und die Situationen, in die sie mit ihm gerät, bedenkt. So schnell kann man nicht beginnen zu heilen, egal von welcher psychischen Krankheit, wie du gesagt hast. Ich finde es so traurig, dass das Buch hätte gut sein können, aber dass so viel falsch recherchiert und demnach unrealistisch dargestellt wurde :(
Was ich eigentlich sagen wollte, danke für diese Rezension, ich hoffe, einige, die das Buch so in den Himmel loben, lesen sie und nehmen sich zu Herzen, was du geschrieben hast!


message 5: by Kira (new) - rated it 1 star

Kira Schumacher Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei es bei der Darstellung des College Systems oder bei..."

Ach, vielen Dank dir, Lea. Das bedeutet mir viel, dass du meine Punkte nachvollziehen kannst und eben auch siehst, wieso ich Recherche an diesem Punkt für so wichtig halte. Ich würde mich an so ein Thema auch echt nicht rantrauen, bevor da alles hieb- und stichfest ist. Eben gerade aus dem Punkt, den du schilderst: Was, wenn jemand in der Hoffnung auf Repräsentation zu diesem Buch greift und dann etwas vorfindet, das sein/ihr Erleben eigentlich nur mit Stereotypen und Plotbegünstigungen füllt. Find ich äußerst schade und,wie du auch sagst - super traurig, weil so viel Potential da gewesen ist. :/ Aber hey, mit Luft nach oben kann man da einfach noch viel Gutes und Besseres vom Literaturbetrieb erwarten, das stimmt mich hoffnungsvoll!


message 6: by Lea (new) - rated it 3 stars

Lea Kira wrote: "Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei es bei der Darstellung des College Syst..."

Nichts zu danken, ich bin froh, mal kritische Rezensionen zu lesen, die meine sehr zwiegespaltene Meinung bestätigen. Das Problem mit der Repräsentation habe ich mit Punkten, die in Büchern thematisiert werden und mich selbst betreffen eben immer und da musste ich manchmal auch echt schwer schlucken. Deshalb kann ich mir eben vorstellen, dass das Buch für jemanden, der durchgemacht hat, was Sage durchgemacht hat, nicht förderlich zu lesen wäre :/ Das mit der Luft nach oben ist wahr, irgendwann nutzt sicher mal jemand das Potential :3


message 7: by Kira (new) - rated it 1 star

Kira Schumacher Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei es bei der Darstellung des..."

Ach man, tut mir leid, dass du das auch schon so rum mal erleben musstest. Und ja, ich denke auch - es tritt in vielem, was es Gutes will, zu kurz und wird dadurch problematisch.
Und ich mein, hey, ich weiß nicht, was du schreibst (muss ich bei Instagram gleichmal heraus finden!), aber vielleicht hilft so ein bisschen gesunde Empörung ja auch dabei, die eigenen Texte noch schärfer / treffender / umsichtiger zu formulieren. ♥


message 8: by Lea (new) - rated it 3 stars

Lea Kira wrote: "Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei es bei der Dar..."

Bei mir ist das bei LGBTQ Charakteren zum Beispiel oft so, dass ich, als Teil der LGBTQ Community froh über Repräsentation bin, aber dann oft schwer schlucken muss, wenn ich besagte Repräsentation dann lese. Und an manche Themen traue ich mich aus Angst vor schlechter Repräsentation beim Lesen nicht dran.
Ich schreibe momentan gar nichts, aber ich plane neue Dinge. Aber mein Herzprojekt ist ein High Fantasy/LGBTQ Buch. Und das ist wahr, so muss man das am Ende wohl sehen. Da wird man selbst beim Recherchieren noch kritischer :) <3


message 9: by Kira (new) - rated it 1 star

Kira Schumacher Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich stört. Sei e..."

Ah, das kann ich gut verstehen. Da ist die Repräsentation ja manchmal auch grottig. Und es ist so leicht gemacht, dass man da den Blick nicht über die Stereotype hinaus weitet, weil "Liebe ist Liebe" und mit ein bisschen Empathie ist es gegessen. Stell ich mir schwer vor.
Uh! High Fantasy UND LGBTQ... das find ich super spannend :) ♥


message 10: by Lea (new) - rated it 3 stars

Lea Kira wrote: "Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Kira wrote: "Lea wrote: "Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch, als ich es gelesen habe, gerne gelesen, aber ich sehe im Nachhinein immer mehr, das mich ..."
Deshalb schrecke ich mittlerweile vor "reinen" LGBTQ Büchern, wo das der Hauptfokus ist, zurück. Viele Autoren schreiben in dem Bereich meiner Meinung nach nur, weil es "Trend" ist und das finde ich so schade :(
Danke :) <3 Dazu muss aber gesagt sein, die LGBTQ Elemente sind da eher im Hintergrund, vor allem im ersten Band noch, im zweiten setzt sich meine Protagonistin dann mit ihrer Sexualität auseinander. Aber das ist meiner Meinung nach auch nur ganz natürlich, dass das langsam kommt ^^


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