Wer hat sich nicht schon mal über hiesige Paragraphenwut beschwert oder den Amtsschimmel zum Teufel gewünscht? Wohl jeder, aber dass es noch schlimmer geht, zeigt diese Sammlung der spektakulärsten Rechtsfälle, Klagen und Urteile. So ist es in Ohio verboten, Fische betrunken zu machen, und in Frankreich darf man sein Schwein nicht Napoleon nennen. Hella von Sinnen und Dirk Bach verleihen dieser unterhaltsamen Fundgrube an kuriosen Geschichten aus der Welt des Rechts die richtige Würze.
Wahrscheinlich eines der schlechtesten pseudo-juristischen Bücher. Die Autoren Rainer Dresen und Anne Nina Schmid stellen in dem kurzen Buch die skurrilsten Gesetze, Klagen und Urteile vor. Dabei mangelt es an Quellenangaben oder irgendwelchen Nachweisen. Das liegt wohl daran, dass die Autoren selbst nicht richtig recherchiert haben: Einige Informationen sind schlicht falsch. Die Zielgruppe sind wohl nicht Juristen; trotzdem kann ich das Buch niemandem empfehlen.
Das Buch ist einfach schlecht. Ich fand es ab Seite 20 langweilig und ab Seite 30 wollte ich es weglegen, aber aus Pflichtgefühl habe ich es durch gelesen. Es hat sich leider nicht gelohnt. Die Fälle sind nicht wirklich interessant und werden nur sehr oberflächlich geschildert. Aber selbst, wenn es nur darum geht "Oh wow, ich kann nicht glauben, dass jemand deswegen vor Gericht geht"-Fälle kurz abzuhandeln, hätte es dafür sicherlich eine Reihe interessantere Fälle gegeben.
Ganz witzig stellenweise, aber insgesamt für mich persönlich nicht überzeugend. Macht mehr Sinn, wenn man von der Juristerei noch so gut wie nichts weiß.