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Nofretete

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Schon Nofretetes erstes Auftreten auf der Bühne der Weltgeschichte war spektakulär. Auf den frühen Aton-Tempeln von Theben ist sie als gottgleiche Geliebte des neuen Gottes zu bewundern. Erst mit dem Umzug nach Amarna und der Geburt von insgesamt sechs Töchtern fügte sie sich in die Rolle der Königsgemahlin. Hier kämpfte sie mit einer Rivalin um die Gunst des Königs, erwarb die Rechte einer Mitregentin und bestieg nach dem Tod Echnatons den Thron Ägyptens. Eine beispiellose Karriere. Doch am Vorabend der Heirat mit einem hethitischen Prinzen wird sie gestürzt. Die kühne Vision von der Gründung einer neuen Dynastie blieb unerfüllt. Vor genau 100 Jahren entdeckt, prägt die berühmte Berliner Büste bis heute unser Bild von der Amarna-Königin. Doch wer war sie wirklich? Franz Maciejewski besichtigt den Jahrhundertfund neu. Sein Blick hinter die Büste räumt mit dem gängigen Klischee der einfach nur schönen, aber unpolitischen First Lady an der Seite König Echnatons auf. Ein großer Erzählbogen bringt Licht in das Leben einer der schillerndsten Persönlichkeiten des Alten Ägypten, die als Göttin erschien, als Königin glänzte und als Pharaonin starb. AUTORENPORTRÄT Franz Maciejewski, Dr. phil., geboren 1946, Soziologe mit Ausbildung in Psychoanalyse, ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in den Bereichen Kulturund Gedächtnisgeschichte der Moderne, Ethnopsychoanalyse und Freud-Biographie sowie Holocaust und Antisemitismusforschung. Freier Autor. Letzte Buchpublikation: »Der Moses des Sigmund Freud. Ein unheimlicher Bruder« (2006).

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217 reviews
February 11, 2024
Dieses Buch lässt mich nur grübelnd zurück.
Mein Interesse für Nofretete und ihr Leben wurde definitiv geweckt, und eigentlich wurde ihre (angenommene) Geschichte ansprechend erzählt. Die Büste als Ausgangspunkt zu nehmen, fand ich besonders interessant.
Dennoch stört mich ein wichtiger Punkt: die Quellen bzw. die Forschungsliteratur. Ohne konkrete Verweise auf die Literatur (nur im Verzeichnis erwähnt) wirkt dieses Buch auf mich nicht seriös genug und teilweise spekulativ. Schließlich handelt es sich hier nicht um einen ausgedachten Roman, sondern um einen Blick auf „die historische Gestalt“.
Die zusätzlichen Informationstexte (im Kasten) waren zudem zwar auch aufschlussreich, aber sie wurden (so wie die Bilder) zu ungünstigen, d.h. entweder zu späten oder zu zeitigen, Zeitpunkten eingefügt.
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