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Die tote Schwester

Im seinem zweiten Fall muss der Kölner Kommissar Zbigniew Meier um das Leben seiner Freundin Lena bangen und gerät in den Sog eines lange zurückliegenden Verbrechens. Endlich! Lena, Zbigniew Meiers Freundin, ist volljährig geworden. Um das zu feiern, verbringen die beiden zwei Wochen in New York. Kaum zurück in Deutschland, wird Lena vor Zbigniews Augen entführt. Die Sonderkommission unter der Leitung seines ins Präsidium aufgestiegenen Freundes Zeynel geht von einem Racheakt aus und ermittelt in Richtung Organisierte Kriminalität. Doch Zbigniew hat eine dunkle Ahnung: In New York bat ihn ein alter deutscher Emigrant, nach seiner am Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland verschwundenen Schwester zu suchen, und für Zbigniew mehren sich die Anzeichen, dass es zwischen dieser Bitte und Lenas Entführung einen direkten Zusammenhang gibt. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln...

440 pages, Hardcover

First published January 25, 2011

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About the author

Stephan Brüggenthies

4 books1 follower
Stephan Brüggenthies (born 1968 in Münster) is a German author, filmmaker and composer of film music.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Uwe Hauck.
Author 6 books16 followers
June 11, 2011
Leider zu selten findet man einen Kriminalroman, der einen wirklich fesselt. Bei "Die tote Schwester" von Stephan Brüggenthies, erschienen im Eichborn-Verlag war dies tatsächlich der Fall. Das Rezensionsexemplar erreichte mich über www.bloggdeinbuch.de am Freitag Nachmittag und gerate eben am frühen Sonntag klappte ich das Buch zu,nachdem sich eine ausgesprochen spannende, in zwei Zeiten und auf zwei Ebenen ablaufende Kriminalgeschichte vor mir ausgebreitet hatte.

Zbigniew Meier und seine gerade 18 Jahre alt gewordene Freundin Lena befinden sich auf eine zweiwöchigen Reise in New York, als sie in einem Restaurant von einem Mann beobachtet werden, der sich ihnen später als Samuel Weissberg vorstellt. Sie erfahren, dass Weissberg auf der Suche nach Informationen über den Verbleib seiner Schwester Eva Weissberg ist, von der er in der Nazizeit getrennt wurde. Speziell Lena scheint die Geschichte von Samuel zu berühren.

Auf der Rückreise geschieht dann das Unfassbare. Als Zbigniew und Lena sich kurz beim Ausgang des Flughafens trennen, wird Lena entführt. Hier setzt dann die eigentlich Geschichte ein, in der wir quasi zwei Ermittlungssträngen folgen, die sich immer wieder umeinander zu drehen scheinen und deren Verwicklung sich erst zum Schluß des Romans völlig auflöst.

Brüggenthies hat einen sehr packenden Sprachstil, kurze Sätze und man spürt dem gesamten Roman an, dass hinter der Geschichte eine ausführliche Recherche steckt. Die Orte und Geschehnisse sind gut beschrieben ohne sich in Details zu verlieren. Die Figuren wirken authentisch ohne gleich maskenhaft zu wirken. Durch den Sprachstil und die Erzählgeschwindigkeit wird man förmlich in die Ermittlungen eingesaugt.

Was dabei am meisten Lust auf die Geschichte macht ist die Tatsache, dass auch die Ermittlungen den Leser mit einbeziehen. Hier kann man wirklich selbst versuchen, hinter die wahre Geschichte von Lenas Entführung zu kommen. Ganz konnte ich mir das Geschehen zwar nicht zusammenreimen aber immerhin gibt es einige Punkte in der Erzählung, in denen man als Leser durchaus ein Aha- Erlebnis haben kann und hinter einige der Windungen und Wirrungen der eigentlichen Geschichte kommt.

Man verfolgt quasi Zbigniew bei der Aufdeckung einer Geschichte aus den letzten Jahren der Nazizeit, bei der es um die verschwundene Schwester eines jüdischen Jungen geht, der 1943 in die USA gerettet wurde und parallel verfolgt man die Ermittlungen rund um die Entführung der Freundin Zbigniews. Beide Ermittlungen werden konsistent geführt und dargestellt, wobei die gesamten Ermittlungen in einem Erzählstrang bleiben, was die Geschichte sehr spannend und schnell werden lässt. Der Autor konzentriert sich im Wesentlichen auf die Nachforschungen nach der verschollenen Schwester und zeigt parallel immer wieder, wie die Geschichte um die Entführung Lenas immer neue Erkenntnis erzeugt.

Sowohl sprachlich, als auch von der Dramaturgie ein ausgesprochen gut gelungenes Buch. Der Autor nutzt einen Sprachstil, der die Geschichte stets aus der Sicht Zbigniews beschreibt, aber dabei sprachlich unprätentios und nie zu flapsig wirkt.

Die einzelnen Ergebnisse der Ermittlungen fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen, dem auch der Leser folgen kann, ohne das die Geschichte ihm Fakten vorenthält oder plötzlich unplausible neue Indizien erscheinen.

Mein Fazit: Stephan Brüggenthies ist ein ausgesprochen spannender, mitreissender und in seiner Erzählstruktur spannender und konsistenter Roman gelungen.

Für mich eine ganz klare Leseempfehlung und mit Sicherheit ein wundervolles Buch für den Lesesommer.
Profile Image for Cirrus Minor.
758 reviews6 followers
March 14, 2015
Zbigniew Meiers zweiter Fall erinnerte mich zum Ende an den Film "Monuments Men". Davon abgesehen, fand ich die Geschichte um die Entführung seiner Freundin Lena durchaus spannend, jedoch habe ich irgendwie einen Vorbehalt gegen ihre Beziehung, was natürlich auch die Freude am Lesen trübt. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich aber sicher trotzdem weiterlesen.
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