Charlotte Brontë

“Er ist nicht von ihrer Art. Ich glaube, er ist von meiner Art; ich bin mir sicher, dass er es ist - ich fühle mich ihm verwandt -, ich verstehe die Sprache seiner Miene und seiner Bewegungen; obwohl Rang und Vermögen eine tiefe Kluft zwischen uns schaffen, ist etwas in meinem Hirn und meinem Herzen, in meinem Blut und meinen Nerven, das mich im geistig gleich macht. Sagte ich vor wenigen Tagen, ich hätte nichts weiter mit ihm zu tun, als mein Salär von ihm zu erhalten? Habe ich mir verboten, ihm in jeglichem anderen Licht zu sehen als dem eines Brotherrn? Welche Blasphemie gegenüber der Menschennatur! Jedes gute, wahre kraftvolle Gefühl, das ich hege, sammelt sich aus freien Stücken um ihn herum. Ich weiß, dass ich meine Gefühle verbergen muss, jede Hoffnungs im Keim ersticken muss, nie vergessen darf, wie wenig ich ihm bedeute. Denn wenn ich sagen, ich sei von seiner Art, will ich damit nicht sagen, ich besäße seine Kraft der Beeinflussung oder seine Zaubermacht der Anziehung; ich will nur sagen, dass ich gewisse Vorlieben und Empfindungen mit ihm teile. Ich darf also nie vergessen, dass wir für alle Zeiten voneinander getrennt sind - und dennoch muss ich ihn lieben, so lange ich atme und denke.”


Charlotte Brontë, Jane Eyre
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