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Alchemie

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Book by Helmut Gebelein

Paperback

First published January 1, 2000

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Helmut Gebelein

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Profile Image for Ramona Schroller.
84 reviews3 followers
March 11, 2026
Dieses Buch ist älter, es erschien im Jahr 2000. Ich habe es mir vor Jahren zugelegt, denn ich bin der Meinung, selbst wenn man Fantasy schreibt, sollte man sich an der Realität orientieren. Dazu kam, dass ich mich schon lange für Alchemie interessierte, aber nie passende Bücher zu diesem Thema gefunden hatte. Jetzt habe ich es als Recherche für meinen Fantasy-Zyklus gelesen, und ich muss sagen, es war interessant.

Zunächst beschäftigt sich der Autor mit der eigentlichen Alchemie und wie sie sich entwickelt hat - zumindest soweit wir wissen. Leider geht er im Verlauf des Buches nicht weiter auf die östliche Alchemie ein, sondern konzentriert sich auf die in Europa übliche Form. Interessant für mich war es herauszufinden, dass dieses von mir für tot gehaltene Werk tatsächlich noch immer Anhänger hat oder hatte im Jahre 2000, was nun auch nicht soweit zurückliegt.

Was mich faszinierte waren die verschiedenen Wege, wie bekannte Alchemisten in ihren Werken vorgingen. Die sogenannten Goldmacher waren in dieser Riege eher als Außenseiter zu sehen, nicht als die wirklich Wissenden. Wer sich dem Großen Werk verschreibt, der galt offensichtlich mehr als jemand, der vorgab, Gold zu machen, was zum Kleinen Werk gezählt wird.

Ebenfalls faszinierend waren die unterschiedlichen Unterscheidungen innerhalb des Großen Werkes selbst. Die Meisterung ist nicht unbedingt der Stein der Weisen, sondern die Quintessenz, ich dachte mein ganzes Leben lang, es sei anders herum. Auch die Unterscheidung zwischen einem Humunkulus, einem Androgyn und einem Hermaphroditen war mir nicht bekannt. Hier dachte ich, es handele sich um ein und das gleiche.

Mit Goldmacher-Geschichten werden verschiedene Berichte über etwa die letzten tausend Jahre vorgestellt von Goldmachern, oder solchen, die vorgaben, es zu sein. Interessant, dass die, deren Werke wohl der Wahrheit entsprachen (zumindest nach den Zeugen), diejenigen waren, die zum guten Teil bei der Verwandlung nicht einmal anwesend waren.

Wo mich dieses Buch verlor war die Alchemie eines Isaac Newton und Johann Wolfgang von Goethe. Hier wurde es zum Teil etwas abstrus. Dass Goethe Newton hasste war eine interessante Neuigkeit, ebenso wie die wohl erwiesene Tatsache, dass er selbst der Alchemie anhing, aber es begann, sehr trocken zu werden, was dem Buch dann eher Einschlafcharakter beschied. Gleiches gilt für das letzte Kapitel, in dem es eigentlich nur um unsere heutige Physik geht, die der Autor der Alchemie gegenüberstellt.

Gelohnt hat sich der damalige Erwerb dieses Buches in meinen Augen. Ich weiß nun besser über die Werke bescheid und kenne die Utensilien, die Alchemisten benutzten. Die geschichtlich erwiesenen Alchemisten war eine nette Liste, die Goldmacher-Geschichten unterhaltsam, aber ein bisschen viel für meinen Geschmack. Immerhin verfügt dieses Buch über knapp 500 Seiten, von denen die letzten 80 nur aus Fußnoten bestehen.

Wer sich für alles rund um Alchemie interessiert und nicht nur einen Abriss der Werke und Ziele haben möchte, der ist mit diesem Buch selbst heute noch gut aufgehoben.
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