Bereits in seinen ersten Roman Kolks blonde Bräute hatte Frank Schulz ein Gedicht eingeschmuggelt, das allerdings noch eine große Nähe zur deutschen Lyriktradition zeigte: „Die Glucke“ („In die Erde eigekauert, / hockt das Huhn und legt ein Ei...“).
Auch in diesem Band gibt es Anklänge an die großen Klassiker („Es war einmal / Ein Olympionike. / Der lebte loyal / Für die Antike...“), doch die Mehrzahl der Gedichte ist modernen Sujets wie der Welt der Medien („In der Nase unverhohlen / bohrt der Tycoon Dieter Bohlen...“), der Orientierung im Leben ganz allgemein („Wie wird man eigentlich Besamungstechniker?...“), dem Reich der Tiere („Der Braunbär hat 'nen Arsch wie'n Berg / Und Zahnreih'n wie zwei Gartenzäune...“), aber auch den besinnlichen Momenten des Lebens gewidmet („Am 6.12. pinkelt dreist / der Nikolaus dir in den Schuh...“).