Dres Balmer erzählt die Geschichte seiner abenteuerlichen Radtour von Mendoza am Fuss der Anden in Argentinien über den 3863 m hohen Cumbre-Pass nach Santiago de Chile und weiter nach La Paz in Bolivien.
Es fängt an mit einer verrückten Reise, über die Anden, "en Velo", von Argentinien nach Bolivien, Chile und zurück, mit Flashbacks ins Berner Oberland. Balmer beschreibt das Unbehagen in der Fremde, schildert Begegnungen, berichtet über Land und Leute, spiegelt das, was er unterwegs in Südamerika erlebt, mit Erinnerungen und Gedanken an die Heimat. Aber wo ist diese? Sie ist unterwegs, und will immer neu erfasst werden, mit Worten, die nicht nur wohlig sind, aber wohl tun. Grosse Reiseliteratur eines Meisters, ein nahrhaftes Vergnügen aus einer anderen Zeit.
Da ich gestern diesen sehr lesenswerten Roman schon rezensiert habe, mit 5 Sternen bewertet und leidlich paraphrasiert, möchte ich hier nur staccatoartig ein paar schöne Wörter aufgreifen, zumeist Ortsnamen, aber auch schlicht ergreifende Begriffe aus dem Buch: Mendoza (Start am Fuss der Anden), Cumbre-Pass (Höhepunkt, 3863 m ü. Meer), Imlil (die Freundin des Erzählers), zérobulles (stilles Wasser), thessalischer Hut und Opanken (Kleidungsstücke), Folienschweissgerät (Wohnlichkeit), Geburtenüberschuss (Reisläufer wie Kari), La Paz, Santa Cruz, Salta (Ende der Reise).