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Georgisches Album

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»Jenseits des Puschkin-Passes, wo die biblische Landschaft Armeniens allmählich dem warmen und feuchten Lebensatem Georgiens weicht und alles so stetig und zielstrebig anders wird, bogen wir von der Landstraße und tauchten ins herandrängende Grün.« Die Fahrt durch eine Schlucht, über eine löchrige Brücke, die den Blick auf ein Autogerippe tief unten im gischtenden Wasser freigibt, gleicht einem Augenrausch. Als hätte der Mensch die Welt soeben zum erstenmal betreten.
Das Ziel der Reisen, die Andrej Bitow so prägnant wie stimmungsvoll zu schildern versteht, ist die Ankunft in der Gegenwart, »im Echten«, dort, wo man im Fremden ganz bei sich ist. Anders als in den Armenischen Lektionen erhebt er im Georgischen Album die Fernsicht zum poetischen Prinzip. »In Georgien schrieb ich über Rußland, in Rußland über Georgien. Warum mußte ich mich im Dorf Golusino bei Kostroma oder in Golizyn bei Moskau von Tifliser Visionen bedrängen lassen, um dann, als ich endlich in Tiflis war, über den Leningrader Zoo zu schreiben!« Was ihm im Süden wie eine Gnade zuteil wird - die Fülle des Lebens -, das kann er im Norden, in der Stadt, nur im Wachtraum, im Bewußtseinsdämmer heraufbeschwören. Sein die Landschaft und die Geschichte durchschweifendes Erzählen stellt eine einzige, schmerzliche Frage: Was ist Rußland?
Das Georgische Album, das zum erstenmal vollständig und unzensiert auf deutsch erscheint, versammelt Reisebilder und autobiographisch gefärbte Erzählungen, die zu Bitows stärksten Prosastücken gehören - Erinnerungsblätter, die nicht nur den Landschaften des »russischen Italien«, sondern auch den geliebten Orten und Menschen seiner Heimatstadt Petersburg gewidmet sind.

223 pages

First published January 1, 1996

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About the author

Andrei Bitov

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Andrei Georgiyevich Bitov is the author of Pushkin House, Captive of the Caucasus and The Monkey Link, among other works. He is a cofounder of the Russian PEN club and has received numerous awards and honors, including being named a Chevalier of the Order of Arts and Letters by the French government. He lived in Moscow and St. Petersburg.

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Profile Image for Michael.
304 reviews16 followers
January 20, 2014
The journey and search for himself, Russian cultural aspects and knowledge of a different civilization goes on, after "Armenian Lectures". This time Bitov travels Georgia which has according to him a similar meaning for Russian as Italy has for Western Europeans. For us reader it is his general thoughts and poetry in language that has this intriguing twist and not so much the "plot", if there is one at all.
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